Familienausflug auf dem Lahnradweg

| 30. Juli 2021 | Keine Kommentare

Glücklicherweise durften die Campingplätze pünktlich zu unserem Rad-Wochenende wieder regulär öffnen. So konnten wir am 18. Juni mit vier Familien zu unserer Radtour an der Lahn aufbrechen. Die Freude war bei allen groß. Endlich kann wieder eine gemeinsame Outdoor-Aktivität stattfinden!

Die jüngste Teilnehmerin (1 Jahr) fuhr entspannt im Anhänger mit. Die anderen Kinder im Alter von 4-11 Jahre traten kräftig selbst in die Pedale. Los ging es am Nachmittag in Koblenz. Bei sommerlichen Temperaturen von über 30°C radelten wir immer am Rhein entlang nach Lahnstein. Hier gab es auf dem Spielplatz an der Lahnmündung die erste wohlverdiente Pause – schließlich lag schon mal ein sehr sonniges und anstrengendes Teilstück hinter uns. Beim Schaukeln, Rutschen und Snacks austauschen war das Eis zwischen den Kids schnell gebrochen.

Erste Etappe

Der Lahnradweg bis Fachbach, unserer ersten Übernachtungsstation, war angenehm schattig. Die Jüngsten legten ein gutes Tempo vor und so kamen wir sogar in den Genuss von Fahrtwind. Es waren nur vereinzelt andere Radfahrer unterwegs und wir hatten den Radweg meist für uns allein.

Vorbei an Seerosen, Enten und Schleusen gelangten wir am frühen Abend zum „Beachclub“ Campingplatz in Fachbach. Schnell wurden die Zelte aufgebaut. Dann wurde die Zeit bis zum Abendessen genutzt, um in die Lahn zu springen. Eine geniale Abkühlung für alle fleißigen Radfahrer! Ein besonderes Highlight für die größeren Kids: Ein an einem Baum befestigtes Seil konnte für Tarzan ähnliche Sprünge in den Fluss benutzt werden…

Beim Abendessen im Restaurant kam Strandfeeling auf, denn unsere Tische standen praktischerweise direkt auf einer großen Sandfläche. Sandburgen bauen und Fangen spielen verkürzten die Wartezeit auf kühle Getränke, Pommes, Hamburger und Co. Die Kinder (!) drängten schließlich gegen 22:30 Uhr darauf, dass doch mal Schlafenszeit sei und die Erwachsenen genug gequatscht hätten. Hier war zum einen Müdigkeit im Spiel – aber vor allem auch die Vorfreude auf die Nacht im Zelt. Diese wurde für die meisten Erwachsenen etwas unruhig; wer hätte gedacht, dass es so laut quakende Frösche in der Lahn gibt!

Zweite Etappe mit einer weiteren Familie

Am Samstagmorgen komplettierte uns nach dem Frühstück und Zeltabbau  eine fünfte Familie. Als stattliche Gruppe machten wir uns also wieder auf den Weg und erreichten schnell den Kurort Bad Ems – der bei den weiterhin heißen Temperaturen und mit seinen Brücken, Springbrunnen und Parkanlagen ein fast mediterranes Flair verbreitete. Der Radweg schlängelte sich nun eine ganze Weile in unmittelbarer Nähe zur Lahn entlang, später dann durch Wiesen und Felder, parallel zur Bahnlinie. Schattige Abschnitte nutzten wir prompt für Trink- und Essenspausen – insbesondere Gummibärchen wurden zur Stärkung der (Kinder)Truppenmoral regelmäßig verabreicht.

„Macht doch eine Wasserschlacht!“

Das Tagesziel Nassau war bereits gegen 13 Uhr erreicht und wir konnten unseren Platz auf dem Campingplatz beziehen. Nun galt es die Zeit bis zur Öffnung des Freibads totzuschlagen – bei hochsommerlicher Mittagshitze! Dank der zündenden Idee einer erfahrenen Mutter („Macht doch eine Wasserschlacht!“) und einer Runde Eis verging die Zeit dann doch wie im Flug. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir im angrenzenden Freibad. Es wurde ausgiebig geplantscht, geschwommen, gerutscht und vom 3-Meter Brett gesprungen. Manch ein Erwachsener wagte sich sogar aufs 5-Meter Brett.

Gewitter machten die Nacht zum Abenteuer

Die zweite Nacht im Zelt erwies sich als recht abenteuerlich, denn Gewitter und Starkregen zogen über mehrere Stunden über uns hinweg. Aber es blieben (fast) alle trocken und die Kinder bewiesen einmal mehr, dass sie einen unglaublich festen Schlaf haben…

Nach dem Frühstück waren die Zelte auch schon wieder in der Sonne getrocknet und konnten abgebaut werden. Nun teilte sich die Gruppe für den Heimweg auf: ein Teil fuhr wieder mit dem Rad zurück nach Koblenz, ein anderer Teil fuhr mit dem Zug/Auto zurück. Die Kids im Zug hatten viel Spaß daran, Teile der gefahrenen Strecke wiederzuerkennen („Hier gab es Gummibärchen!“). Dank perfekten Timings konnten wir sogar der Radfahrerfraktion aus dem Zug noch einmal zuwinken – ein toller Abschluss eines gelungenen Wochenendes!

Text: Familie Bennewitz

Stichworte: ,

Kategorie: Aktuell, Allgemein, Familiengruppe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.