Wichtige Info für das Klettergebiet Ettringen!

| 10. Juli 2018 | 12 Kommentare

Aktuell gibt es massive Probleme mit der Gemeinde Ettringen in Bezug auf das Verhalten einiger Kletterer im Gebiet Ettringen. Sollte das Fehlverhalten nicht unverzüglich abgestellt werden ist mit harschen Konsequenzen für das Klettern in der Ettringer Lay und den anderen Gebieten zu rechnen. Davon wären nicht nur die wenigen Kletterer betroffen, die durch Ihr rücksichtsloses Verhalten dafür sorgen, dass die Toleranz der Gemeinde für das Klettern langsam gegen Null geht, sondern auch der Großteil der Kletterer, die ein vernünftiges Verhalten an den Tag legen wären ebenso betroffen. Um welche Konsequenzen es geht kann sich jeder denken, ein Kletterverbot für das ganze Gebiet ist ganz schnell ausgesprochen und wenn wir uns jetzt nicht alle kompromisslos an ein paar einfache Regeln halten, dann war es das mit dem Klettern im Basalt. Dabei handelt es sich um einige wenige Punkte, die für zivilisierte Menschen selbsverständlich sind, schon tausendfach artikuliert worden sind und die ohne großen Aufwand befolgt werden können. Aber sicherheitshalber liste ich diese hier noch einmal auf:

1. Auf allen Parkplätzen (hervorzuheben insbesondere der große Parkplatz an der Ettringer Lay) der Gebiete oder in den Steinbrüchen ist das Übernachten nicht gestattet. Dies gilt für Übernachtungen im Auto, Camper, Zelt oder unter freiem Himmel. Ebenfalls ist das Übernachten in der für Wanderer gedachten Schutzütte am Parkplatz der Ettringer Lay nicht gestattet.
In Mayen, Ettringen und Kottenheim finden sich Hotels und Privatpensionen für fast jeden Geldbeutel. Zwei Campingplätze findet man am Laacher See: Campingplatz Laacher See und Camping Siesta. Auf dem Grundstück der Familie Schäfer kann auf Anfrage das Zelt aufgestellt werden, es wird gegen ein geringes Entgelt eine einfache Campingmöglichkeit sowie Toiletten und warmes Wasser geboten.

2. Im wahrsten Sinne des Wortes stinken der Gemeinde die „Hinterlassenschaften“ einiger Kletterer im nahen Umfeld des Parkplatzes an der Ettringer Lay. Es ist völlig unverständlich, dass einige Ihr Geschäft direkt auf der Wiese am Parkplatz, hinter der Schutzhütte oder in den ersten Büschen am Weg in die Ettringer Lay erledigen. Vom Toilettenpapier, das einfach in die Büsche geworfen wird oder einfach an Ort und Stelle die Exkremente ziert ganz zu schweigen. Sollte dies nicht unverzüglich eingestellt werden, können wir seitens der Gemeinde kein Pardon erwarten. Jeder weis was zu tun ist, wenn einen im Freien der Ruf der Natur ereilt – handelt zukünftig so. Und für alle, die davon keine Ahnung haben ein paar einfache Tipps:

Grundlegende Bauleiterweisheit: Erscheint ausgeschissen auf der Baustelle!!
Geht die langen Wege (also nicht aus dem Auto raus und gleich die Hose runter lassen)
Das Klopapier im Zipperbag mitnehmen.

Es ist stinkeinfach!!

3. Für das Lonnenloch gilt ein Betretungs- und Kletterverbot zwischen 1700 Uhr und 700 Uhr am Folgetag. Dieses Verbot wurde von dem Jäger der an das Lonnenloch angrenzenden Jagd ausgesprochen, ist zwar rechtlich durchaus fragwürdig, aber in der momentanen Situation ist es zwingend einzuhalten. Bei Zuwiderhandlung besteht die Gefahr einer Komplettsperrung. Der kleine Parkplatz am Beginn des Feldweges zum Lonneloch bietet nur Platz für max. vier PKW. Auf gar keinen Fall darf, wenn der Parkplatz belegt ist, am Rande des Feldweges oder am Straßenrand geparkt werden. Ist der Parkplatz voll, dann weicht auf die Parkplätze an der Ettringer Lay aus und lauft von dort die wenigen Meter ins Lonnenloch.
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4. Last but not least, das betrifft insbesonder die Parksituationen am alten Parkplatz der Ettringer Lay, der insbesondere von den Besuchern der Sektoren Mordor und Bierkeller benutzt wird. Sollte dort keine Parkmöglichkeit mehr vorhanden sein, dann parkt auf dem Parkplatz Ettringer Lay und lauft die wenigen Meter nach Mordor. Das Parken am Straßenrand im Bereich des alten Parkplatzes oder auf der gegenüberliegenden Straßenseite und im Bereich der Einfahrt zu Brechwerk Winnen ist ein absoluter Nogo.

Wenn wir uns zukünftig an diese einfachen Punkte halten, haben wir, die sich aktiv um das Gebiet kümmern, eine realistische Chance den Bestand des Gebietes für alle Kletterer zu sichern. Wer jetzt noch am Parkplatz übernachtet, in die Büsche sch…, die Straßen zu parkt und im Lonnenloch außerhalb der erlaubten Zeiten klettert trägt maßgeblich dazu bei, dass die gesamte Ettringer Lay und das Lonnenloch als Klettergebiete in Gefahr sind.
Sehr hilfreich wäre auch, wenn Ihr in Zukunft mit einem offenen Auge im Gebiet unterwegs seid und jeden, der sich nicht an die o.g. Punkte hält freundlich aber bestimmt darauf hinweist. Damit helft Ihr nicht nur uns in den anstehenden schwierigen Gespächen und Verhandlungen, sondern tut auch Euch selbst und uns Allen einen großen Gefallen in puncto Erhalt des Klettergebietes!

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Dankeschön.

 

 

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Kategorie: Aktuell, Klettergebiete

Kommentare (12)

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  1. Peter sagt:

    Moin,
    es wäre vermutlich hilfreich, entsprechende Hinweisschilder an noralgischen Stellen aufzustellen. Nicht jeder Besucher wird diese Internetseite studieren oder/und den Kletterführer akribisch durchlesen.
    Der Rat zum Verbrennen des Klopapiers sollte besser umgehend gelöscht werden. Die Waldbrandgefahr (wie aktuell) sollte nicht unterschätzt werden.
    Gruß
    Peter

  2. Martin sagt:

    Es wäre sehr schade um dieses Kleinod. Aber warum gibt es keine Kontrollen mit Strafzetteln bei falschem Parken und illegalem Übernachten. Sowas spricht sich schnell herum. In anderen Gebieten ist sowas ja auch üblich und (leider) notwendig, z.B. NP Sächsische Schweiz.
    Hinzu kommt, dass das Toilettenproblem sicher auch durch die Wanderer mitverursacht wird. Eine durch Parkgebühren querfinanzierte Toilette auf den Parkplätzen könnte vielleicht auch funktionieren. Das Gebiet ist schon teils recht kleinräumig und mancher Riss wird auch den sorgsamsten Zu-Hause-Darmentleerer zu einem zweiten Angstschiss animieren.

  3. Marco sagt:

    Eine Toilette ist ein Menschliches Grundbedürfnis, so wie atmen und trinken. Ich fände es toll, wenn der DAV oder die DAV Landesverbände 2 Dixi-Klos für alle Nutzer bereitstellen. Der Großteil der Kletterer sind DAV Mitglieder und zwei solcher Dixi’s kosten nur 2.500€/Jahr.

  4. Jeffrey Smits sagt:

    Gebiet Finsterlay und Dornental sind letzten Freitag vom Bauern geschlossen worden (Privatgrundstück – Betreten verboten!). 2 Männer haben uns weggeschickt und dann auch Schilder aufgehangen.. Mehr Infos habe ich leider nicht, aber es scheint das letzte Mal für dieses Gebiet gewesen zu sein.

  5. Kerschdien sagt:

    Hallo an die Locals des Basaltklettergebietes Ettringen. Wir klettern zu Hause im Elbsandstein, möchten Anfang Juni 1 Woche Urlaub machen und Neuland entdecken. Wie schaut aktuell die Klettersituation bei euch aus? Gibt es Sperrungen und besteht die Möglichkeit des Zeltens bei Familie Schäfer (Telefonnummer???).
    Danke im voraus.

  6. Joerg sagt:

    Warum stehen immer noch keine Schilder da?

  7. Zoe sagt:

    Da es in Deutschland erst Mal grundsätzlich nicht verboten ist auf Parkplätzen im Auto zu übernachten bzw. zu schlafen (aus guten Gründen) wäre es gut dort ein Schild aufzuhängen, sollte es dort Sonderregeln geben. Vielleicht auch mit einer Erläuterung dazu, was das Problem an dem Übernachten im Auto auf dem Parkplatz ist. Regeln finden mehr Akzeptanz, wenn sie nachvollziehbar sind. Mir persönlich ist es spontan nicht einleuchtend, was daran eigentlich das Problem ist.

    Mit Blick auf die Exkremente wäre es grundsätzlich sinnvoller Infrastrukturlösungen zu finden (wie die genannten Dixieklos, aber vielleicht auch Entsorgungsmöglichkeiten für Hundekot) und Kompromisse mit der Gemeinde auszuhandeln. Es ist grundsätzlich erst mal gar nicht davon auszugehen, dass es in erster Linie Kletterer sind, die sich falsch verhalten, weshalb diese Appelle und Vorwürfe hier möglicherweise nur eingeschränkt hilfreich sind.

  8. Hans Flummejupp sagt:

    An keinem der Parkplätze konnte ich bis jetzt auch nur den geringsten hinweis entdecken, dass man da nicht über nacht stehen darf. Nach deutschem Recht darf man auch überall wo das auto stehen darf in selbigem schlafen.

  9. KRIS sagt:

    Put up some good signs at the parking places. Don’t put climbers up with this shit!

  10. Seb sagt:

    Hallo zusammen,
    wir haben letztes Wochenende zwei Camper daraus aufmerksam gemacht, dass das Übernachten auf dem Parkplatz Große Wand nicht gestattet sei. Bei beiden handelte es sich nicht um Kletterer (der eine meinte, er zahle Steuern und dürfe hier stehen!). Viele der „Hinterlassenschaften“ gehen ebenso auf Wanderer/Tagesausflügler zurück – besonders die Damen scheinen nicht in der Lage zu sein, ihre Taschentücher von den Wegrändern zu entfernen… Ein Trend, der sich leider auch in den Alpen und sonstigen „Naturreservaten“ immer mehr durchsetzt. Ich verstehe auch nicht, warum die Gemeinde/DAV Koblenz nicht endlich mal ein gut einsichtiges Schild auf dem Parkplatz aufstellt. Da werden für Millionen Hallen gebaut, aber ein Schild ist nicht drin??? Darüber hinaus kann man mal die IG Klettern in Franken fragen, wie sie es mit der Gemeinde hinbekommen haben, dass an so manchem stark frequentierten Kletternfelsen (Weissenstein, Krottenseer Forst, etc.) ein Dixie-Klo steht. Ich würde meine Mitgliedsbeiträge lieber in die Erarbeitung eines Kletterkonzepts für Ettringen (und andere Gebiete) fliessen sehen, als in noch eine Kletterhalle. Kann man diese zwei Lays nicht kaufen oder von der Gemeinde pachten und eine Halle weniger bauen oder die Olympia-Millionen nehmen oder, oder, oder… Siehe Access-Fund in den USA. Bei der zunehmenden Masse an Individual-Sportlern, Micro-Adventureren und Outdoor-Enthusiasten ist es leider mit dem Appell an den gesunden Menschenverstand allein nicht mehr getan.

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