Hochtourenwoche im Berner Oberland 27.7.-6.8.2002

| 10. August 2002

Tagebuch einer Woche im Berner Oberland

27.7.2002

Abfahrt in Nochern mit Wolfgang um 3:00 Uhr, Ankunft in Fiesch um 11:30 Uhr.

Mitfahrer: Torsten und Manfred. Stau auf der Gotthardstrecke, 1,5 Stunden verloren. Kleiner Rempler durch einen an einer Kehre wegen eines entgegenkommenen Busses zurücksetzenden Pkw und Bremsprobleme auf der Talfahrt der Furkapassstrecke. Treffen mit Norbert, Wolle, Timo und Theo. Auffahrt mit der Seilbahn zur Mittelstation Eggishorn um 12:15 Uhr, Ankunft in der Konkordiahütte (2.850 m) um 18:00 Uhr. Sehr anstrengend, einige Pausen.
28.7.2002

Über Ewigschneefeld zur Mönchjochhütte (3.657 m) und Abstieg zur Konkordiahütte, da Hinter Fiescherhorn heute für uns nicht machbar. Torsten hat Höhenprobleme. Aufstieg war sehr beschwerlich, Sulzschnee. Treppe zur Konkordiahütte hat 407 Stufen.

29.7.2002

Mit Norbert und Theo über Grünegghorn (3.360 m) zum Gross-Grünhorn (4.043 m). Die anderen machen einen Ruhetag. Abmarsch 4:30 Uhr, Gipfel 11:15 Uhr, Rückkehr 19:15 Uhr. Im Abstieg mehrmals wegen Spalten wieder umkehren und aufsteigen müssen. Nobbi hat immer gespurt. Die Getränke gingen aus. Schnee geschmolzen und Gletscherwasser aufgenommen. Mit Schnee unter der Mütze den Kopf in der sengenden Hitze gekühlt. Für 3xHP 168 Fr. bezahlt.

30.7.2002

Aufstieg zur Mönchjochhütte, ab 6:50 Uhr, an 11:30 Uhr. Torsten ist am Jungfraujoch mit Tränen in den Augen ausgestiegen und mit der Bahn zurückgefahren.

Sonnen, trinken, packen für Jungfraubesteigung am nächsten Tag, später für Mönch entschieden. 9 Personen im Lager für 7!

31.7.2002

Abmarsch zum Mönch ca. 5:00 Uhr, Gipfel bei besten Bedingungen kurz vor 8:00 Uhr, Rückkehr ca. 10:30 Uhr. Schöne kombinierte Tour. Wolfgang hat sich kurz nach dem Einstieg wegen eines mehrmals losen Steigeisens verabschiedet und ist zur Hütte zurück. 56,– Fr. bezahlt, Abstieg zur Konkordiahütte.

1.8.2002

56,– Fr. Konkordiahütte, Abstieg nach Fiesch, Wolfgang und Timo verabschieden sich, Norbert, Wolle, Theo, Manfred und ich fahren weiter nach Chamonix. 3 Personen Gite le Vagabond, 2 Personen Hotel „Vaseline“

2.8.2002

Im Vagabond für Übernachtung 12,50 Euro bezahlt, Frühstück aus dem Supermarkt (Milch, Brot, Schinken), Prarion-Seilbahn, MB-Zahnradbahn bis 2.372 m, Aufstieg zur Gouter-Hütte (3800 m) von 10:30 Uhr bis 14:30 Uhr mit ½ St. Pause. Ich war platt. Nach Suppe, Müsliriegel und Wasser um 16:00 Uhr Puls 80-85 wie die andern, also alles bestens. Prima Wetter, viel Wind.

3.8.2002

1:45 Uhr aufgestanden, schlechtes Wetter, wieder hingelegt. Gegammelt.

4.8.2002

1:45 Uhr Wecker, Gewitter, Sturm, Schnee. Besserung erwartet. 8:00 Uhr losgegangen, etwas aufgeklart, dann wieder verschlechtert. Sehr starker Wind, keine Sicht. Bei 4.200 m abgebrochen und um 12:00 Uhr zurück. Mehrere Seilschaften haben sich Nobbis Orientierungskunst angeschlossen.

5.8.2002

1:45 Uhr Wecker, Gipfelwetter (sternenklarer Himmel, erträglicher Wind), 3:15 Uhr Abmarsch mit Stirnlampen, 5:00 Uhr Dòme du Gouter (siehe Bild rechts) , 7:45 Uhr Gipfel des Mont Blanc (Bild links unten), 10:45 Uhr zurück. Im Aufstieg am Bossesgrat Sonnenaufgang. Arktische Kälte und Wind. Sicht bis zum Matterhorn (und weiter).

Gouterhütte 3x 32,– Euro für HP.

Von Hardcore Hüttenbesatzung verabschiedet und Abstieg im verschneiten Fels mit Steigeisen. Viel Gegenverkehr, langsame Seilschaften überholt. Stau vor der Steinschlagrinne. Übernachtung im Hotel „Vaseline“ 25,– Euro.

6.8.2002

Rückfahrt, um 18:00 Uhr bei Bärbel angekommen. Ich habe noch einen 10-Euro-Schein und einige Münzen.

Kategorie: Hochtourengruppe

Kommentare sind geschlossen.