Statt Aktenbergen wurden Gletscherberge bezwungen

| 12. August 2003 | Keine Kommentare

Sechser-Seilschaft aus Koblenz war in den Walliser Alpen auf Tour

KOBLENZ. In ihrem Berufsleben stehen sie vor Akten- oder Bücherbergen – in ihrer Freizeit steigen sie auf Berge: Eine Sechser-Seilschaft aus Koblenzer Juristen und einem Buchhändler hat jetzt vier Viertausender im Schweizer Wallis bezwungen. Ein Richter, ein Rechtsanwalt, der Buchhändler und der Generalstaatsanwalt sowie ein Geologe und eine Auslandssekretärin machten sich auf, die Bergwelt der Walliser Alpen zu erkunden.

Am ersten Tag brach die Gruppe von Zinal aus auf. Nach mühevollem fünfstündigen Hüttenanstieg erreichte sie die Tracuit-Hütte. Dort wurde auch übernachtet. Am nächsten Tag ging’s schon um 5 Uhr früh los, um das 4153 Meter hohe Bishorn zu besteigen. Oben angekommen wurde der erste Viertausender von den Bergsteigern gebührend – mit Sekt – gefeiert. Dann stand der lange Abstieg bis ins Tal an.

Als Nächstes ging’s auf die Täsch-Alp. Schon früh startete man, stieg bis zur Hütte auf, wo dann auch übernachtet wurde. Dann machte sich das Sextett schon um drei Uhr auf zum Alphubel, immerhin 4206 Meter hoch. Am Alphubeljoch entschied sich die Gruppe, den Berg über den steilen Südgrat zu besteigen. Nachdem dies geschafft war, überschritt man den Gipfel und stieg über den Gletscher nach Saas-Fee ab.

Und wieder rief der Berg: 4027 Meter hoch galt es, das Allalin-Horn zu bezwingen. Die Route führte über gefährliche Gletscherspalten.

Das Breithorn am Matterhorn stand am letzten Tag an. Von Zermatt aus machte man sich auf den Weg, galt es doch, eine Höhe von 4164 Meter zu bezwingen. Auch hier schaffte die Gruppe ihren Berg. Alle Mitsteiger gehören zur Sektion Koblenz des Deutschen Alpenvereins. Geübt wird in den heimischen Bergen und im „Kanditurm“ in Andernach.

Jedes Jahr sind Koblenzer Alpinisten in den Bergen Europas oder gar im Himalaya und in Südamerika unterwegs. Im vergangenen Jahr hieß das Ziel der Huascaran in Peru, im nächsten Jahr sollen es wieder Viertausender in den Alpen sein.

Übrigens: Die Bergsteiger wünschen sich viel Glück und sagen: Berg heil!

Rhein-Zeitung vom 12.08.2003

Kategorie: Presse

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