Skifreizeit der Familiengruppe: Klosters-Davos

| 15. März 2020 | Keine Kommentare

Unsere diesjährige Skifreizeit, gerade noch unbeeinträchtigt vom Coronavirus, fand zwar nicht, wie vormals des öfteren, im Engadin statt, aber wir blieben dem Kanton Graubünden treu.

Unser geräumiges Selbstversorgerhaus lag diesmal in Pany, einem abgelegenen und verträumten Dörfchen im Prättigau, fernab des Massentourismus, und trotzdem in erreichbarer Nähe zum prominenten Skigebiet Davos-Klosters.

Parsenn, das größte der fünf im Skipass inbegriffenen Skigebiete, war mit Bus und Bahn am schnellsten zu erreichen und bot auch viel Abwechslung, so dass der allergrößte Teil unserer Gruppe täglich von Klosters-Platz aus mit der Gotschnabahn hochfuhr, die schönen und traumhaften Abfahrten genoss und wenig Motivation zeigte, sich auch in die kleineren, etwas abgelegeneren Skigebiete zu begeben.

Parsenn, das Davos und Klosters verbindet, gilt als Wiege des Skisports in der Schweiz. 1895 verirrten sich auf dem Weissfluhjoch vier englische Touristen und landeten schliesslich in Küblis. Damit war die zwölf Kilometer lange Parsennabfahrt entdeckt und ein Mythos der Alpen geboren.“

(Zitat aus https://www.davos.ch/winter/berge/parsenn/)

In den ersten drei bis vier Tagen besuchten zwei Familien unserer Gruppe die Skischule im Skigebiet Madrisa, von Klosters-Dorf aus erreichbar, und lernten so auch dieses, ebenfalls sehr schöne, Skigebiet kennen. Und zwei der „großen Jungs“ nahmen auch die cirka 15 bis 20 Minuten längere Entfernung zur Jakobshornbahn in Kauf, um dort die (an diesem Tag allerdings leicht vereiste) Piste zu testen.

Auch die Langlaufloipen, Schneeschuhwege und Winterwanderwege der Umgebung wurden getestet, u.a. nach St. Antönien (genauso abgelegen und verträumt wie Pany, ebenfalls auch mit eigenem kleinen Skigebiet mit schwarz-rot-blauen Pisten) oder hinauf zur Tratza-Beitzli (Man erinnere sich an den köstlichen Maronenkuchen und die seltenen Tee-Sorten!) oder, ausgehend von der Schatzalp Davos (Wer denkt da nicht an Thomas Mann – der Zauberberg?) über die Strela-Alpe hinauf zum Strela-Pass (cirka 2.400m hoch), wo man nach dem Aufstieg mit einer traumhaften Panoramaaussicht beispielsweise auf das Jakobshorn und Weissfluh belohnt wird und die Einsamkeit und majestätische Ruhe der verschneiten Berge in vollen Zügen genießen kann.

Nachmittags trudelten wir dann alle zwischen 16.00 Uhr und 17.00 Uhr wieder in unserem gemütlichen Häuschen zum üblichen Nachmittagskaffee mit Kuchen und Keksen ein. Bei den Mädels lief dann schon der Wettlauf um die heißbegehrten Duschen im „Damenbad“ an, welches sich voller Kulturbeutel (stehend oder hängend), Schminktäschchen, Haarspangen und unendlich vielen Shampoos darstellte. Im „Männerbad“ ging’s etwas ruhiger und weniger vollgestopft zu.

Sehr begehrt war auch der exklusive Besuch im nahegelegenen kleinen privaten Hallenbad, zu dem wir einen eigenen Schlüssel hatten und das wir zu einem erschwinglichen Preis nutzen durften.

Ein weiteres Highlight war die kostenlose Teilnahme am ortsüblichen „Familien-Schlittel-Plausch“, immer dienstags ab 17.00 Uhr, auf der dafür gesperrten Skipiste von Pany. Und so ging es dann an diesem Tag für einige von uns, teils zu zweit auf dem Schlitten, teils allein, mit viel Spaß und Tempo vor dem Abendessen die Piste runter.

Dank einer Tischtennisplatte und zwei Kickertischen im Keller unseres Ferienheims nahm das „Austoben“ auch nach dem Skifahren kein Ende, vor und nach dem Abendessen wurde eifrig und mit viel Einsatz gespielt Jan, seit Jahren Michaels Nachfolger im Ausrichten des „Großen Kickerturniers“, ein Herzstück jeder Skifreizeit, führte dieses wieder mit viel Engagement durch.

Beim Auslosen der einzelnen Teams konnte man Jakobs Herzklopfen nahezu „sehen“, als er erfuhr, dass er mit dem großen, starken und deutlich älteren Jonathan (noch größer und älter als Benni) ein Team bilden würde. Und als die beiden dann tatsächlich am letzten Abend im Endspiel nach heftigen Kämpfen gewannen und als Sieger des Turniers hervorgingen, da kannte Jakobs Strahlen bei der Preisverleihung kein Ende mehr.

So war auch in diesem Jahr die Skifreizeit mit insgesamt neun Familien und 36 Personen unterschiedlicher Altersstufen wieder ein sehr schönes Sport- und Gruppenereignis für alle, und wir schauen bereits mit Hoffnung und Vorfreude auf das nächste Jahr…

Text: Andrea Hoppen

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Kategorie: Aktuell, Allgemein, Familiengruppe

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