Zugspitzüberschreitung – Was lange währt wird endlich gut

| 17. Oktober 2018 | Keine Kommentare

Mittwochs morgens fuhren Vanessa und ich in aller Frühe nach Garmisch-Patenkirchen mit dem Ziel, endlich die Zugspitze via Höllentalklettersteig zu machen. Wer die Berichte der JuMa verfolgt, der weiß, dass wir dieses Ziel letztes Jahr aufgrund des Schnees leider nicht erreicht hatten; darum sollte es dieses Mal klappen!

Ab dem Parkplatz wählten wir den Zustieg zur Hütte über den Stangensteig, die Höllentalklamm kannten wir ja schon. Hier erhaschten wir auch schon die ersten Blicke auf den fast aperen Gletscher. Wie würde wohl die Randkluft aussehen? Und würden wir ab der Randkluft überhaupt wieder in den Klettersteig einsteigen können? Die Berichte und Bilder der vorherigen Tage auf den DAV-Seiten sahen jedenfalls immer sehr abenteuerlich aus.
An der Hütte angekommen hieß es nur noch essen, packen, ab ins Lager.

Am nächsten Morgen ging es früh los Richtung Klettersteig. Wir passierten die Leiter und das Brett, Schlagworte die man aus allen Beschreibungen und Topos des Klettersteigs kennt, und standen bald am Beginn des Gletschers. Also Eisen an, und ab auf’s Eis. An der Randkluft war dann erstmal warten angesagt, da drei Leute vor uns dort waren. Die Zeit nutzen wir, um zu überlegen wie wir die 20 Meter bis zur ersten Zwischensicherung kommen sollten. Um es kurz zu halten: wir haben es geschafft.

Danach zog sich der Klettersteig etwas, aber irgendwann standen wir dann endlich vor dem berühmten goldenen Gipfelkreuz! Wow, wir hatten es tatsächlich geschafft!
Nach Gipfelschoki und Gipfelbier machten wir uns an den Abstieg zur Knorrhütte. Da haben wir gerade so das Abendessen überlebt ohne mit dem Gesicht in der Suppe zu landen, so müde waren wir.
Freitags ging es dann im Nebel durch das Reintal und die Partnachklamm wieder nach Garmisch-Patenkirchen.

Zugspitzüberschreitung: Check!

Für den Samstag war dann die Sonnenspitze geplant, ein Gipfel im benachbarten Gebirgszug. Vom Campingplatz in Ehrwald aus, ging es über den „hohen Gang“ bis zur Coburger Hütte. Dort angekommen, entschieden wir aber, lieber die Aussicht zu genießen. Vor und hinter der Hütte liegen Seen, und gegenüber thront die Zugspitze, einfach wunderschön. Die Sonnenspitze darf bis zum nächsten Jahr warten. Und was wäre eine JuMa-Fahrt, wenn alle Ziele beim ersten Mal erreicht werden würden?

Michi

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Kategorie: Berichte, Juma

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