Ski- und Schneeschuhtour Silvester 2009/2010

| 21. Januar 2010

Teilnehmer der Hochtourengruppe und Gruppe Albatros: Friedhelm Hulley, Heike Schuster-Hulley, Uwe Michael, Bianca Urmersbach, Horst Wündsch, Werner Klee, Michael Berg, Claudia Meyer, Ralf Friedrich

Diesen Jahreswechsel verbrachten wir im Stubaital. Ein guter Stützpunkt, wenn alle auf ihre Kosten kommen sollen – Skitourengeher, Schneeschuhgeher, Pistenskifahrer, Eiskletterer, Apres-Ski-Fans und Kaiserschmarrnesser…
Direkt vorweg, Eiskletterer suchten ihre Eisfälle vergeblich – es war einfach zu warm. Kaiserschmarrnesser, aber auch Germknödelgenießer, kamen voll auf ihre Kosten. Aufgrund des kritischen Schneedeckenaufbaus über 2000 m schieden die höhergelegenen Skitouren aus – aber es gab ja auch genügend sichere Touren auf Gipfel und Jöcher um die 2000 m.

Nach einem Einfahrtag auf der Piste bei blauem Himmel und Sonnenschein ging`s dann am 28.12.2009 ersteinmal durch das Brennertal ins Obernbergtal und von dort vom Gasthaus Waldesruh auf 1.439m steil auf die 2.131m hohe Allerleigrubenspitze. Mit einem herrlichen Blick auf die Zillertaler Alpen und einer genialen Waldabfahrt wurden wir für den Aufstieg belohnt – und natürlich mit Capuccino und leckerem Kuchen im Cafe in Matrei, welches für die Touren in den nächsten Tagen im Bereich der Brennerberge immer einen würdigen und kalorienreichen Abschluß bildete.

Nach einem eingeschobenen Pistentag mit Germknödel und Kaiserschmarrn hieß das nächste Ziel Blaser (2.241m), der seinen Namen genau davon hat – es bläst – und wie…Ausgangspunkt der Tour ist der Ortsteil Leiten (1.280m) oberhalb von Trins. Die Tour führt zunächst durch den steilen dichten Platzer-Wald, ab 1.500 m nimmt die Steilheit ab und der Wald wird zunehmend lichter. Nach der Waldgrenze geht´s vorbei an der Blaserhütte zum Gipfel. Die prachtvolle Aussicht auf die zentralen Zillertaler Alpen im Osten, sowie Olperer, Fußstein und Schrammacher, wurde durch die stürmigen Böen allerdings etwas getrübt.

Silvester war der Himmel wolkenverhangen und es schneite gelegentlich, dennoch, bis auf die Pistenfahrer waren bei der Tour Richtung Grubenkopf heute alle dabei.
Wieder war unser Ausgangspunkt das Gasthaus Waldesruh in Obernberg (1.439m). Sanft ansteigend führte uns der Weg über die Oberreinsalm, dann am Ostufer des Obernberger Sees entlang mit Blick auf das romantisch gelegene Wallfahrtskirchlein „Maria am See“. Durch den Kaserwald hinauf bis oberhalb der Waldgrenze, dann durch eine Mulde, erreichten wir nach einem Anstieg über die NO-Flanke schließlich das Grubenjoch auf 2.196m Höhe. Leider verhinderten die Kombination aus schlechter Sicht und einer riesigen Wechte im Joch den Schlussanstieg über den Ostrücken zum 2.337m hohen Grubenkopf.

So erklärten wir das Skidepot im Grubenjoch zum Ziel des letzten Tages des alten Jahres und genossen eine geniale Tiefschneeabfahrt und eine abwechslungsreiche Waldabfahrt bis zum Obernberger See hinunter. Ein kurzer Abstecher in die kleine Wallfahrtskirche und eine etwas längere Einkehr im urigen Gasthof Obernberger See mit einem grandiosen – na was wohl – ja, Kaiserschmarrn, rundeten diesen besonderen Tag ab. Die dicke Backe Musik im „Holzknecht“ in der Silvesternacht war dann leider etwas zu „dicke“, aber Sekt und Feuerwerk um Mitternacht in den Bergen sind schon immer etwas besonderes….

Nur Horst und Werner zog es am sonnigen Silvestermorgen dann Richtung Hinterer Daunkopf (3.225m), der Rest der Mannschaft legte nach einem langen Frühstück einen eher geruhsamen Pistentag ein mit langer Einkehr in der Dresdner Hütte.

Am 2.1.2010 war es sehr kalt und windig, doch der Aufstieg Richtung Egger Berg verlief zunächst noch im Sonnenschein. Am Eggerjoch (2.132m) mussten wir jedoch abbrechen – ausgerechnet jetzt setzte das gemeldete schlechte Wetter ein.
Aber der nächste Tag schenkte uns dann noch einmal ein Traumwetter mit viel Sonne und ein so schöner Gipfel wie der Egger Berg verdient auch einen zweiten Anlauf. Also wieder in das Obernbergtal und über den Weiler Vinaders zum Gasthof Tribulaunblick. Von dort erreichten wir über den Schmiedhof und die Egger Mähder schließlich nach 950 Hm den Gipfel des Egger Berges (2.280m), wiederum ein herrlicher Aussichtsberg.

Leider geht auch die schönste Skitourenwoche irgendwann einmal zu Ende. Bevor wir die Rückfahrt nach Koblenz antraten, bestiegen wir noch den Leiten (2.079m), diesmal aus dem Schmirntal heraus, Ausgangsort war der Ortsteil Lorleswald (1.380m) der Gemeinde Schmirn. Die kurze Skitour bescherte uns noch einmal eine tolle Pulverschneeabfahrt durch knietiefen Schnee durch steile bewaldete Hänge und im unteren Teil eine enge vereiste Waldabfahrt.

Heike Schuster-Hulley

Kategorie: Albatros, Hochtourengruppe

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