Fünftägige Hüttentour Sellrain

| 1. September 2019 | Keine Kommentare

Guido, bekannt für die Organisation von Hüttentouren, hat in diesem Sommer seine 5. Tour durch die Alpen angeboten, diesmal die hochalpine Sellrainrunde mit Ötztalschlaufe. Sechs Kinder und Jugendliche im Alter von 11, 12, 13, 15, 16 und 17 (fast 18) Jahren und sieben Erwachsene nahmen daran teil.

Ein Teil von uns war bereits sonntags in Praxmar angereist, und stieg dann von dort montags zum Westfalenhaus (2273) auf, um in dieser frisch renovierten Hütte schon das „Lager-Leben“ zu erspüren. Der andere Teil fand sich montags abends erst im urig-gemütlichen und geheimnisvoll-klösterlich anmutenden Alpengasthof Lüsens ein, um sich dann dienstags morgens in aller Frühe ebenfalls zum Westfalenhaus zu begeben und von dort gemeinsam mit den anderen über das Winnebachjoch (2870m) zur Winnebachseehütte (2360m) im Ötztal zu wandern.

Am nächsten Tag erfolgte der Aufstieg zum Zwieselbachjoch (2870m), gefolgt von einem langen Abstieg zur Schweinfurter Hütte (2027m), auf welchem Clara und Marvin eine Begegnung der besonderen Art mit weidenden Kühen erfuhren, und Guido, Philipp, Benni und Lasse ein besonderes Interesse zu einer auf dem Weg liegenden Alm entwickelten (Insider wissen, warum…).

Donnerstags stieg der größte Teil der Gruppe zum Zwieselbacher Rosskogel (3081m) auf, da v.a. die „Jugend“ darauf brannte, einen Dreitausender zu überqueren, während ein kleinerer Teil der Gruppe den eigentlich vorgesehenen Weg über das Gleirschjöchl (2751m) nahm. Bei strömendem Regen im Abstieg lande

ten dann alle glücklich wieder am frühen Nachmittag in der Pforzheimer Hütte (2308m), unserer letzten Hütte, deren Trockenraum, wohlige Wärme und gut duftende Küche alle sofort schätzten. Freitags erfolgte bei sehr wechselhaftem, oft regnerischem Wetter der Abstieg nach St. Sigmund, wo sich nach diesen tollen Tagen unsere Wege wieder in verschiedene Himmelsrichtungen trennten.

Die Wanderungen von Hütte zu Hütte waren – wie immer – ein besonderes Erlebnis für alle Teilnehmer: Spaß, Vergnügen, Anstrengung, mehrere hundert Höhenmeter Auf- und Abstieg täglich, regelmäßiges Queren von Altschneefeldern, Überspringen von Felsblöcken, kleine Klettereien, Gipfelkreuze, ernsthafte und lustige Gespräche, Sportübungen im Schnee sowie hohe Motivation bei den Kindern, die alle über sehr viel Energie und Leistungsfähigkeit verfügten.

Und auch für eine andere Mutter und mich, die wir die Hütten jeweils vom Tal aus erstiegen, hierbei auch immer etliche hundert Höhenmeter rauf und runter, aber auf weniger unwegsamem Gelände, war es ein sehr schönes Erlebnis mit Bergwandern und Panoramaaussicht.

Die Abende in der Hütte waren neben den hervorragenden Mahlzeiten ausgefüllt mit geselligem Miteinander und Kartenspielen. Fernseher, smart phone, play station –> alles kein Thema, stattdessen große Matratzenlager, Rucksack-Klamotten und frühmorgendlicher Kaffee, für Kinder der heutigen Zeit eine sehr wertvolle Erfahrung.

Text und Bilder: Andrea Hoppen

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Kategorie: Allgemein, Familiengruppe

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