Durch die Allgäuer Alpen von der Stillach zum Lech

| 24. September 2019 | Keine Kommentare
Gisela, Uli, Elisabeth, Christian, Burkhard, Wolfram, Volkmar

Am letzten Augustwochenende 2019 trafen sich Burkhard, Christian, Elisabeth, Volkmar und Wolfram am Koblenzer Bahnhof zu einer Bergtour in die Allgäuer Alpen. Pünktlich erreichten wir bei strahlendem Wetter Oberstdorf, fuhren mit dem Taxi weiter zur Talstation der Fellhornbahn und genossen am Gipfel die herrliche Aussicht. Über die Kühgundalpe (Bild 01) wanderten wir zur Fidererpasshütte unserem Tagesziel. Die Hütte liegt sehr idyllisch mit toller Sicht auf die Berge. Hier trafen wir Gisela und Uli und nun waren wir vollzählig. Wir genossen das gute Abendessen und den schönen Sonnenuntergang. Bei strahlendem Sonnenschein gingen wir über den Krumbacher Höhenweg zur Mindelheimer Hütte (Bild 02). Wir kamen am Abzweig zum Klettersteig vorbei und konnten auch Steinböcke am Berghang beobachten. Um die Mittagszeit erreichten wir die Hütte. Nach einer Stärkung gingen Christian und Wolfram zum Geißhorn. Auf dem Gipfel waren die angekündigten ersten Wolken angekommen, sodass von dem schönen Aussichtsberg keine Panoramasicht möglich war. Für den nächsten Tag war starke Bewölkung vorausgesagt, die am Nachmittag in Regen übergeht. Es wurde uns empfohlen durch das Rappenbachtal und auf dem Eselsweg zur Rappenseehütte zu gehen. Im dichten Nebel wanderten wir um 9 Uhr los. Christian und Volkmar blieben noch einen Tag länger und kamen am nächsten Tag nach, da wir auf der Rappenseehütte 2 Übernachtungen gebucht hatten. Die Luft war schon sehr feucht und so machten wir gerne Rast in der im Tal gelegenen “Schwarze Hütte“ bei einer Tasse heißen Kaffee. Auf dem Eselsweg ging es dann steil hinauf und langsam setzte auch leichter Regen ein. Bevor es richtig zu regnen anfing erreichten wir die Hütte. Wir bekamen nach 2 Tagen im Lager ein 7er Zimmer mit Einzelbetten. In der warmen Stube ließen wir es uns gut gehen und schauten dem Regen zu. Wir schliefen herrlich und wachten bei strahlendem Sonnenschein auf. Elisabeth blieb wegen einer leichten Erkältung auf der Hütte zurück und die übrigen starteten zu einer Bergtour auf die umgebenden Gipfel. Zuerst erklommen wir den Hochrappenkopf (Bild 03) und sahen von dort in Richtung Rappenseekopf Steinböcke und Gämsen. Burkhard und Wolfram wanderten dann noch zum Bieberkopf. Dies war eine hochalpine Tour entlang eines Schutthanges. Am Ende musste noch durch eine Scharte auf den Gipfel geklettert werden. Vom Gipfel hatten wir eine tolle Sicht und 2 einheimische Mädel erklärten uns die Berge in der näheren Umgebung (Bild 04). Auf der Hütte war die Sonnenterasse geöffnet und von dort konnte der Blick auf das Bergpanorama bis zum Sonnenuntergang genossen werden bei den alpenländischen Köstlichkeiten. Christian und Volkmar sind über den Schrofenpass zur Hütte gewandert und haben sich auch über die Betten in unserem schönen Zimmer gefreut. Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir am nächsten Tag zur Königsetappe unserer Bergtour den Heilbronner Weg (Bild 05). Wir waren gespannt, ob von dem gemeldeten Steinschlag kurz von dem Abzweig zum “Hohen Licht“ noch was zu sehen war. Christian, der den Heilbronner Weg schon gegangen ist, ging voraus. Der Verlauf des alpinen Steiges war auch anhand der vielen vor uns gestarteten Bergsteiger gut zu erkennen. Der Weg wurde zunehmend steiler und ausgesetzter. Von dem Steinschlag waren nur noch 2 Schilder übrig, die dazu aufforderten den Bereich zügig zu durchqueren. Am Heilbronner Törl (Bild 06) und der Stahlbrücke wurden die Bilder für das Familienbuch gemacht. Das Wetter konnte nicht besser sein (Bild 07). An der ersten Möglichkeit zum Waltenberger Haus abzusteigen  – “Hinteres Bockkar“ – verabschiedeten sich Burkhard, Elisabeth, Gisela und Uli von uns. Christian, Volkmar und Wolfram gingen über den Bockkarkopf weiter und machten hier ausgiebig Rast (Bild 08). Beim “Vorderes Bockkar“ stiegen Christian und Volkmar zu unserer Unterkunft ab. Wolfram nutzte das schöne Wetter, um noch das Mädelegabel zu erklimmen. Der Rucksack wurde am Weg abgelegt und dann ging es über ein Schneefeld zum Einstieg auf den Gipfel, der nach leichter Kletterei erreicht wurde. Von dort hatte man einen schönen Blick auf die Allgäuer Alpen und direkt unterhalb die Trettachspitze (Bild 09). Über die steile Vordere Bockkahrscharte ging es anfangs über schmale Felsenpfade und später über grobes Geröll zum Waltenberger Haus, das 2017 als Holzhaus neu errichtet wurde. Auf der Sonnenterasse nahmen wir gemeinsam unser Abendessen ein. Nach dem Wetterbericht war für die nächsten Tage früh Nebel und Regen am Nachmittag vorausgesagt. Burkhard war auch erkältet und einigen steckte der Heilbronner Weg noch in den Knochen, Daher war wenig Motivation vorhanden zur Kemptner Hütte weiterzuwandern. Bis auf Wolfram stiegen alle ab nach Einödsbach. Nachdem die “Vordere Bockkarscharte“ geschafft war, ging es durch tiefhängende Wolken, aber mit guter Sicht auf einfachen Bergwegen zur Kemptner Hütte. Im geräumten Trockenraum war ausreichend Platz für die feuchte Kleidung. Da es in der Hütte keinen Empfang gab, ging ich noch mal raus zum Telefonieren. Der einsetzende Regen trieb mich wieder in die Hütte, in der ich für den Rest des Tages blieb. Am nächsten Tag ging ich über den Fürschießer Sattel und den Düsseldorfer Weg zur Hermann von Barth Hütte. Der Nebel war teilweise sehr dicht und ließ kein Blick auf das Bergpanorama zu. Auch war wie angekündigt die Landschaft schneebedeckt. Die HvB Hütte hat den Charakter einer urigen Alpenhütte noch erhalten und passend dazu spielte am Abend der Wirt mit dem Akkordeon Bergsteigerlieder zum Mitsingen. Auf dem Weg zum Abstieg ins Lechtal ließ sich die Sonne zwar noch immer nicht blicken, aber zumindest war die Sicht frei auf die Bergwelt um die Hütte. In Elbigenalp am Lech war dann wieder die Zivilisation erreicht, mit dem Bus ging es nach Reutte und von dort mit dem Zug nach Koblenz. Es war eine Bergtour in einer schönen Landschaft gewesen mit Wegen und Gipfeln, die man mal gemacht haben sollte. Dies sehen auch viele andere Bergbegeisterte so, daher waren alle Hütte voll belegt und im Aufenthaltsraum der Hütten war ein unerträglicher Lärmpegel. Zum Glück gibt es noch schöne Gegenden in den Alpen, die weniger überlaufen sind. In allen Hütten war die Versorgung gut, hat es uns gut gefallen, wenn es auch im Lager manchmal etwas eng war.

Wolfram Gebel

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Kategorie: Allgemein, Bergsteigergruppe, Gruppen

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