Alpiner Aufstieg zum Collisturm hoch über Zell hatte jetzt Premiere

| 2. Oktober 2008 | Keine Kommentare

Wenn der Gipfelsturm zum Volksfest wird: Hunderte testeten den atemberaubenden Steilpfad – Heimat- und Verkehrsverein ist maßgeblich für die Realisierung verantwortlich

ZELL. 1250 Meter lang ist der neue Steilpfad zwischen dem Zeller Petersborn und dem Collisturm, dem Wahrzeichen der Stadt. Der Aussichtspunkt liegt 280 Meter hoch, entsprechend muss geklettert und gekraxelt werden. Über 30 Tritteisen, entlang 40 Metern Stahlseil und über eine steile Leiter geht es bergauf.

Für Herbert Saxler und Heinz-Willi Nickels vom Heimat- und Verkehrsverein ist das ein besonderes Ereignis. Ihrer Initiative ist die steile Attraktion von Zell zu verdanken. Gemeinsam mit ihrem Verein haben die beiden Vorstandsmitglieder nicht nur in 500 Arbeitsstunden das verwachsene Gelände entbuscht, sondern auch das ganze Projekt finanziert. Die Stadt hat leere Kassen, also investierte der Verein 10 000 Euro – unterstützt mit Spenden von Zeller Bürgern und Betrieben. Udo Schmidt und Kurt Müller vom Alpenverein, Sektion Koblenz, kümmerten sich um den alpinen Teil entlang der Schieferfelswand.

So kam auch Karl Krames aus Zell sicher ans Ziel, mit 87 Jahren wohl der älteste Kletterer bei der Premiere am Wochenende. „Als Geologe war ich früher viel im Atlasgebirge in Afrika unterwegs“, sagte er. „Deshalb war das hier für mich nicht schwer.“ Für alle Fälle ist der neue Steilpfad aber ins Wegenetz der Stadt Zell und damit in die Gemeinde-Unfallversicherung aufgenommen.

Zu Kräften kamen die Mosel-Alpinisten unterwegs an Einkehrstationen. Deftiges gab“s bei der Feuerwehr am Wingertsweg, kulinarische Köstlichkeiten im rekultivierten „Schneckenhaus“ von Petra Kessler-Hagenau und Zünftiges beim Heimat- und Verkehrsverein im und am Collisturm.    Birgit Pielen

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 02.10.2008, Seite 21.

Kategorie: Presse

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