Uhu steht in der Ettringer Lay im Mittelpunkt

| 7. Juli 2010 | Keine Kommentare

Informationstafel mit viel Wissenswertem über die Eule und deren Schutz aufgestellt

Ettringen. Eine Informationstafel, auf der viel Wissenswertes über den Uhu und dessen Schutz zu lesen ist, wurde vor wenigen Tagen auf dem Parkplatz Ettringer Lay an der L 82 zwischen Mayen und Ettringen aufgestellt. Mit der Tafel soll um mehr Verständnis für die Bedürfnisse des Tieres geworben, auf die Bedeutung des Lebensraumes Steinbruch und auch auf die Gefahren aufmerksam gemacht werden, denen die streng geschützte Eule ausgesetzt ist. Konzipiert wurde die mit Fotos und Text versehene kleine Infostation von der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord mit Unterstützung des Vorsitzenden der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE), Stefan Brücher. In seinem Beisein wurde die Tafel von Monika Becker, der Vizepräsidentin der SGD Nord, und Landrat Alexander Saftig der Öffentlichkeit übergeben. Mit dabei waren auch Klaus Dingeldein, Leiter der Unteren Landespflegebehörde des Kreises Mayen-Koblenz, Gerd Heilmann, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel, Naturschutzreferent Manfred Braun (SGD), Werner Spitzley, Ortsbürgermeister der Gemeinde Ettringen, und Bernd Schmeißer, Naturschutzreferent vom Alpenverein, Sektion Koblenz.

Mit einer Körpergröße von bis zu 75 Zentimetern und einer Flügelspannweite von rund 1,70 Meter ist der Uhu die größte europäische Eulenart. Vor gar nicht allzu langer Zeit galt sie in der Eifel als so gut wie ausgestorben. Nur noch wenige Tiere hatten überlebt. Durch die Initiative der Gesellschaft zum Schutz heimischer Eulen wurde ein Auswilderungsprogramm gestartet, das entscheidend dazu beitrug, die Art zu erhalten. Heute zählt die Eifel mit den dort reichlich vorhandenen Steinbrüchen zu den wichtigsten Brutgebieten für die Uhus in Mitteleuropa.

Die Brüche sind aber auch beliebte Ziele von Sportkletterern. So kann es zu Spannungen zwischen dem Naturschutz und den Sportlern kommen. Werden Brutfelsen während der Brutzeit wiederholt von Kletterern begangen, dann kann es sein, dass der Vogel seine Brut aufgibt, was sich negativ auf den Bestand auswirkt. „Jetzt erhalten die Besucher an zwei Zugangsbereichen zu Kletterwänden Informationen zum Schutz der Uhus. Ungestörte Brutplätze sind für die streng geschützte Art überlebenswichtig“, sagte Monika Becker bei der Vorstellung der Uhu-Informationstafel.

Mit dem Alpenverein vereinbarte Brücher zeitlich befristete und räumlich begrenzte Sperrungen des Bruches, um dem dort lebenden Uhu eine ungestörte Aufzucht der Jungen zu ermöglichen.

Franz-Josef Dosio
RZ Mayen vom Mittwoch, 7. Juli 2010

Kategorie: Natur & Umwelt, Presse

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