Allround-Kletterer mit Blick für sehr gute Bilder

| 1. April 2014 | Keine Kommentare

Interview Heinz Zak spricht über seine beiden Leidenschaften – Morgen hält er Diavortrag über das Karwendel

Koblenz. Der Tiroler Heinz Zak ist ein hervorragender Allround-Alpinist. Er brachte zudem das Sportklettern von Amerika nach Österreich und gilt in Europa als Slackline-Pionier. Im Gespräch mit unserer Zeitung spricht der 56-Jährige, der auf Einladung der Koblenzer Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) zum Vortrag in die Rhein-Mosel-Stadt kommt, über seine beiden Leidenschaften, die er zum Beruf gemacht hat.

Wann haben Sie mit dem Klettern begonnen?

Mit 15 Jahren. Sehr entscheidend für mein weiteres Leben war aber auch meine Großmutter, von der ich neben meinem ersten Kletterseil außerdem meine erste Kamera bekommen habe. Mir war damals natürlich nicht klar, dass das Klettern und Fotografieren meine Vita bestimmen würden.

Wie und wann sind Sie mit dem Fotografieren geschäftlich eingestiegen?

1979 bin ich aus Amerika zurückgekommen. Ich sollte gute Bilder machen. Mit dem Alpenverein habe ich einen Vertrag abgeschlossen. Bei meinem ersten Diavortrag waren rund 600 Leute anwesend. Die Qualität meiner Fotos und mein Vortragsstil kamen sehr gut an, und so habe ich Klettern und Fotografieren zu meinem Beruf machen können.

Sie benutzen hochprofessionelles Fotoequipment, das immer schwerer wird. Belastet das zusätzliche Gewicht einer solchen Ausrüstung nicht beim Klettern?

Nein.

Ist bei den vielen Touren nicht öfters Material kaputt gegangen?

Nein, ich achte sehr auf meine Ausrüstung. Gestohlen wurde mir aber die ein oder andere Kamera schon.

Erleichtert Ihnen die Digitaltechnik, deren Entwicklung zudem rasant fortschreitet, die Arbeit, und hat sie Ihre Art zu fotografieren verändert?

Sicher gibt es Erleichterungen, die Möglichkeiten erweitern sich. Doch eine kreative Motivklingel, die gibt es nicht, und die brauche ich auch nicht. Ich weiß stets, was ich mache, arbeite viel und bewusst mit Blende und Zeit. Das Histogramm nutze ich als kleine Kontrolle.

In Koblenz zeigen Sie Bilder aus Ihrer Heimat, die auch in Ihrem neuesten Bildband zu sehen sind. Was erwartet die Besucher der Multivisionsshow „Karwendel – Abenteuer im Herz der Alpen“?

Vielfältigste Berglandschaften, die nicht jeder vom Karwendel erwartet. Ich kenne das Gebiet sehr gut. Es gibt dort einmalige Sachen zu erleben, vor meiner Haustür. Ich lebe ja in Scharnitz. Das Spektrum ist groß. Ich stelle Wanderungen, Klettersteige und auch Touren auf höchstem Niveau vor. Das Karwendel von innen ist auch mein Thema mit Einblicken in die Bergwerke. Die Perspektive aus der Luft kommt ebenfalls nicht zu kurz mit spektakulären Aufnahmen aus dem Ballon oder aus dem Flugzeug. Auch Übernachtungen auf dem Berg fehlen nicht. Da habe ich verschiedene, fantastische Stimmungen festgehalten, frühmorgens wie spät abends.

Das Gespräch führte Michael Schaust

Der Vortrag beginnt morgen, Mittwoch, 2. April, 19.30 Uhr im Haus Horchheimer Höhe, Von-Galen-Straße 1–5. Karten: 8 Euro für DAV-Mitglieder, 10 Euro für Nichtmitglieder, 4 Euro für Jugendliche. Vorverkauf: DAV-Geschäftsstelle, Tel. 0261/794 52, Biwakschachtel (Löhrstraße), Intersport Krumholz Mülheim-Kärlich und Kanditurm Andernach. Weitere Infos unter www.dav-koblenz.de

 

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Kategorie: Aktuell, Presse

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