Reisebericht über die Fahrt zur Krinner-Kofler-Hütte

| 4. November 2015 | Keine Kommentare

Am 21.8.15 machte sich unsere Gruppe für zehn Tage auf in das Karwendelgebirge zur Krinner-Kofler-Hütte (1407 m).

Nach einer sechsstündigen Fahrt mit vielen Baustellen und Gummibärchen konnten wir endlich den zweistündigen Aufstieg zur Hütte angehen. Unser Gepäck wurde freundlicher Weise von Max Schmidt und Rolf Graich hinauf gefahren. Der Tag wurde schließlich mit einem fünf Kilo schweren Erbseneintopf belohnt. Anders als wir uns informiert hatten, gab es weder Duschen noch Handyempfang.

Der erste Tag sollte mit einer leichten Wanderung beginnen. Diese wurde jedoch statt geplanten vier Stunden neun Stunden lang und führte uns durch gewaltige Geröllfelder über die Soiernspitze (2257 m) und die Gumpenkarspitze (2050 m), die wir über die Jägersruh erreichten.

Am nächsten Morgen stiegen wir ins Tal ab. Von dort sind wir mit der Karwendelbahn zum Mittenwalder Klettersteig hinaufgefahren (Einstieg: 2373 m), in den wir, nach Anlegen des Gurtes und der Klettersteigausrüstung, direkt einstiegen und der an einigen luftigen Stellen für Nervenkitzel sorgte. Der Steig hielt uns gut fünf Stunden in Atem. Über die Brunnsteinhütte (1523 m) stiegen wir schließlich wieder in das Tal ab. Die geplante Route war damit beendet, doch es folgte natürlich noch der lange Aufstieg zur Hütte. So waren wir an diesem Tag etwa 11 Stunden unterwegs!

Nachdem uns allen die Füße und Knie schmerzten, legten wir einen Ruhetag im Erlebnisbad Mittenwald ein. Nach der lang ersehnten Dusche „freuten“ wir uns auch schon wieder auf den Aufstieg zur Hütte!!! Doch die Rettung nahte in Form eines Pferdetransporters, der uns unter einigen verwirrten Blicken bis vor die Haustür transportierte! Manchmal muss man eben ein wenig Glück auf seiner Seite haben.

Aufgrund von unaufhörlichem Regen folgte gleich ein zweiter Ruhetag, den wir mit Spielen und Kartenhäuser bauen verbrachten. Außerdem kochten wir jeden Abend selbst und schlugen uns dann  verdienter Maßen die Bäuche voll!

Daraufhin starteten wir am Tag darauf mit neuer Energie auf die westliche Karwendelspitze (2385 m) und den Heinrich-Noe-Steig. Während wir uns zwischendurch mit Kaiserschmarrn und Spiegeleiern stärkten, jagte Olaf die Wespen! Von der Brunnsteinhütte stiegen wir dann über eine wacklige Hängebrücke im Leitersteig wieder hinab ins Tal. Als wir die Hütte erreichten, traf uns der Schock: unser kleines Matratzenlager mussten wir für die nächste Nacht mit zwei älteren Herren teilen, die uns mit nackten Hintern empfingen!!! Aber auch diese Herausforderung nahmen wir an!

Am folgenden Tag erreichten wir über den Gjad-Steig den Bäralpsattel (1820 m). Von dort sind wir auf allen Vieren, querfeldein die Gras bewachsenen Hänge des Bäralpkopfes (2325 m) hinauf „gekrabbelt“. Dieser ist touristisch nicht besonders angesagt und deshalb kaum begangen. Trotzdem war das der nächste Gipfel in unserer Sammlung.

Die letzte Wanderung führte uns wieder zur Soierngruppe. Nach einem beschwerlichen Aufstieg über die Ochsenalm (1130 m) gingen wir über das Feldernkreuz (2048 m), den Feldernkopf (2071 m), die Reißende Lahnspitze (2209 m) und zum guten Schluss wieder zur Soiernspitze. Dort lockten wir wegen unserem für Insekten betörenden „Duft“ Schwärme von fliegenden „Killerameisen“ an. Nachdem wir schließlich den Abstieg hinter uns hatten, endete der Tag mit einem großen Splitter in einem Po.

Den letzten Tag ließen wir getrennt ausklingen. Während Nicolas und Dennis bereits abreisten, schlugen Nasti und Isabel sich in Mittenwald die Bäuche voll  und Olaf verbrachte den Tag mit seiner Familie im Schwimmbad. Insgesamt haben wir in Mittenwald eine schöne und unterhaltsame Zeit verbracht und haben einige neue Erfahrungen gesammelt. Außerdem haben wir einige nützliche Tipps zum Bergsteigen, über Tourenplanung, Wetter, alpine Gefahren und den Umgang mit der Klettersteigausrüstung erhalten und auch Dennis und Nicolas durften als Jugendleiter unsere Gruppe ab und an führen und die Routen planen. Dies war natürlich, bei allem Spaß den wir hatten, auch der Sinn dieser Bergfahrt!

Ein ganz Großer Dank geht außerdem an die Sektion Mittenwald die unserer Gruppe sogar die Übernachtungskosten geschenkt hat.

Tourenbericht von Isabel Simons und Nasti Böcher

 

 

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Kategorie: Jugend

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