Wandern rund um unsere heimischen Klettergärten

| 4. Juni 2006 | Keine Kommentare

Der vulkanologische Wanderweg „Eine Zeitreise durch die Lavaströme“, im Wanderführer „WanderSPASS“ der „Rhein-Mosel-Eifel Touristik im Landkreis Mayen-Koblenz“ erschienen, bietet eine ideale Möglichkeit sich über die vulkanologischen Ursprüngen des Mayener Gebietes, die Abbaugeschichte in den Basaltsteinbrüchen und über unsere Klettergärten in Kottenheim und Ettringen zu informieren. Der Wanderweg verbindet die vier Vulkanparkstationen „Ettringer Lay“, „Beller Berg“, den „Büden“ und das „Winfeld“. Er bietet herrliche Ausblicke in weite Teile der Eifel, Westerwald und Hunsrück.

Wegbeschreibung:

Der Wanderweg startet auf dem Parkplatz an der Ettringer Lay, an der L 82 zwischen Mayen und Ettringen gelegen. Hier bietet es sich an, die Wanderung mit dem ca. 30minütigen Rundwanderweg hinab in die Grubenlandschaft des Basaltsteinbruches der Ettringer Lay zu beginnen. Informativ gestaltete Tafeln geben einen guten Überblick über den vulkanischen Ursprung, die Abbautechniken und auch über das Klettern an den beeindruckenden Basaltlavawänden. Aufgrund der hohen Bekanntheit der Wände, und trotz des teilweise hohen Schwierigkeitsgrades, sind die Wände regelmäßig gut besucht. Daher kann das Klettern hautnah beobachtet werden und man fiebert mit den Kletterern an den besonders schwierigen Stellen regelrecht mit.

Auf der anderen Straßenseite startet dann die eigentliche Wanderung. Der Wanderweg ist gut mit dem roten Maskottchen des Vulkanparks, dem „Vulkanius“ beschildert. Der Weg führt uns am Rastplatz „Blauer Montag“ vorbei und geht geradeaus in einen Feldweg über, der hinter einer Rechtskurve wieder verlassen wird. Nun geht es halblinks diagonal über eine Wiese, scharf links über einen schmalen Wiesensteig hinauf zum Gipfel des Ettringer Bellerberges, mit 427,5 m ein idealer Aussichtsberg zu den Vulkanen der Osteifel und hinab in den Kraterschlund.

Wir gehen ca. 135 m den Wiesenpfad zurück und folgen dem Wegweiser nach links. Über den Kraterrand des Bellerberges, durch den Wald, gelangen wir schließlich zum südlichen Kraterdurchbruch hinunter. Scharf rechts geht es über ein freies Feld, an dessen Ende wir links auf einem Pfad den Waldrand des Kottenheimer Büden erreichen. Links geht es weiter in einen naturbelassenen Waldweg, dem wir folgen und bald darauf den Schlackewall des Büden erreichen. Es geht weiter entlang dem Kraterwall mit Blick in den Steinbruch des Bellerberges und auf die Vulkane Hochsimmer, Sulzbusch und Hochstein. Am Ende des Kraterrandes geht es steil durch den Wald bergab, wir folgen dem Weg weiter, biegen links ab und kommen zur K 20, die wir überqueren. Wir folgen dem Weg durch die Schranke und gelangen zu den Basaltbrüchen des Kottenheimer Winfelds. Auch hier finden wir spannende Informationen zur Abbaugeschichte und vor allem wieder Kletterer aus der nahen und fernen Umgebung.

An der nächsten Wegzweigung geht’s links in einen naturbelassenen Weg hinein, dem wir bis zur Weggabelung folgen. Rechts weiter, an drei ehemaligen Krantürmen vorbei bis zu einer weiteren Wegkreuzung mit weiteren Infotafeln. Wir folgen dem ersten linken Weg, ca. 100m, um dann erneut links und kurz darauf rechts abzubiegen. Wir folgen dem Weg und gehen nun nach links bis sich an einer Gabelung der Winfeld-Rundwanderweg und der Vulkanologische Wanderweg trennen. Wir folgen dem Vulkanius-Zeichen durch den Wald und kommen nach der Überquerung eines Bachlaufes zur gefassten Mineralquelle Hartborn. Links, leicht bergan, geht es weiter nach Ettringen. Wir kommen wieder zur K 20, überqueren diese und biegen die zweite Möglichkeit nach rechts ab, unserem Wanderzeichen folgend durch Ettringen. Nach ca. 5 Minuten stoßen wir in Ettringen auf die L 82. Dieser können wir an der Straße entlang zum Parkplatz zurück folgen oder wir biegen am Ortsende bei der Kapelle rechts ab, kommen an den Gewerbegebäuden vorbei und stoßen links auf einen schmalen Asphaltweg dem wir folgen. Das Sträßchen geht in einen Wirtschaftsweg über, an der ersten Abzweigung halten wir uns links und kommen wieder zur Ettringer Lay und ihrem Parkplatz.

Anforderungen:

Der Weg ist je nach Intensität der Besichtigungen in den Basaltbrüchen ca. 10-12 km lang, dauert ca. 2 – 3 Stunden und gut zu wandern. Er ist auch für Kinder gut machbar, da abwechslungsreif, informativ und spannend aufgebaut. Wer will, kann das Ganze auch mit dem Mountainbike abfahren.

Infos:

Nähere Infos in dem bereits benannten Wanderführer (ISBN 3-00-018696-4) oder auf www.remet.de. Eine Karte ist durch die gute Kennzeichnung eigentlich notwendig.

Einen hervorragenden Kletterführer zu den genannten Klettergebieten mit viel geologischen Informationen, der Geschichte der Steinbrüche hin zu Klettergärten und professionellen Routenbeschreibungen mit Topos hat unser Sektionsmitglied Alexander Schmalz-Friedberger geschrieben. Der Führer ist im Geoquest-Verlag erschienen und in unserer Bibliothek ausleihbar.

Kategorie: Wandern

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.