Kletterer halfen bei Sanierung

| 27. August 2005 | Keine Kommentare

Die Sektion Koblenz des Deutschen Alpenvereins leistete ehrenamtlichen Einsatz an der Isenburg – Loses Gestein entfernt.

Nachdem der Zugang zur Burg fast fertig gestellt ist, war es an der Zeit, mit den Planungsarbeiten für die Sanierung des Denkmals zu beginnen. Anfang Juli war es soweit: Der „Freundeskreis der Isenburg“ konnte drei Mitglieder der Sektion Koblenz des Deutschen Alpenvereins (AV) für einen ehreamtlichen Einsatz an der Isenburg gewinnen. Der Förderverein hat sich bekanntlich zum Ziel gesetzt, die Ruine der Nachwelt zu erhalten. ISENBURG. Es ist wahrlich keine einfache Aufgabe, die sich der „Freundeskreis der Isenburg“ zum Ziel gesetzt hat. Umfangreiche administrative Aufgaben waren zu erledigen und etliche Gespräche und Begehungen mit den Denkmalschutzbehörden vor Ort zu führen. Der historische Burgaufgang war vor vielen Jahren in Privatbesitz übergegangen, sodass keine Möglichkeit mehr bestand, auf die Burg zu gelangen.

Neuen Weg angelegt

Aber ein Zugang war die erste Voraussetzung, um überhaupt Sanierungsarbeiten ins Auge zu fassen. So begannen Anfang des Jahres ehrenamtliche Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der AWO in mühsamer Handarbeit damit, eine neue Zuwegung zur Burg anzulegen; einige Sponsoren stellten Arbeitsgerät zur Verfügung. Inzwischen ist der neue Burgaufgang fast fertig und der Oberflächenbelag zu mehr als der Hälfte aufgebracht.

Nachdem der Burgeigentümer, der Fürst zu Wied, Architekt Klaus Georg, Vertreter der Denkmalschutzbehörden und des Vereins endgültig festgelegt hatten, an welchem Gebäudeteil mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden solle, galt es das lose Gestein auf der Mauerkrone des Gebäudes zu entfernen. Zunächst war guter Rat teuer, wie diese schwierige Aufgabe angegangen werden sollte. Schließlich bot es sich an, Mitglieder des Alpenvereins zu kontaktieren, um das Problem zu lösen.

Mehrere Versuche nötig

Friedhelm Hulley erklärte sich schließlich nach einem Besichtigungsbesuch bereit, mit zwei weiteren Kollegen vom AV Koblenz die Sache anzugehen. So rückten neben Hulley Joachim Jakobi und Thomas Brog mit Kletterausrüstung und Seilen bewaffnet an. Zunächst stellte es sich als schwierig heraus, ein Sicherungsseil auf den Gebäudeteil zu bringen; doch nach mehreren erfolglosen Versuchen waren die Bemühungen von Erfolg gekrönt. Thomas Brog war auserkoren worden, den schwierigen Aufstieg anzugehen; für ihn kein Problem. Bereits nach wenigen Minuten des Aufstiegs begann Brog damit das lose Gestein zu entfernen. Nach gut einer Stunde Arbeit in Schwindel erregender Höhe war die Aufgabe gelöst. Friedhelm Hulley bemerkte: „Wir helfen bei solchen Projekten gerne; schließlich haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, für ehrenamtliche Tätigkeiten zur Verfügung zu stehen“.

Anschließen feierten die „Alpinisten“ mit Mitgliedern des Freundeskreises und Awo-Vertretern bei gegrillten Steaks und gekühlten Getränken die erfolgreiche Arbeit am Baudenkmal.

Eugen Wasser

Kategorie: Sektionsnachrichten

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