Tiefe Schluchten, hohe Berge und weite Seen

| 4. September 2016 | Keine Kommentare

Wir, sieben Familien der DAV-Familiengruppe und die zwei bewegungsfreudigen Hunde Oscar und Dori, haben eine Woche unseres Sommerurlaubs im Nationalpark Berchtesgaden am Königssee verbracht. Einige Familien waren mit dem Zelt oder dem Wohnwagen unterwegs, andere Familien in Appartements oder Zimmern. Unser Gruppenstandort war der Mühleiten Campingplatz in Schönau.

Am Montag unseres ersten gemeinsamen Tages sind wir zur Kneifelspitze gewandert. Von dort konnte man das ganze umliegende Berchtesgadener Land sehen. Und zur Belohnung für den ersten Aufstieg haben wir in der Kneifelspitz Hütte Rast gemacht. Abends haben wir unsere Kletterkünste an dem Übungsklettersteig im Dorf aufgefrischt.

Auf dem Königssee
Dienstags sind alle mit einem kleinen Fährschiff über den Königssee nach St. Bartholomä übergesetzt. Dies ist ein Wallfahrtsort und gehört heute zu den bekanntesten Orten in Deutschland. Auf der Fahrt mit dem Schiff  hat der Bootsführer an der Echowand uns ein Lied auf seiner Trompete gespielt. Das Echo kam so zurück, dass man meinte, Hundert Trompeten würden antworten. Von St. Bartholomä sind alle mutigen Kinder mit den Erwachsenen über den Rinnkendlsteig, einem schwierigen und anspruchsvollen Bergsteig,  zur Kührointalm gewandert.  Hierfür mussten wir einen sehr steilen Weg gehen, der zum Teil mit Treppen, Steigeisen oder Drahtseilen in der Wand ausgestaltet war. Felix bestätigt, dass auch Klaus diesen Weg souverän meisterte und die sorgenvollen Gedanken seiner Mama in der Nacht davor nicht begründet waren. Bis wir wieder in unseren Quartieren waren, hatten wir einen langen Tag hinter uns. Wir waren um 9:30 Uhr gestartet und um 19:00 Uhr zurück. An diesem Tag hatten wir 825 Höhenmeter gemacht. Wir fanden, dass dies eine erwähnenswerte Leistung ist.

Miniaturwelt Zauberwald
Bei tollem Wetter bewunderten wir am nächsten Tag im Zauberwald eine mit der Kraft des Wassers angetriebene Miniaturwelt mit Seilbahn, Werkstätten und Konzertsaal. Zur Abkühlung sind wir in den Hintersee, der nur 14 Grad hatte, also sehr, sehr kalt. Besonders mutig waren Martha, Holger und Oscar, die im See geschwommen sind. Wir, Felix und ich haben uns mit Matsch eingerieben, damit das Wasser nicht so kalt wirkte oder es sollte als Sonnenschutz dienen. Wir stellten fest, eingetrockneter Matsch lässt sich nur sehr schwer abwaschen. Ein Teil unserer Gruppe ist mit dem Rad zur Kallbrunalm gefahren. Diese Hütte befindet sich schon in Österreich. Bevor man die Hütte erreicht, muss man 1600 Höhenmeter mit bis zu 17 % Steigung hinter sich bringen. Besonders schön war insofern die Abfahrt. Am Donnerstag sind wir zur Halsalm gewandert. Dies war eine kleinere Hütte, wo es nur Brot, Milch und frischen Käse gab. Eine Alm etwas abseits der touristischen Ziele.

Regentag im Bergwerk
Der Regen begrüßte uns am Freitag und ließ sich den ganzen Tag nicht vertreiben. Nach Neles Geburtstagfeier sind wir ins Salzbergwerk gegangen. Diese Idee hatten an diesem Tag noch viele andere Besucher von Berchtesgaden, sodass es sehr voll war. Man fuhr mit einer kleinen Lore (Bergbahn) tief in den Berg und rutschte dann noch 40 Meter auf einer Bergmannsrutsche in die Tiefe. Leider nur ein sehr kurzer Spaß!

Am Samstag sind wir in die Almbachklamm gegangen, da die Natur nach dem langen Regentag noch sehr feucht war. Dies störte uns in der Klamm aber nicht. Den Tag haben wir auf der Sommerrodelbahn ausklingen lassen. Kinder und Erwachsene hatten dabei viel Freude.
Um die lange Heimfahrt am Sonntag besser ertragen zu können, haben wir uns vor der Abfahrt am Grünstein auf dem Steig oder dem Normalweg ausgepowert.

Es war eine tolle Woche, die uns begeistert hat. Wir haben viel von Berchtesgaden gesehen und eine Menge Höhenmeter gemacht. Eine klasse Idee von Cordula, Lasse und Axel uns Ihren Lieblingsurlaubsort einmal Live vorzustellen!

Text: Klaus, Felix und Florian

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Kategorie: Familiengruppe

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