Bergtour in den Abruzzen

| 11. Mai 2014 | Keine Kommentare

Der Corno Grande im Gran Sasso-Massiv in den Abruzzen

Wer im Sommer in die Abruzzen fährt, hat Gelegenheit, den höchsten Berg des Apennin im mittleren Italien zu besteigen, den Corno Grande im Gran Sasso-Massiv mit 2.912 m in der Nähe der Stadt L’Aquilla. Es ist einer von vielen Bergen über 2.000 m, die im Nationalpark liegen.
Von der Terrasse unseres schönen Agriturismo Maria Donata in Cugnoli konnte ich das Bergmassiv den ganzen Tag ins Auge nehmen. Startpunkt ist die Bergstation der Kabinenbahn, die von Asserghi rd. 1.000 m hoch auf 2.100 m führt. Viel interessanter ist die Anfahrt mit dem Auto über eine imposante Hochebene, den Campo Imperatore. Es ist eine unberührte Landschaft, in der Schafe, Kühe und Pferde freien Auslauf haben. (Bild 1)

Früh losgefahren erreichte ich um 5.30 Uhr den Parkplatz der Bergstation und stellte mein Auto mit Blick Richtung Osten zur aufgehenden Sonne. Vor mir unterhalb lag die Hochebene, die Temperatur lag bei 13º. Leider war die aufgehende Sonne nicht direkt sichtbar. Sie versteckte sich noch hinter einem Berg. Es war hell und ich ging los. Nach rund 200 Höhenmetern kam ich über einen Sattel und kalter Wind wurde mein Begleiter. Da ich von westlicher Seite halb um den Berg laufen musste, lief ich weitgehend im Schatten. Es gibt mehrere Routen zum Gipfel auf der Via normale und einen Aufstieg für erfahrene Kletterer. Je höher ich kam, umso mehr konnte ich die verschiedenen Wege erkennen. Berghütten wurden tief unten sichtbar. Die Steilheit des Weges nimmt zum Gipfel zu. Im obersten Teil musste ich etwas klettern, ohne Seilsicherung. Nach knapp 3 Stunden habe ich mein Ziel erreicht und mich mit Freude im Gipfelbuch mit dem Hinweis auf den DAV Koblenz eingetragen. (Bild 2)

Zwei jüngere Bergsteiger schafften es etwas später in 2,5 Stunden. Ich genieße den weiten Blick in alle Richtungen und beginne dann den Rückweg. Jetzt kamen mir einige Gruppen entgegen. Sie nahmen einen kürzeren und steileren Weg, den ich auf dem Hinweg zum Glück übersehen habe. Der Abstieg in diesem Kar ist deutlich leichter. Zwei Verrückte tragen ihr Mountainbike in Richtung Gipfel. Im Rifugio duca degli Abruzzi (2.388 m) nehme ich noch eine Abschiedssuppe und genieße noch den tollen Ausblick ins weite Hinterland. Es war eine gute Tour. (Bild 3 und Bild 4)

Text und Bilder: Markus Brieler

 

 

 

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Kategorie: Bergsteigergruppe, Gruppen

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