Wandergruppe: Wällertour „Augst“ am 26. Oktober

| 30. Oktober 2014 | Keine Kommentare

Wällertouren sind Prädikatstouren im Westerwald, die in den letzten Jahren neu gestaltet oder zumindest neu beworben wurden. Unser Wanderführer Martin Steinhardt, selbst ein „Wäller“, bringt unsere Wandergruppe in den südlichsten Teil des Westerwaldes in die „Augst“. Sie beschreibt eine Kleinregion mit den Gemeinden Neuhäusel, Kadenbach, Eitelborn, Arzbach und Simmern.

Die Orte – ausgenommen Arzbach – sind Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Montabaur im Westerwaldkreis. Arzbach gehört schon zum Rhein-Lahn-Kreis und ist Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Bad Ems.

Wir begannen unsere Kurzwanderung am Wanderparkplatz Neuhäusel-Ost. Von hier aus ging es über Streuobstwiesen zwischen Kadenbach und Neuhäusel mit toller Aussicht nach Kadenbach und Eitelborn. Nach Durchquerung des Binnbachtales erreichten wir den Ortsrand von Eitelborn. Der Ort wurde quasi mit leichten Anstiegen halb umrundet. Wir gelangten in den Laubwald am Schlossberg und konnten nach kurzer Zeit die auf einem Sporn des Schlossberges im Wald gelegene Ruine Sporkenburg entdecken.

Die Sporkenburg, errichtet im 14. Jahrhundert, gelangte nach vielen Besitzwechseln im Jahr 1900 in das Eigentum Preußens und fiel 1948 an das Land Rheinland-Pfalz.

Die von 1967 bis heute andauernde Restaurierung wird vom Landesamt für Denkmalpflege durchgeführt. Fast alle Mitwanderer erkundeten die Ruine. Bruno Vey, beschlagen in Sachen mittelalterlicher Burgen, erläuterte, dass auch in dieser Burg nur die Küche und die Frauengemächer beheizt gewesen sein dürften. Diese aus der Not geborene Einschränkung der Beheizung löste Spekulationen aus über die Attraktivität der Frauengemächer und das Zusammenleben der Geschlechter auf der Burg.

Unser weiterer Weg führte uns leicht abwärts den Theilenbach entlang, bis wir den Emsbach erreichten und die L 329 (Deutsche Limes-Straße) überquerten. Jetzt hatten wir den südlichsten Punkt unserer Tour erreicht. Ein wunderschöner leicht ansteigender Wanderweg führte das Emstal hinauf bis zur Einmündung des Kadenbaches. Hier liegt der Weiler Bierhaus, eine Häusergruppe am Rande von Arzbach. Der Name Bierhaus kommt nicht von Ungefähr. Es wurde dort Bier gebraut bis etwa 1914. Heute ist dort die Gaststätte „Altes Bierhaus“.

Nach Bierhaus hatten wir einen anspruchsvollen Anstieg zum Mühlberg. Erholen konnten wir uns bei der Kadenbacher Hütte „Schauinsland“ mit herrlichem Ausblick auf die Augst-Orte. Nach einem Besuch der Kapelle „Maria in der Augst“ konnten wir noch ein Stück Wanderweg mit leichtem Anstieg genießen bis wir bei unserem Wanderparkplatz ankamen und uns auf die Einkehr bei „Al Gardino“ freuten.

(Text: Ernst Mann)

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Kategorie: Wandergruppe

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