Durch die Steillagen kraxeln

| 26. April 2003 | Keine Kommentare

Die vorläufige Trassenführung des Uhlensteigs wurde jetzt vorgestellt

UNTERMOSEL. Nix für „Schwindler“: 80 bis 100 Meter hoch über dem Flussbett der Mosel soll sich bald der neue „Uhlensteig“ schlängeln. Klettern und kraxeln in den Terrassenwingerten, von Winningen bis Kobern-Gondorf – ein Traum, der vielleicht schon bis nächstes Jahr wahr wird. Jetzt gab das zuständige Kulturamt Mayen vor Ort einen ersten Überblick über die Arbeiten.
Wer in Winningen mit seiner Kletterwanderung beginnt, wird zunächst durch den Winninger Hamm geführt, durchquert dann den Winninger Uhlen auf mittlerer Höhe, es geht unter der Autobahnbrücke durch, unterhalb „Blums Lay“ bis zum Belltal, durch den Koberner Uhlen und via Niederburg und Matthiaskapelle ins Dorf. So sieht zumindest die derzeit gewünschte Trasse aus.
„Wir haben einige topografische Schwierigkeiten zu überwinden“, erklärte Gerhard Müller vom Kulturamt Mayen. Erste Erkundungsgänge seien bereits durchgeführt worden. „Wir Winzer stehen dem Uhlensteig aber positiv gegenüber“, beruhigte Fred Knebel, Vorsitzender der Jungwinzer und Schröterzunft Winningen.
Die Verantwortlichen wird`s freuen. „Wir sind sehr positiv überrascht vom Verhalten der Winzer“, sagte Gerhard Müller dankbar. Mit jedem Privateigentümer werde ein Vertrag geschlossen und die Genehmigung zum Durchwandern eingeholt.

Wo es die Sicherheit verlangt, sollen Trittleitern und Halteseile angebracht werden. Die technischen Aufgaben wird der Alpenverein Koblenz übernehmen. „Wir rechnen damit, dass insgesamt rund 100 Meter an Leitern gebraucht werden“, so Müller. Einige Trockenmauern müssten saniert werden; ansonsten wolle man die Mauern mit Leitern überqueren und die Wanderer nicht die schmalen Mauertreppen benutzen lassen. „Da wären die Unterhaltskosten zu groß. Die Leitern sind stabiler und dauerhafter.“
„Für uns ist der Uhlensteig von großer touristischer Bedeutung“, betonte Tina Hergenröder von der Tourist-Info der VG Untermosel. „Gerade für junge Leute ist das ein idealer Ausflug.“ Die Verbandsgemeinde werde tatkräftig bei der Vermarktung des Uhlensteigs mithelfen.
Bis zum Sommer sollen die Vorarbeiten sowie die endgültige Trassenführung abgeschlossen sein, kündigte Müller an. Anschließend werde man sich um die nötigen Genehmigungen kümmern und die Finanzierung samt Zuschüssen klären. Wenn alles reibungslos verläuft, könnte der Uhlensteig also zur Saison 2004 in Betrieb genommen werden.

Rhein-Zeitung vom 26.04.2003

Kategorie: Presse

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