Skitouren Karneval 2019 im Ötztal

| 26. Januar 2020 | Keine Kommentare

Im Skitourenführer Stubaier Alpen des Panico Verlages heißt es „Die Winnebachseehütte ist ein Kleinod unter den Skitourenhütten im gesamten Gebiet der Stubaier Alpen. Die Wirtsfamilie betreibt die Hütte schon seit weit über 50 Jahren. Rund um die Hütte reihen sich mehrere Dreitausender mit unterschiedlichstem Charakter. So kann man ruhig ein paar Tage dort verbringen, ohne dass es einem langweilig werden dürfte. Zwar beschreitet man auf den Touren vergletschertes Gebiet, aber nur ganz selten ist es notwendig, Gletscherausrüstung mitzunehmen.“

Eigentlich ist damit bezüglich unserer Karnevalsskitour 2019 in die Ötztaler Alpen schon fast alles gesagt. Bereits der Hüttenaufstieg bei strahlendem Sonnenschein entlang des Winnebaches bildete einen schönen Auftakt für die kommenden Tourentage. Der See vor der Winnebachseehütte war zugefrohren und verschneit, der Wasserfall vereist- es muss im Sommer hier traumhaft sein…

Zum Thema der kommenden Tourentage wurde der Wind. So mussten wir am Rosenmontag ab Mittag gegen den Fönsturm aus Süden ankämpfen, wobei es uns an der Winnebachscharte dann auch fast umgeblasen hätte und wir auf der Rückfahrt zur Hütte eine Eiskristall-Gesichtsmassage inklusive erhielten. Am Dienstag ärgerte uns der starke Westwind mit Sturmböen und am Mittwoch der eisige Wind der nahenden Kaltfront.

Wir ließen uns nicht wegblasen und genossen dennoch eine wunderschöne Tour auf den Winnebacher Weißkogel (3185m) mit kurzem Pickel- und Steigeiseneinsatz durch eine vereiste Rinne ab dem Skidepot, um die herrliche Rundumsicht vom Gipfelkreuz aus geniessen zu können.

Während die Jecken in den Karnevalshochburgen beim Straßenkarneval nochmal zur Hochform aufliefen,  taten wir ihnen gleich und bestiegen den höchsten Gipfel im Gebiet der Winnebachseehütte mit dem Breiter Grießkogel (3287m) – eine abwechslungsreiche hochalpine Gletscherskitour. Zur Belohnung gab es 900 Höhenmeter Pulverschneeabfahrt nach nächtlichem Neuschnee und auf der Hütte natürlich leckeren Apfelstrudel und Kaiserschmarrn.

Am dritten Tourentag erreichten uns die Stürme der Kaltfront leider schon früher als gemeldet. Wir hatten uns mit Harscheisen und unzählig vielen Spitzkehren das 400 Hm und 40° steile vereiste Kar unter den Felszacken der „Grünen Tatzen“ bis zum Punkt 3100m hochgearbeitet, mussten dann aber 200 Hm unter dem Gipfel des Hoher Seeblasskogel (3235m) umkehren…

Am Donnerstag ging`s nach einer Abfahrt im Schneetreiben gut durchgepustet nach Hause…wir werden bestimmt auch mal im Sommer vorbeischauen…

Heike Schuster-Hulley & Friedhelm Hulley

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Kategorie: Allgemein, Gruppen, Hochtourengruppe

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