Grundkurs Kettersteige 23.-26.Mai 2019 „Höhenglückssteig“ im Frankenjura

| 16. Juli 2019 | Keine Kommentare

Die ganze Gruppe ohne Paul vor dem praktischen Teil

Unterschiedliche Charaktere mit völlig unterschiedlichen Erfahrungen und Voraussetzungen hatten sich vorgenommen mit Elke und Paul vom 24. bis 26.05.2019 die Klettersteige „Höhenglücksteig“ und „Norissteig“ des Frankenjura zu erkunden.

Sinnvoll (und zu empfehlen) wurden vorab Fahrgemeinschaften gebildet und so konnte die Fahrt, lang erwartet, losgehen. Schnell kam gute Laune und viel Vorfreunde bei vorausgesagtem herrlichen Wetter auf – unser Abenteuer konnte beginnen.

Mit Kindern gesichert im Steig

Bis auf die selbstfahrenden Individualisten, wurde bereits bei der gemeinsamen Bushinfahrt fleißig mit Reepschnüren und Seilen geknotet -Knotenkunde-. Um die Unterkunft hatten sich Paul und Elke gekümmert und so konnten wir im Erlebniscenter Jura-Alpin / Hirschbach in  Mehrbettzimmern mit guter Verpflegung das Wochenende verbringen. Nach dem Abendbrot konnten wir die notwendige Theorie locker und informativ abschließen.

Ganz schön mutig und luftig.

Samstags nach dem Frühstück wurde die Klettersteigausrüstung von jedem Teilnehmer empfangen und im Anschluss auf Vollständigkeit und korrekten Sitz überprüft. Zu Fuß ging es über den Zustieg zum Höhenglücksteig Teil 1 bis Teil 3. Vorab zum warm werden sollten wir den Via Ferrata Piccoli (Bambiniklettersteig), der zwar in niedriger Höhe verlief, jedoch eine Vielzahl von unterschiedlichen Varianten wie Ketten- und Seilbrücken, Leitern und Eisenstifte eines Klettersteiges zu bieten hatte, kennenlernen. Nach erfolgreichem durchlaufen dieser Passage hat Paul dann, auf seine mir unvergleichbare Weise immer mit einem Lächeln und herzlichen Lachen, der Gruppe auf den Zahn gefühlt. Womit die Gruppe es an diesem Wochenende zu tun bekommen sollte, konnte uns der „Knackige Herzog“, ein Kamin der Kategorie E aufzeigen und abverlangen. Nach erster Anstrengung und kurzem durchschnaufen ging die Tour in niedrigeren Kategorie bis zum Ende des Teil 1 für alle bei guter Laune weiter. Durch die Feuertaufe des Teil 1 eingenordet, konnte der Teil 2 mit einem sehr schönen Abstieg durch die „Frankenkammer“, auch Mauseloch genannt, von allen problemlos durchlaufen werden. Der Teil 3 hatte es dann mit viel Trittsicherheit, Kraft und Ausdauer nochmal in sich. Wer hier an seinen Fähigkeiten zweifelt, kann diesen Teil, wie viele andere Teile des Klettersteiges im Teil 1 bis Teil 3, am Fuß der Felsen auf einem Waldweg umgehen. Die die sich durch den Teil 3 gebissen hatten, konnten Abends ihre Schuhe im stehen ohne sich zu bücken aufschnüren und ausziehen. Müde, zufrieden und überglücklich als Teil der Gruppe im Klettersteig unterwegs gewesen zu sein, konnten wir abends die geleerten Speicher bei einer fränkischen Spezialität, dem Schäufele und einem Bier wieder auffüllen.

Die Schlüsselstelle auf dem Weg zum Gipfel

Gut ausgeschlafen und gestärkt wollten wir Sonntags noch eine Abseilübung durchführen. Nach anfänglichen Bedenken einiger in der Gruppe konnten auch die mit Höhenangst und Unterstützung der Gruppe die Übung erfolgreich abschließen.

Am Ende sollte noch das Gipfelkreuz „Mittelbergwand“ des Norissteig erklommen werden und so machten wir uns auf den Weg zum Einstieg der Kategorie B/C. Hier stellte sich heraus, dass die jungen Teilnehmer der Gruppe schnell oben waren, der Älteste der Gruppe (Paul) jedoch um einem Teilnehmer in der Gruppe im Steig zu helfen, an allen andern förmlich „vorbeifliegen“ konnte, Respekt! Das Gipfelkreuz konnten alle erreichen und nach einem „Berg heil“ durften alle stolz auf sich, das Geleistete und die Gruppe sein.

…geschafft

Nach anstrengenden aber dennoch sehr schönen drei Tagen darf ich sicherlich im Namen der Gruppe Elke und Paul vielen lieben Dank aussprechen und der Sektion des DAV Koblenz für die Rahmenbedingungen danken.

Stephan Schopp, im Steig und Autor diese Artikels

Kategorie: Aktuell, Allgemein, Ausbildung, Neues aus der Ausbildung

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