Wandergruppe: Wanderwoche im Harz vom 14. bis 18. August

| 20. August 2018 | Keine Kommentare

Vom 14.08. bis 18.08.2018 nahmen 11 Teilnehmer der Wandergruppe an einer fünftägigen Harz-Tour teil. Für unseren Aufenthalt und als Ausgangort der geplanten Wanderungen wählte unser Initiator Dirk Neinaß die Stadt Herzberg am Harz im südlichen Teil des Harzes aus. Die Stadt Herzberg hatte ehemals große Bedeutung für das Adelsgeschlecht der Welfen und besitzt heute mit dem sogenannten Welfenschloss eine für das Stadtbild prägende Sehenswürdigkeit. Das in Herzberg verkehrsgünstig gelegene Hotel Englischer Hof bot uns nicht nur eine gute Übernachtungsmöglichkeit, sondern mit dem reichhaltigen Frühstück und dem abwechslungsreichen Abendessen auch eine hervorragende Bewirtung.

Für die geplanten drei Wandertouren wurden von Dirk zwei bekannte Rundwanderungen in der näheren Umgebung ausgewählt und als Highlight der Tour die Wanderung auf den Brocken vorgesehen. Doch erstmal erkundeten wir am Anreisetag bei einem fünf Kilometer langen Stadtrundgang die Innenstadt und Dirk erläuterte uns u.a. entlang des Mühlenweges die Bedeutung der hier zusammenfließenden Flüsse Sieber und Lonau für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Den Tag beendeten wir in entspannter Atmosphäre beim gemeinsamen Abendessen im Hotel.

Für unsere erste Tageswanderung wählte Dirk den als Verlobungsweg (12 km, 380 Hm) benannten Rundweg an der Sösetalsperre oberhalb von Osterode. Wir begannen unsere Tour bei gutem Wetter am Parkplatz an der Wassersperre zwischen Vorbecken und Sösetalsperre. Der gut ausgeschilderte Weg führte uns zu Beginn entlang des Ufers der Talsperre zu den Ortschaften Riefensbeek und Kamschlacken. Anschließend gingen wir entlang des Roland- und Eleonoreweges bis wir nach einem Anstieg den auf ca. 550 m Höhe gelegenen Aussichtspunkt an der Eleonorehütte erreichten und von dort aus den beeindruckenden Blick über das Sösetal auf die Talsperre bewundern konnten. Nach der Mittagspause setzten wir unseren Weg über den Knochenplatz fort und wanderten über den Aussichtspunkt Ackerblick kurz darauf abwärts entlang der Forst- und Waldwege wieder in Richtung Talsperre. Nach guten 4:30 Std. erreichten wir über den Staudamm kommend wieder den Parkplatz. Mit dieser Wanderung war ein guter Einstieg in die Harz-Tour gelungen.

Mit unserer zweiten Wanderung gingen wir das Highlight der Harz-Tour, die Besteigung des Brocken (16,5 km, 450 Hm), an. Für diesen Tag wurde ein ideales Wanderwetter mit viel Sonne und Temperaturen bis 30 °C vorhergesagt. Als Startpunkt unserer Wanderung wählte Dirk den Parkplatz Oderbrück aus, den wir in Fahrgemeinschaft am frühen Morgen anfuhren. Für den Aufstieg wählte Dirk den leicht zu gehenden Kaiserweg, der über den Harzer Grenzweg auf den Goetheweg mündet. Diesem folgend erreichten wir in gut zwei Stunden und nach ca. 400 Hm das Plateau des Brocken. Während der ca. einstündigen Mittagspause freuten wir uns über die an diesem Tag mögliche weite Sicht in den Harz hinein. Nach einem kurzen Besuch des Brocken-Informationszentrums traten wir wieder unseren Rückweg an. Dieser verlief in weiten Teilen wie der Aufstieg. Jedoch führte uns Dirk ab dem Rastplatz Dreieckiger Pfahl über das interessante und sehenswerte Hochmoor Bodebruch in Richtung Parkplatz. Nach einem anschließenden Abstecher in das Informationszentrum TorfHaus und die dortige Gastronomie endete auch diese Wanderung erfolgreich.

Für die letzte Tageswanderung der Harz-Tour sollten wieder die Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung von Herzberg zur Geltung kommen. Der Wanderstart am Parkplatz oberhalb der Einhornhöhle im Ortsteil Scharzfeld deutete bereits auf das geplante Ereignis am Nachmittag hin. Doch zuvor war eine ca. 13 km lange Rundwanderung mit 350 Hm zu bewältigen. Dirk führte uns zu Beginn vorbei am Ausgang der Einhornhöhle entlang des Karstweges und den sogenannten Brandköpfe. Von dort aus wanderten wir zu der vor ca. 1000 Jahren erbauten Steinkirche. Eine in den Hang des Steinberges eingearbeitete Klufthöhle, die später zu einer frühchristlichen Kirche umgewandelt wurde. Die bei Ausgrabungen entdeckten Funde weisen zudem auf eine besondere kulturgeschichtliche Bedeutung der Höhle und des Vorplatzes hin.

Unser weiterer Weg führte uns vorbei am Turnvater Jahn-Denkmal und dem Fliegerdenkmal zu dem am Waldspielplatz gelegenen Rastplatz des Harzklubs. Nach einer Trink- und kurzen Verschnaufpause setzten wir unseren Weg bis zur Schutzhütte Villa Dubel fort, wo wir unsere wohlverdiente Mittagspause einlegten. Da die Wanderung bis hier her länger dauerte als geplant kürzte Dirk den Weg um den Herbstberg herum ab. So erreichten wir frühzeitig die Ruine Scharzfels, um diese besichtigen zu können. Einige nutzten die Gelegenheit für Kaffee und Eis in der dortigen Gastronomie. Der weitere Rückweg war dann nochmals anspruchsvoll. Ging doch der Weg von der Ruine aus ca. 65 Hm abwärts um dann über 400 m hinweg wieder stetig bis zur Einhornhöhle anzusteigen. An der Einhornhöhle angekommen nahmen wir wenig später die Gelegenheit wahr, an der ca. 45 Minuten dauernden Höhlenführung teilzunehmen. Mit diesem beeindruckenden Erlebnis endete die heutige Wanderung. Rainer nutzte die Gelegenheit ein durchweg positives Resümee der Harz-Tour zu ziehen. Die gute und ausgelassene Stimmung setzte sich beim gemeinsamen Abendessen fort und ließ den Tag harmonisch ausklingen.

Zum Ende der Harz-Tour besichtigten wir nach dem Frühstück und der Abreise vom Hotel das in der Nähe gelegene Naturdenkmal Rhumequelle. Bei einem Spaziergang um die Quelle ließen wir die beeindruckende Atmosphäre des klaren Gewässers auf uns wirken. Die vorhandenen Hinweistafeln lieferten uns hilfreiche Informationen über die Entstehung, die mystische Bedeutung vorheriger Zeiten und die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt der Quelle und des daraus gespeisten Flusses Rhume.

Mit diesen tollen Eindrücken endete die Harz-Tour erfolgreich und wir traten nach gemeinschaftlicher Verabschiedung die Heimfahrt an.

 

Text und Fotos: Dirk Neinaß

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Kategorie: Wandergruppe

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