More Pasta Tour (Spaghetti Runde) 2012

| 13. August 2012 | Ein Kommentar

Laut Wettervorhersage war instabiles Wetter im gesamten Alpenbereich gemeldet, somit kam keine ausgearbeitete Alternativroute in Betracht und wir blieben bei unserem ursprünglichen Ziel „Monte Rosa“

Am Morgen des 30.06.2012 pünktlich um 02:15 Uhr ging es für Eva, Karl, Dieter, Jan Phillip, Otto, Martin, Andy und mich mit dem Sektionsbus in Richtung Italien. Gegen 12:00 Uhr erreichten wir Gressoney la Trinte und machten uns nach der Materialaufnahme sogleich auf den Weg zur ersten Unterkunft .
Bei hochsommerlichen Temperaturen ging es 700 Hm stramm bergauf zur Refugio Gabiet (2350m). In dieser privat geführten Hütte ließen wir es uns noch mal richtig gut gehen (leckeres Essen, Duschen etc.) bevor es am nächsten Morgen weiter ging.
Gegen 6:00 Uhr setzten wir uns Richtung Refugio Gniffeti (3647m) in Bewegung. Vorbei an Bachläufen, einigen Restschneefeldern und unter Beobachtung der Steinböcken ging es hinauf zur Mantova Hütte (3455m), bei der die letzten 150 Hm in einer Art Klettersteig erklommen wurden. Nach einer kurzen Rast setzten wir unseren Weg zur Gnifetti fort. Gegen 12:30 Uhr erreichten wir diese bei herrlichem Sonnenschein.
Beim Aufsteigen der Treppe zum Schlafgemach machte sich die Höhe bei Einigen bemerkbar, was sich aber dank der Akklimatisierung stündlich verbesserte.
Die vorher gesagte Kaltfront kam auch pünktlich zum späten Nachmittag mit Gewittern und Schnee. Dieser Niederschlag wurde gegen 23:00 Uhr noch durch die Tränen der Italiener auf der Hütte ergänzt (verlorenes EM Finale live in der Hütte über Notebook).
Um den Montag nicht in der Hütte zu verbringen machten wir uns am Morgen auf den Weg zur Mantova Hütte. Diese hatte witterungsbedingt fast keinen Gast zu verzeichnen. Hier ergriff die Hüttencrew die Gunst der Stunde und ließ durch das Bose Soundsystem Pink Floyd erschallen.
So artete unser Hüttenbesuch in einem herrlichen Frühschoppen aus, den wir erst am späten Nachmittag beendeten um anschließend zurück, durch Schnee und Graupel, zur Gnifetti zu gehen.
Am Dienstagmorgen machten wir uns nach dem Frühstück um 5:20 Uhr auf den Weg zum ersten 4000er Gipfel. Über Schneebrücken, vorbei an Gletscherspalten ging es durch 20cm Neuschnee (dank unseres „Spurmammut Andy“ kein Problem) zur Vincent Pyramide (4215 m). Diese erreichten wir bei herrlichem Sonnenschein um 07:18Uhr. Der Abstieg verlief über das Balmenhorn (4167 m) zurück zur Gnifetti Hütte.
Am nächsten Tag stand der Aufstieg zur Capanna Margherita (4554 m) auf dem Programm. Unsere ursprüngliche Planung (Schwarzhorn, Ludwigshöhe und Parrotspitze beim Abstieg zu besteigen) mussten wir umstellen, da für den Nachmittag wieder Gewitter vorhergesagt wurden und es am Donnerstag noch schlechter werden sollte. Um 5:00 Uhr ging es in Richtung Capanna Margherita. Die Gipfel im Aufstieg: Schwarzhorn-Corno Nero (4322m), Ludwigshöhe (4341m) und Parrotspitze (4432m). Die Signalkuppe mit der darauf stehenden Capanna Margherita erreichten wir gegen 12:00 Uhr. Die letzten 200 Hm noch bei Sturm zurück gelegt, setzte jetzt ein heftiges Gewitter ein, inklusive Blitzeinschlag, der den Generator für kurze Zeit außer Betrieb setzte.

In der Hütte waren wir an diesem Tag nur 10 Personen. So nahm sich der Hüttenwirt die Zeit, uns beim Abendessen persönlich zu bedienen.

Für den nächsten Tag war ab 10:00 Uhr starker Schneefall (bis 30cm) mit Gewitter vorher gesagt. Also machten wir uns um 5:00 Uhr auf zum Abstieg. Da es in der Nacht wieder stark geschneit hatte, musste wieder einmal unser Andy ran. Er spurte uns über einen jungfräulichen Gletscher bis zur Gnifetti. Bei einem wunderschönen Sonnenaufgang und Blick auf das Matterhorn genossen wir den Abstieg (alleine) durch diese tolle Landschaft.
Nach einer kurzen Rast auf der Gnifetti und Gepäckaufnahme stiegen wir nach kurzer Absprache (schlechtes Wetter), zur Refugio Gabiet ab.
Nahezu trocken erreichten wir die Hütte. Hier wurde dann gemeinsam mit Bier und Crappa auf unsere Gipfelerfolge und die gelungene Tour angestoßen. Im Anschluss wurde geduscht, lecker gegessen und kaltes Bier getrunken, um danach müde ins Bett zu fallen.
Am Freitag stiegen wir am Morgen ab ins Tal. Von dort ging es mit dem Sektionsbus zurück in Richtung Heimat, die wir dann auch gegen 21:30 Uhr erreichten.

Fazit: Tolle Hochtourenwoche mit schönen Gipfeln und Riesenspaß innerhalb der Gruppe auf kaum belegten Hütten. So sollte eine gelungene Hochtour aussehen !!!

Dirk Zengerli

Kategorie: Hochtourengruppe

Kommentare (1)

Trackback-URL | Kommentarfeed

  1. Heike sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zu dieser selbständig durchgeführten 4000er Tour bei diesen Bedingungen- habt ihr super gemacht!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.