Wanderung auf schmalen Eifelpfaden am Ahrdurchbruch

| 21. September 2014 | Keine Kommentare

Am 14. Juni Samstags vormittags trafen sich Ute und Jakob, Elisabeth, Leo bereits am Bahnhof in Kreuzberg, als Volker, Wolfram, Marion, Christiane, Achim, Michael und Barbara mit der Ahrtalbahn ankamen. Nach heftiger Begrüßung mussten erst die Zeichen des Verbindungswegs AV1 gesucht werden, was nicht so einfach war. Die nicht optimale Beschilderung sollte uns im Wegverlauf nochmals einen Streich spielen. Der Ahrsteig geht als blaue Route nur bis Altenahr-Kreuzberg und von dort weiter in 4 Alternativrouten, um hinter Walporzheim dann rot markierter Weg weiterzulaufen.
Vom Bahnhof aus führte uns die am Flusslauf der Ahr entlang in den Ort Kreuzberg. Oberhalb des Ortes befand sich Burg Kreuzberg. Bald darauf erreichten wir die Kapelle von Altenburg. Nachdem wir die Ahr passiert hatten, gelangten wir nach Altenburg selbst. Wir ließen die Ortschaft hinter uns und begaben uns nach einer scharfen Biegung auf einen steilen Waldpfad (Bild 01). Bald erreichten wir das sagenumwobene Teufelsloch, das, wie es schien, vom Teufel persönlich erschaffen wurde. Der Felsdurchbruch, eine geologische Besonderheit, ermöglicht tolle Ausblicke in das Ahrtal (Bild 02).
Weiter ging es steil bergab bis an den Ortsrand von Altenahr. Wir erblickten die mächtige Burgruine Are, die auf einem Felsplateau thront (Bild 03). Wir streiften das bekannte Naturschutzgebiet Langfigtal. Kurz vor Reimerzhoven ging es in mehreren Kehren aufwärts. Der Weg führte über Waldwege und Wiesensteige durch eine wildromantische Felslandschaft auf die Teufelsley die später vom Schrock gut zu überblicken war, spürte auf naturnahen Wegen im Laubwald kleinen Seitentälern nach und streifte im weiteren Verlauf die Rebhänge der Ahr bei Rech und Dernau. Nicht umsonst wird der AV 1 als sehr anspruchsvoll bezeichnet.
Wir jedenfalls nutzten die Zeit für eine Brotzeitpause kurz unterhalb des Gipfels. Wolfram ließ es nicht nehmen, den Gipfel der Teufelslei (Bild 04), ganz zu erklimmen. Wir genossen auch so einen fantastischen Blick auf die Burgruine Saffenburg, eine der ältesten Burganlagen der Region.
Nun führte der Weg tief hinein in den Mayschoßer Wald. Trotzdem waren immer wieder überraschende Ausblicke auf die gegenüberliegenden Höhenzüge und die steilen Weinterrassen möglich.
Ein Abstecher zum Krausbergturm hat sich auf jedem Fall gelohnt. Bei schönem Wetter kann das gesamte untere Ahrtal überblickt werden. Unter Umständen sogar bis zum Kölner Dom. Marion und ich hatten mal kurz die Fahne auf dem Turm gesehen; denn dann wäre der Krausberg bewirtschaftet, war aber leider nicht so.
Vom Krausberg ging es runter nach Dernau zur Steinbergsmühle, wo wir eine Übernachtung hatten. Jutta kam noch zu der Gruppe, nach einer Erfrischungspause ging es zu einer Weinprobe in den Ort (Bild 05) . Hier erfuhr man Interessantes zum Weinanbau und zur Philosophie der Weinerzeugung und konnten das Ergebnis vor Ort probieren. Anschließend gab es in der gutseigenen Strausswirtschaft ein schmackhaftes Abendessen (Bild 06).
An nächsten Morgen (Bild 07) ging es etwas abseits des AV 1, erst mal einen Steig, unterhalb der Katzenlei an der Ahr lang bis an den Ortsrand von Walporzheim. Jutta war nach der Weinprobe nach Hause gefahren und am Morgen wieder mit von der Partie. Von hier aus startet der Ahrsteig mit der roten Markierung. Durch schattige Auenwälder führte der Weg in den Wingsbachtobel am Ahrufer entlang. Nach Überquerung mehrerer kleiner Holzbrücken ging es sanft bergab durch die bezaubernden Weinlagen Ahrweilers. Auf dem Schützenplatz in der Nähe der Maibachfarm wurde erst mal ein Weißbierfrühstück nachgeholt. Die Überlegung, den Weg auf den Krausberg zu nehmen und dort den Frühschoppen zu machen, hatten wir verworfen. Die Junggesellenschützen waren dabei, den Platz für das Bürgervogelschiessen aufzubauen und hatten Erbarmen mit uns Wanderer. Das weithin sichtbare Kloster Calvarienberg wurde im Jahr 1634 erbaut und beherbergt das geistliche Zentrum der Ursulinen.
Weiter ging es durch Weinberge (Bild 08) und Feldfluren zur versteckt im Wald gelegenen Lourdeskapelle. Über schmale Pfade wurde der Aussichtspunkt des Karlsbergs erreicht. Immer wieder traumhafte Blicke nach Ahrweiler und Bad Neuenahr. War der Weg gestern abenteuerlich und das Ahrtal so eng, so sahen wir heute das Gegenteil: ein Tal, dass sich weiter öffnete. Bevor der Waldkletterpark erreicht wurde, streiften wir den, von mächtigen Rotbuchen besetzten, Neuenahrer Wald. Ein Anstieg noch und schon standen wir auf dem Neueuahrer Berg. Auch hier, Aussicht pur (Bild 09). In Serpentienen ging es dann direkt ins Kurzentrum. Im Ort fanden wir eine Eisdiele, wo wir bei Eisbecher satt und Kaffee die Tour ausklingen lassen konnten, denn der Bahnhof war von hier nicht mehr weit. Damit ging eine schöne Zweitagestour auch ihrem Ende entgegen.
Jakob und Wolfram

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kategorie: Allgemein, Bergsteigergruppe

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