Auf Traumsteigen im Herzen der Mosel

| 11. Mai 2014 | Keine Kommentare

Mit guter Kleidung macht auch Wandern im Regen Spaß

Bei nicht ganz so tollem Wetter gingen am 22.06.2013 Andrea und Werner, Jutta und Peter, Elisabeth, sowie Jakob mit seiner Schwägerin Elke die 4. und teilweise die 5. Etappe des Mosel Camino von Bullay nach Bernkastel. Der Himmel war bewölkt, ab und zu schien die Sonne. Es sah hin und wieder nach Regen aus. Aber die Temperaturen waren ideal zum Wandern. Um 10:00 trafen wir uns am Bahnhof in Bullay, wo wir kostenlos die Autos abstellen konnten. Der Weg führte uns zuerst auf eine Stahlbrücke über die Mosel zur Begegnungsstätte Mariental mit seiner eher schlichten Wallfahrtskirche. Nach einer besinnlichen Pause ging es nach Zell. Hier haben wir uns nicht nehmen lassen, ein Gläschen Weißwein zu genehmigen.

Der Wirt, ein Münsteraner, seit 43 Jahren in Zell ansässig, schaffte es in kurzer Zeit uns einige Episoden über Zell zu berichten. Er könnte glatt ein Buch schreiben. Hinter Zell wartete dann der erste stramme Anstieg auf den Bummkopf. Und so ging es immer weiter der Jakobsmuschel nach. Der Camino geht teilweise auf dem Moselhöhenweg und damit lässt sich die Moselschleife bei Pünderich umgehen. Der Weg führte uns weiter zu einem idyllischen Picknickplatz mit Traumblick auf die Mosel. Ideal für eine Mittagsrast.

Über den Höhenweg mit tollen Ausblicken ging es dann abwärts nach Engkirch, einem schönen ruhigen, alten Winzerörtchen mit alten Fachwerkhäuser, touristisch nicht so überlaufen.
Dann hieß es wieder, rauf auf den Berg in Richtung Starkenburg. Durch den Wald aber auch auf dem Kister Grat waren wir froh, den Höhenort erreicht zu haben. In der alten Dorfkirche war durch ein Unwetter in den letzten Tagen die Tür offen und eine nette Dame erzählte uns Einiges zur Geschichte dieser Kirche. Im Restaurant „Schöner Ausblick“ haben wir pausiert, bevor wir über den Gräfin Loretta Weg nach Trarbach an der Ruine Grebenburg abgestiegen sind.
In Trarbach haben wir dann urig in der 400 Jahren alten Lateinschule übernachtet. Dieses historische Gemäuer neben der evangelischen Kirche wurde 2011 zur Pilgerherberge umgebaut und kann 10 Personen beherbergen. Liebevoll geführt wird die Herberge von Ulricke Böcking, die auch selbst darin wohnt. Ein echter Geheimtip, den Jakob von seiner Pilgerreise auf dem Camino kannte. Tolles Ambiente, vieles noch im ursprünglichen Zustand erhalten, wobei man nicht auf Komfort verzichten muss. Wir wurden fantastisch beköstigt und der hauseigene Weißwein schmeckte auch nicht schlecht.

Geschlafen haben wir dann im Gemeinschaftssaal  mit noch zwei Radtouristinnen. Damit waren die Strapazen schnell vergessen, denn die Stimmung war ausgezeichnet. Immerhin hat die 4.Etappe 25 Kilometer Wegstrecke und 330 Höhenmeter im Auf- und Abstieg nach den Angaben vom Juttas Höhenmesser.

Nach dem Frühstück ging es dann gemächlich am Graacher Schanzen vorbei zuerst bergauf und dann runter nach Bernkastel. Im historischen Ortskern haben wir erst den berühmten Weißwein als Tourabschluss genossen, bevor wir uns dann mit einem Sammeltaxi zum Bahnhof fahren ließen. Mit dem Schienenersatzverkehr kamen wir nachmittags wieder in Bullay an wo wir uns dann verabschiedet haben.

Text: Jakob und Werner

Stichworte:

Kategorie: Bergsteigergruppe, Gruppen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.