Von Güls bis Ahrbrück auf dem DAV-100-Jubiläumsweg durch die Eifel.

| 19. Juli 2019 | Keine Kommentare

Am  Himmelfahrtswochenende, Ende Mai 2019 haben wir uns in Koblenz-Güls getroffen um auf dem Jubiläumsweg DAV-100 des Alpenvereins Koblenz durch die Eifel zu wandern. Pünktlich um 9 Uhr sind  Angelika, Conny, Ella, Elisabeth, Günter, Marion, Monika, Norbert, Volker und Wolfram an der Eisenbahnbrücke gestartet. Der Plan war möglichst genau an Hand der Markierungen den Wanderweg zu gehen, der anlässlich des 100-jährigem Bestehens der Sektion Koblenz 2004 angelegt wurde. Unser Wegereferent Manfred hat uns Tipps gegeben und mit Kartenmaterial versorgt, in dem der Weg eingezeichnet war. Aufgrund intensiver Gespräche haben wir den Abzweig von der Hauptstraße aus dem Ort raus fast verpasst. Der Weg führte über einen schönen Pfad an Bisholder vorbei hoch zur A61 und nach Durchquerung des Standortübungsplatzes erreichten wir Wolken. Hier machten wir eine kleine Pause. Es war leicht bewölkt und angenehm zum Wandern. Wir durchquerten den Ort Wolken und es ging über die Felder hinauf zur A48, danach durch ein Wäldchen von dem aus wir in eine fast 400 Jahre alte Allee bestehend aus verschiedenen Laubbäumen einbogen. Am Ende der Allee bestand die Möglichkeit über den Kamelenberg zu gehen. Da wir noch eine lange Wegstrecke vor uns hatten, entschieden sich Monika und Marion unten herum zu gehen, während die anderen zu dem sehenswerten Aussichtspunkt hinaufgingen. Dort war anlässlich des Feiertages zur Förderung der Kapelle ein Fest mit Ständen, an denen leckere Kuchen, frisch gegrillte Würstchen und Getränke angeboten wurden. Da konnten wir nicht wiederstehen und haben einen Zwischenstopp eingelegt. Wolfram hat Marion und Monika auch mit leckeren Tortenstücken versorgt. Gestärkt gingen wir weiter durch Felder südlich an Ochtendung vorbei (Bild 1) zu einem kleinen Wäldchen oberhalb der Nette. Hier sollen wir aufpassen, hat uns Manfred gesagt, da beim Abzweig runter zur Nette immer die Markierungen DAV 100 verschwinden. Dies war auch diesmal so. Der schmale Pfad war gut zu erkennen, aber es fehlte jegliche Markierung und es war auch noch an den Bäumen zu erkennen, dass Wegzeichen entfernt wurden. (Bild 2) Der schmale Pfad hinab zur Nette war wunderschön. Im Wald sah man etwas abseits einige Hütten, die dem Anschein nach ab und zu benutzt wurden. Entlang der Nette ging es zur Brücke bei der Hochlayer Mühle und wir überquerten hier den Bach. Es war jetzt nicht mehr weit zu unserem Tagesziel dem Hotel zur Post in Welling. Kurz vor Welling verließen wir den Jubiläumsweg und erreichten nach knapp 24 km unsere Herberge. Wir wurden vom Wirt freundlich begrüßt, auf die Zimmer verteilt und konnten uns dann erholen und verwöhnen lassen in dem schönen Lokal. Am Freitag hatten wir eine Wegstrecke von fast 30 km vor uns und daher wollten wir gleich nach dem Frühstück aufbrechen. Um 8:30 Uhr ging‘s los auf direktem Weg zum DAV-100 Weg hinter Welling (Bild 3). Das Wetter war wieder leicht bewölkt und für den Weg durch die offene agrarisch genutzte Landschaft des Maifeld sehr angenehm. Da es hier wenig Bäume gab, musste aufgepasst werden, dass kein Abzweig übersehen wird. Es war daher sehr hilfreich, dass wir auch den Track auf dem Handy dabei hatten. Es ging vorbei an den Thürer Wiesen mit den Wasserbüffeln. Hier erreichte uns der Anruf von Jutta, die sich nach einem Treffpunkt mit uns erkundigte. Am Ortseingang von Thür stieß Jutta zu uns dazu. Inzwischen waren die Wolken verschwunden und die Sonne heizte uns mächtig ein. Wir begaben uns daher auf die Suche nach einem schönen Platz für eine Trinkpause. Oberhalb von Kottenheim, bei der Schützenhalle fanden wir einen schattigen Platz. Wir hatten erst 1/3 des Weges geschafft. Jetzt verließen wir das Maifeld und es ging hinauf in die Vulkanberge der Vorder-Eifel. Über schöne Waldwege ging es hinauf zum Hochstein. Hier machten wir an der Genovefa-Höhle Rast. Es gab nähere Informationen zu der Genovefa-Legende. (Bild 4) Von einem schönen Ausblick konnten wir in die Umgebung schauen, zum nahe gelegenen Hochsimmer, zum Lacher See, soweit das Auge reichte und die Wetterverhältnisse es zuließen. Auch konnte man schon das Tagesziel, die Wacholderhütte in weiter Ferne erblicken. Aber bis dahin war noch eine lange Wegstrecke zurückzulegen. Daher brachen wir bald wieder auf und runter vom Berg ging es vorbei an den Rodder Höfen und Lavagruben bzw. Tuffsteinbrüchen Richtung Riedener Waldsee. Der Weg verlief über weite Strecken außerhalb des Waldes durch eine Wiesenlandschaft. Am späten Nachmittag am Riedener Waldsee angekommen waren wir froh über die Einkehrmöglichkeit in einer Gartenwirtschaft. (Bild 5) Hier ließe es sich gut aushalten, aber es waren noch 7 km zurückzulegen zu unserem Nachquartier. Da die Wachholderhütte auf der anderen Seite der Nette liegt, mussten wir runter zum Bach und danach wieder ein Stück hinauf. Der Weg führte dann auf halber Höhe parallel zur Nette aufwärts bis zur Mündung des Arfter Baches in die Nette. Von hier liefen wir erst ein Stück die Nette entlang, bis wir merkten, dass das Zeichen verschwunden war. Wir gingen zurück und fanden es wieder bei einem Einstieg hinauf nach Langenfeld. Es ging nur steil bergauf. Wir erreichten dann endlich Langenfeld und kamen um 18 Uhr in der Wacholderhütte an. Wir wurden schon erwartet und waren die einzigen Gäste. Zuerst wurde der Durst gelöscht und von der Terrasse hatte man eine herrliche Sicht über die Eifelberge und den Verlauf unserer heutigen Tour. Zwei junge Burschen kochten und servierten die Getränke, müssen allerdings noch viel Erfahrungen sammeln um hungrige Wanderer zufriedenstellend zu bewirten. Müde begaben wir uns in unsere Betten in den Mehrbettzimmern. Sehr ärgerlich war, dass die Bettdecken von Günter und Wolfram nass waren und nochmal zum Trocknen in den Wäschetrockner mussten. Der nächste Morgen versprach wieder ein schöner, sonniger Tag zu werden. (Bild  6) Von unserer Unterkunft führte der Weg durch eine schöne Heidelandschaft bergauf vorbei an Wintersportanlagen oberhalb von Arft. Anschließend wanderten wir über einen Waldweg erst leicht bergab aber bald schon wieder ansteigend Richtung Hohe Acht. Oberhalb der Wintersportanlagen von Jammelshofen ging es zum Berghotel Hohe Acht, das sich den Charme der 1950iger bewahrt hat. Hier machten wir erst mal auf der Terrasse eine Trink-Pause. Anschließend ging es auf einem schattigen Pfad weiter. Beim Abzweig zur Hohen Acht suchten Marion und Monika sich eine schattige Bank während der Rest der Gruppe zum Gipfel und Aussichtsturm hinaufstieg. Es war erst kurz nach Mittag und unsere Unterkunft bald erreicht. Daher bot Günter an, einen Abstecher zur Nürburgring-Strecke zu machen und die „Rennfahrer“ auf dem legendären Eifelkurs zu beobachten. Mit 4 Mädels machte Günter sich auf Richtung Nürburgring, während die Übrigen direkt zur Unterkunft in Kaltenborn gingen. (Bild 7) Über Wald und Wiesen einige Höhenmeter hinab erreichten wir am Ortsrand unsere Unterkunft „Gran Tourismo“. Es war ein imposantes Gebäude, mit einer Empfangshalle dekoriert mit Utensilien von Rennautos. Wir wurden von dem Betreiber-Ehepaar des Hotels herzlich empfangen und auf die schönen Zimmer verteilt. Bei dem sonnigen Wetter waren wir mit einem Grillabend einverstanden. Wir kamen mit dem Betreiber des Hotels  schnell ins Gespräch, erfuhren viel über den Nürburgring, den Rennsport und dass wir die erste Wandergruppe als seine Übernachtungsgäste sind. Es war eine vergnügte laue Sommernacht (Bild 8), die für einige in der Rennfahrer Bar endete. Am anderen Morgen gab es ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. So gestärkt sollte es keine Probleme geben, um den Rest unserer Strecke zu schaffen. Zuerst ging es zurück auf den DAV-100 Weg bei Hochacht und dann auf einem schönen Waldweg gemütlich Richtung Teufelsley vorbei an der „Hohe Warte“. Bei dem Rastplatz „Auf dem Teichberg“, der vielen von der Grundausbildung in unserer Sektion bekannt ist, machten wir Rast und genossen die Aussicht. Anschließend ging es über Nebenwege zur Hütte unserer Sektion bei der Teufelsley. Hier am Ende des DAV-100 Weges machten wir unsere Mittagsrast und stärkten uns für den Rest des Weges. (Bild 9)  Es war ein richtig heißer Tag und daher waren die Trinkvorräte auch bald aufgebraucht. Erst in Ahrbrück an einer Tankstelle konnten wir uns mit Getränken versorgen. Vom Bahnhof Ahrbrück fuhren wir mit dem Zug zurück. In Ahrweiler machten wir noch einen Zwischenstopp und ließen in einem Lokal die schöne Tour ausklingen. Es war anstrengend gewesen mit zunehmend heißeren Temperaturen, aber es war so besser, als wenn es geregnet hätte. Die Eifel hat sich von Ihrer schönsten Seite präsentiert und auf dem DAV 100 Jubiläumsweg bekommt man einen guten Eindruck von den vielfältigen Landschaften dieses schönen Mittelgebirges.

Wolfram Gebel

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Kategorie: Allgemein, Bergsteigergruppe, Gruppen

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