Sommerfreizeit Pfalz

| 3. August 2002

Sommerfreizeit Pfalz vom 29.07. – 02.08.02 für kleinere und größere Bergsteiger

Vier gut gelaunte Familien, nämlich 4 Hoppens, 4 (5) Zirwes´, 3 Speckhardts und 3 Wittes, trafen sich bei herrlichem Wetter im Rad- und Wanderheim in Dahn, welches uns in den nächsten Tagen tadellos Unterkunft bieten sollte. Es zeigte sich sehr schnell, dass wir bei unseren Unternehmungen auf Schritt und Tritt von der Pfälzer Geschichte und Sagenwelt begleitet werden würde.

Gleich nach der Ankunft am Nachmittag machten wir uns zur „Eingehtour“ auf die Socken bzw. besser gesagt auf die nackten Füße um die Gegend zu erkunden. Bei den sommerlichen Temperaturen wurde zumindest seitens der Kinder gerne auf Schuhwerk verzichtet, zumal nach etwa 300 m diese sowieso nicht mehr benötigt wurden, denn wir kamen zu einer der Hauptattraktionen der Sommerfreizeit: Ein Wassertretbecken, welches von unseren Kindern nicht nur bei dieser Gelegenheit als Schwimmbad missbraucht wurde. Während wir Erwachsenen bereits nach einigen Sekunden die Füße mit schmerzverzerrtem Gesicht aus dem eisigen Wasser zogen, vergnügten sich die Kleinen minutenlang bei einer wilden Wasserschlacht. Als wir die so Erfrischten endlich zum Weitergehen bewegen konnten, dauerte es nicht lange und die Kinder entdeckten bereits das nächste Badeparadies, was die Gehlustigen Erwachsenen erneut am Weitergehen hinderte. Es sollte sich herausstellen, dass dies gleichzeitig die Endstation (nicht nur) der heutigen „Wanderung“ war. Diese traumhafte Badestelle an der Wieslauter, quasi direkt vor der Haustür, gefiel dann auch den Erwachsenen so gut, dass der entgangenen Wanderung an diesem Tag nicht lange nachgetrauert wurde.

Völlig ausgehungert von den Badestrapazen genossen wir am Abend unser erstes selbst zubereitetes Gourmet-Menü, welches nur der Auftakt für weitere Köstlichkeiten an den folgenden Abenden war.

An den nächsten sommerlich heißen Tagen standen interessante Wanderungen auf dem Programm: So erkundeten wir auf Rundwanderungen die Ruinen von Alt- und Neudahn und machten uns bei einer Schnitzeljagd auf die Spuren der Ritter. Dabei kamen wir immer wieder an den zahlreichen Dahner Felsen vorbei (auf manche auch drauf) und hörten von den sagenhaften Ereignissen, die diesen leuchtend roten Sandsteinfelsen ihren Namen gaben: Jungfernsprung, Teufelstisch, Sängerfelsen, Schwalbenfelsen …. So trällerten wir auf dem Sängerfelsen fleißig Lieder.

Einen Sprung vom Jungfernsprung hat (Gott sei Dank) keiner gewagt. Langeweile kam bei den abwechslungsreichen Felsenwegen keine auf, zumal Dank des Einfallreichtums der Kinder der Weg, mit dem was man dort so findet, zum Spielplatz wurde.

Apropos Spielplatz: Wenn sich die Kinder nach den Wanderungen nicht gerade in der Wieslauter oder im Kneip-Becken tummelten, gab es genug Abwechslung auf dem weiten Hofgelände hinter unserem Wanderheim. Neben Fangen, Versteck- und Fußballspiel wurde von einem Teil der Kinder auch „hart gearbeitet“ indem nahezu der gesamte Hang „gerodet“ wurde um eine Seilbahn zu bauen. Gott sei Dank beruhigte uns darauf hin die Zimmerwirtin, dass hier ruhig schon „Vorarbeit“ geleistet werden könne, da der Hang nächstes Jahr sowieso abgetragen werden müsse.

Die ereignisreiche Zeit ging im Nu vorbei. Wir verabschiedeten uns bei einem Abstecher zum Teufelstisch und ließen die gelungene Sommerfreizeit bei einem Picknick auf dem unterhalb gelegenen Abenteuerspielplatz ausklingen, bevor wir gut gelaunt die Heimreise bzw. die Weiterreise antraten.

Martin Witte

Kategorie: Familiengruppe

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