Spezialisten schrauben schwere Routen

| 27. Juli 2016 | Keine Kommentare

Boulder Im Koblenzer Industriegebiet zeigen die Kletterer anspruchsvollen Sport
Mayen-Koblenz. Der erste Koblenzer Bouldercup und die Stadtmeisterschaft fanden im Eifelblock im Koblenzer Industriegebiet statt. Die Koblenzer Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV), mit derzeit 5024 Mitgliedern aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz einer der größten Vereine im Land und der größte im Sportbund Rheinland, wollte auf diese Weise auch Starter von außerhalb anlocken. Mehr als 70 Athleten starteten in verschiedenen Gruppen von der Jugend bis zu den Senioren.

Das Klettern ohne Seil in Absprunghöhe an einer Kletterwand war besser besetzt als im Vorjahr auf dem Areal der Sektionshütte in Ehrenbreitstein. Mädchen und Frauen, jüngere wie ältere, stellten die Hälfte der Teilnehmer.

Die Spezialisten vom Eifelblock hatten schwierige Routen geschraubt. Rund vier Stunden dauerte die Qualifikation. Die ersten Probleme ließen sich noch recht leicht lösen, doch spätestens im Finale ging es von Boulder zu Boulder richtig zur Sache. Obwohl die Weichbodenmatte, die an das Moos der Eifel erinnert, für sanften Aufprall sorgte, waren Betreuer jederzeit zur Stelle, wenn es notwendig war.

Eifelblock-Chef Daniel Krönig moderierte die Veranstaltung und animierte das in der Mehrzahl jüngere Publikum immer mal wieder, die Kletterer anzufeuern. So schaffte manch einer der Sportler im letzten Versuch und praktisch auf den letzten Drücker die Route. Strahlend wie erschöpft ließen sich die Boulderer dann auf den weichen Teppich fallen. Richtig gute Leistungen zeigten nicht nur die älteren Teilnehmer, auch die jüngere Generation stieg ambitioniert und erfolgreich in die Höhe. Sehr zur Freude auch von den DAV-Verantwortlichen um Jugendreferent Oliver González. Denn auf Nachwuchsarbeit legt die Sektion großen Wert.

Jung und Alt mussten nervenstark und mit akrobatischer Geschicklichkeit die Aufgaben angehen, um sicher die Boulderroute zu packen. Dabei wurden Finger und Unterarme gehörig belastet. Mittels Magnesia (Chalk) machten sich die Sportler ihre Hände griffiger und trockneten so auftretenden Fingerschweiß, um nicht abzurutschen. Erfahrung, Vorsicht und die helfenden Hände sorgten dafür, dass nichts passierte.

Viel Technik, Kraft und Einfallsreichtum waren dann verstärkt beim Finale gefragt. Bei den Frauen überraschte vor allem die Lahnsteinerin Johanna Geißler, die als jüngste Teilnehmerin mit 13 Jahren den sechsten Platz belegte. Bei den Männern bekamen die DAV-Kletterer von außerhalb sehr starke Konkurrenz, die sogar auf internationaler Ebene bouldert.

Michael Schaust

 

Bouldercup

Männer und Jugend A: 1. Nikola Petrov (Mainz); 2. Paul Neumann (Frankfurt) 3. Noah Gräf (Dornburg). Frauen und Jugend A: 1. Marion Mannheim (Andernach); 2. Rebecca Praass (Hillscheid); 3. Janina Praass (Hillscheid). Senioren: 1. Lars Migge (Luxemburg); 2. Christoph Hilf (Limburg); 3. Stefan Gräf (Wilsenroth). Seniorinnen: 1. Magdalena Trzemzalska (Vallendar) 2. Sabine Stock (Hilgert) 3. Anke Praass (Hillscheid). Männliche Jugend B: 1. Lorenzo Barba Meuer (Ebernhahn); 2. Jim Zeimes (Luxemburg). Weibliche Jugend B: 1. Johanna Geißler (Lahnstein); 2. Tamina Wolf (Siegen).

 

Stadtmeisterschaften

Männer und Senioren: 1. Sebastian Meyer (Kruft); 2. Florian Stock (Hilgert); 3. Lorenz Lehmann (Mayen). Frauen und Seniorinnen: 1. Marion Mannheim (Andernach); 2. Rebecca Praass (Hillscheid); 3. Janina Praass (Hillscheid). Männliche Jugend A+B: 1. Lorenzo Barba Meuer (Ebernhahn); 2. Nima Assadian (Bendorf): 3. Jonas Mauer (Ebernhahn). Weibliche Jugend A+B: 1. Johanna Geißler (Lahnstein).
RZ Andernach & Mayen vom Dienstag, 12. Juli 2016

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Kategorie: Presse, Wettkampf

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