Wandergruppe: Auf den Spuren des Emser Bergbaus über und unter Tage . . .

| 25. Februar 2014 | Keine Kommentare

. . . wanderten wir am 23. Februar mit Beate und Gerd Unruh. Noch ist das neue Jahr keine zwei Monate alt, da haben die beiden nach ihrer Wanderführerpremiere in unserer Wandergruppe im Januar nun schon die zweite Wanderung geführt! Es war eine Art Themenwandertag, der uns zunächst auf einer Kurzwanderung (10 km, 250 Hm, 17 Teilnehmer) nördlich von Bad Ems vorbei an verschiedenen „Über-Tage-Überbleibseln“ aus der Zeit des Bergbaus in dieser Region führte. Gerd hatte eingangs schon erläutert, was damals hier abgebaut wurde und welche Schächte und Solen hierzu in den Berg getrieben wurden. Für die meisten überraschend waren dabei die Gesamtausdehnung wie auch die – in Deutschland einmalige – Mächtigkeit der abbauwürdigen Erzschichten. Unterwegs stellte Gerd mit informativen Ausführungen dann immer wieder den Bezug zwischen den früheren unterirdischen Aktivitäten zum heute noch überirdisch Sichtbaren her. Die Zeit verging hierbei wie im Fluge und so kamen wir schnell am Zielpunkt an, wo ein Einblick ins Innere des Berges auf uns wartete. Im Rahmen einer Sonderbefahrung erfuhren wir, unter der höchst sachkundigen und engagierten Führung von Frank Girmann, unter Tage durch Beschreibungen und noch sichtbare Relikte viel über diese extrem harte Arbeit; die Lebenserwartung lag in der damaligen Zeit für 60 % der Bergarbeiter bei unter 40 Jahren! So waren wir dann doch dankbar, nach etwas mehr als einer Stunde wieder in die „Jetzt-Zeit“ zurückkehren zu können. Wir beendeten diesen beeindruckenden Tag in der „Kreuzmühle“, wo auch jährlich am 4. Dezember, nach dem zur Erinnerung an den Anmarschweg der Berg- und Hüttenarbeiter durchgeführten „Barbaramarsch“, regelmäßig ein gemeinsames Frühstück stattfindet.

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Kategorie: Wandergruppe

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