Lechtaler die Zweite

| 3. Oktober 2021 | Keine Kommentare

Ein Bergweg der Superlative, was landschaftliche Schönheit und bergsteigerische Anforderungen betrifft. Ein Bergweg auf meist schwierigen Steigen

Tag 1
Nach 2020 führte unsere Tour wieder in das wilde und raue Lechtal. landschaftliche Schönheit und bergsteigerische Anforderungen warteten auf uns. Nach 7 Stunden Fahrt erreichten wir (Jutta, Janine, Rolf, Volker Klemens, Ilka und Martina) den Wanderparkplatz in Stockach. Kaum angekommen ging es auch schon los. Nach etlichen Felstunneln, die in die Felswand gesprengt wurden, ging es bei nicht so tollem Wetter aufwärts und wir passierten die sogenannte „Gott sei Dank Kurve“ und erreichten nach 3,5 Stunden die Frederic-Simms Hütte. Hüttenwirt Charly begrüßte uns mit einem Schnäpschen und nach dem Essen gab er noch ein kleines Konzert auf seinem Hackbrett.

Tag 2
Nachdem der Hüttenwirt uns mit dem Hackbrett um 6 Uhr geweckt hatte ging es um 8 Uhr los. In 2,5 Stunden stiegen wir bis zum Lahnzugjöchl steil hinauf. 20 cm Neuschnee, der in der Nacht  gefallen war schreckten uns nicht ab. Auf spurlosem Weg ging es weiter zum Stierlahnzugjoch auf 2595 m Höhe. Seilversichert stiegen wir Felswand ab. Eine nasse Angelegenheit, da das Wasser wie aus Eimern von dem Felsen herunterschoss. Der weitere Weg zur Ansbacher Hütte zog sich in die Länge, aber nach 8,5 Stunden erreichten wir froh und glücklich die Hütte.

Ein wenig Schnee

Tag 3
Bei herrlichem Sonnenschein und einer Wolkendecke unter uns brachen wir auf zum Flarschjoch (2.550 m). Nach dem Joch ging es 1300 Höhenmeter bergab. Ein altes Schneefeld bereitete uns kurzes Kopfzerbrechen aber es ging ohne Probleme weiter.  Die letzten 2 Stunden liefen wir über einen Schotter- und Teerweg der die Füße so richtig qualmen ließ. Ein Linientaxi brachte uns dann zum Steig, der uns zur Memminger Hütte führte. Angekommen, gönnten wir uns wie immer einen Obstler zur Stärkung. Am nächsten Tag wollten wir weiter zum Württemberger Haus. Es wurde uns geraten nicht über die Originalroute zu gehen, dass der Passeierbach durch den Regen der letzten Tage zu einem reisenden Gewässer wurde.

Bestes Wetter über den Wolken
Der Tunnel täuscht. Er ist hinten zu

Tag 4
Nach gutem Frühstück wartete das Oberlahmsjoch (2.505 m) auf uns. Nach dem Erreichen des Joch ging es natürlich wieder abwärts, in Form einer 100m langen seilversicherten Passage. Für mich (Martina) war es die erste Tour dieser Art und habe sie dank meiner Bergfreunde gut gemeistert und sehr viel gelernt.  Auf Blockstein, Schotter und Geröll ging es weiter. Unsere Trittsicherheit wurde an vielen Stellen gefordert so auch auf dem Leiterjöchl in 2516 m Höhe. Nach etlichen Stunden erreichten wir das Württemberger Haus, eine urige Hütte mit leckerem Essen.

Martina im Steig
Die letzte Seilversicherung ist auch gemeistert

Tag 5
Aufbruch wie immer um 8 Uhr. In Begleitung von vielen Steinböcken erreichten wir bald die Bitterscharte in 2525 m Höhe. Nach einer Felsrinne mit Seilversicherung ging es immer wieder rauf und runter bis zum Guffelseejoch in 2.375 m Höhe. Die Zeitangaben zur Hanauer Hütte am Wegesrand ließen uns mehrfach zweifeln, mal 3 Stunden dann wieder 5 Stunde war auf den Schildern am Wegesrand zu lesen. Was sollten wir glauben? Über Schottergelände ging es nun zur Hanauer Hütte, unsere Endstation. Den letzten Abend unserer Tour ließen wir bei Wein und Bier gemütlich ausklingen.

Tag 6
Nach dem Abstieg nahmen wir den Bus der uns wieder nach Stockach brachte. Auf der Heimfahrt war es sehr ruhig, die Anstrengungen der letzten Tage machten sich wohl bei allen bemerkbar.

Alle waren sich aber einig, im nächsten Jahr geht es wieder los!
(Martina R.)

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Kategorie: Allgemein, Ausbildung, Ausbildungsberichte

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