Wanderung auf felsigen Bergpfaden im Grenzgebiet zwischen Eifel und Luxemburgischer Schweiz

| 8. Juni 2015 | Keine Kommentare

An Maria Himmelfahrt, 14. Mai, trafen sich um 10 Uhr in Ferschweiler am Eifeler Hof Wolfram, Elisabeth, Volker, Marion, Christiane, Christian Susanne und Angelika Bild 1.
Geplant waren vier Tagestouren am Ferschweiler Plateau auf verschiedenen Felspfaden.

Startpunkt unserer ersten Tagestour war unser Übernachtungs-Gasthof in Ferschweiler. Nach einem kurzen Zuweg über Wald und Wiesen ging es bald auf den Felsenweg Nr. 6. durch Schluchten und Täler. Der Teufel selbst hat dieser Route seinen Stempel aufgedrückt. Zwischen durch, wie auch an allen 4 Wanderungen gab es immer wieder Wanderstopps mit botanischen Ausführungen zu den Pflanzen am Wegesrand von Christian. Eine Wanderrast machten wir in den „Schweineställen“ eine 300 m lange und etwa 30 m breite Schlucht mit schmalen Zugängen Bild 2 . Sehenswert waren aus Felsblöcke gehauene Schweine. Weiter ging es dann vorbei am Felsenweiher, einem im Fels angelegten Teich zur Liborius Kapelle. Von diesem hoch über dem Sauertal gelegenen Ort bot sich ein herrlicher Ausblick auf das romantische Echternach. Seit dem 16. Jahrhundert bewohnten Einsiedlermönche die in Fels gehauene Klause unterhalb der Kapelle, deren Überreste noch zu bestaunen sind. Weiter ging es zum Tal der Prüm, wo der Weg durch tiefe Schluchten und Klüfte führte. Besonders beeindruckend ist die 28 m tiefe und wenige Meter breite Teufelsschlucht Bild 3. Gut gelaunt über den schönen Tag kamen wir an unserer Unterkunft an und ließen den Tag nach einem schmackhaften Abendessen ausklingen.

Auf unserer zweiten Tagestour, Freitag den 15. Mai, sind wir auf dem Felsenweg Nr. 2 gewandert. Nach ausgiebigem Frühstück und kurzer Anfahrt mit den Autos ging es über das Bollendorfer Plateau auf deutscher Seite. Hier waren die moosbedeckten Schluchten beeindruckend, die als „Grüne Hölle“ ausgewiesen sind und der Predigtstuhl Bild 4. Zum Abschluss dieses Weges ging es vorbei an der Tränenlay, einer Kalktuffhöhle mit herabrieselndem Wasser. Durch das tief eingeschnittene Tal der Sauer ging es zu dem Beauforter Plateau auf luxemburgischer Seite. Auf Schritt und Tritt zeigten sich die Felsensteige auch im Luxemburger Sandstein als wahres Eldorado für Felswanderer. Die Felskulissen boten unzählige Szenarien und Färbungen. Auf der Luxemburger Seite nennt man diese Landschaft „Kleine Luxemburgische Schweiz“.
Nach mittäglicher Rast in Beaufort ging es durch den historischen Ortskern von Beaufort am gleichnamigen Schloss vorbei, das sich malerisch in die Landschaft einfügt. Auf der Tour wurde man des öfteren auf eine schmale Felsspalte hingewiesen. Der Durchgang zwischen dem Felsen des Kalekopp ist nur 40 cm breit. Da es keine Umgehung gibt, geht es nur vor oder zurück. Wir sind alle durch diese besondere Passage gut durchgekommen, die auch nach Manuel Andrack, einem bekannten Wanderjournalisten benannt ist Bild 5. Nach 7-stündiger Wanderzeit gab es abends die entsprechende Entlohnung und wir freuten uns, dass Andrea und Werner angekommen waren. In unserer Bleibe war großer Grillabend angesagt. Und die Erwartungen wurden mehr als erfüllt. In geselliger Runde wurden in der urigen Blockhütte Salate, Steaks und auch der ein oder andere Wein aufgetischt.

Am nächsten Morgen war der Felsenweg Nr. 1 zu bewältigen. Nach 5-minütiger Anfahrt zum Wanderparkplatz am Schloss Weilerbach trafen wir noch Jutta und Ella, die problemlos mit den angegebenen GPS-Daten den Treffpunkt gefunden haben. Zuerst ging es vorbei am Schloss Weilerbach durch den schönen barocken Schlosspark Bild 6. Anschließend führte der Weg über die Sauer nach Luxembourg. Weiter ging es in Richtung Berdorf. Ein kurzer Abstecher führte zum Perekop Bild 7 einer engen, ca. 30 m tiefen Spalte, die über Leitern durchstiegen werden kann. Weiter ging es zum Amphitheater und der Hohllay. Durch das romantische Aesbachtal führte der Weg über hölzerne Stege und kleine Brücken vorbei an bizarren Felslandschaften, blütenreiche Wiesen und farnreichen Wäldern. Beeindruckend ist auch die Wolfsschlucht Bild 8, von der aus Aussichtspunkte bestiegen werden können und schöne Aussichten auf die Liborius-Kapelle, Einsiedelei und Echternach bieten. In Echternach haben wir dann eine Mittagspause eingelegt und sind anschließend hoch über dem Sauertal durch die Stubenlay zu unserem Ausgangspunkt unserer Wanderung zurückgekehrt wieder vorbei an hohen Felslandschaften Bild 9 mit allen Teilnehmern. Nach einem Umtrunk in unserer Herberge sind Jutta und Ella wieder nach Hause gefahren.

Am 4. und letzten Tag war eine abgespeckte Version des Felsenwegs Nr. 1 geplant. Ausgangspunkt war der Wanderparkplatz an den Irreler Wasserfällen. Die Route bot Kultur, Natur und eindrucksvolle Ausblicke. Zuerst ging es hoch zum Katzenkopf, einer Anlage des zweiten Weltkrieges. Der Katzenkopf-Bunker vermittelt einen Eindruck über die kriegerischen Geschehnisse am Westwall. Von hier aus blickt man in die zusammentreffenden Täler von Nims und Prüm.
Weiter ging es zur Prümerburg. Der Ursprung der Prümerburg, deren Ruine auf einer Felsbastion einen herrlichen Blick ins Tal gewähren, liegt im Dunkeln der Geschichte. Ende dieses Rundwanderweges waren die bekannten Irreler Wasserfälle. Hier zeigt sich die Urkraft der Natur, wenn auf 140 Metern Länge sich das Wasser der Prüm rauschend zwischen den mächtigen Felsblöcken hindurch kämpft. Die Wanderbrücke über die Prüm eröffnete einen faszinierenden Blick auf dieses Naturschauspiel Bild 10. Und so endete dieser Tag dort, wo er begonnen hatte. Am Parkplatz wurde sich verabschiedet und eine 4-Tagestour ging zu Ende in einer einmaligen Landschaft, die allen unbekannt war und die Erwartungen der Teilnehmer weit übertroffen hat. Diese Landschaft wird zu Recht auch „kleines Elbsandsteingebirge“ genannt.

Text: Christian, Marion und Wolfram; Bilder zusammengestellt: Marion und Wolfram

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Kategorie: Aktuell, Bergsteigergruppe, Gruppen

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