Sizilien 2013

| 17. November 2013 | Keine Kommentare

Samstag 12.10 endlich ist es soweit, der langersehnte Herbsturlaub in Sizilien beginnt. Kerstin, Nicole, Ornella und Ralf sind schon seit ein paar Tagen in San Vito Lo Capo und haben für unsere Ferienwohnung schon den Schlüssel besorgt. Dadurch können wir trotz Verspätung auch mitten in der Nacht noch in unsere Domizil für die nächsten 14 Tage. Wir, das sind Susanne, Mark, Nicole, Thomas, Horst, Björn und ich sind sogar zum Frühstück am nächsten Morgen eingeladen.

So beginnt unser Urlaub ganz entspannt beim Frühstück in der Sonne auf unserer Terrasse mit Blick auf das Meer und den Naturpark Zingaro mit den beeindruckenden Felswänden. Erste Überraschung, es ist in der Sonne schon früh morgens fast zu warm… Ein Teil der Truppe geht klettern, an der Nordseite des Monte Monaco, der andere kauft ein und genießt die Sonne am Strand, auch das Meer hat noch angenehme Badetemperatur. Den Abend lassen wir dann im Gna Sarah einem typisch Sizilianischen Restaurant ausklingen. Es gibt tolle Muschel und Fischgerichte, oft mit frischem Schwert- und Thunfisch, tolle hausgemachte Nudeln, Busiata. Natürlich auch Risotto und typisch für die Provinz Trapani Cous Cous.

Am nächsten Tag geht es an die Felsen von San Vito die sich um das ganze Cap herum ziehen. Ausgewählt ist heute der Sektor Bunker, tolle rauer Kalk wie überall hier. Auch hier sind wir dicht am Meer und bei der Hitze ab Mittag eine große Verlockung, leider ist die Küste so felsig und scharfkantig, das man nicht ins Wasser kommt. Deshalb geht es nach dem klettern und dem obligatorischen Gelateria besuch, an den Strand.

Die nächsten Tage vergehen mit klettern und Ausflügen wie im Flug, es gibt viele tolle Eindrücke. Besuch des Nationalparks Zingaro einem ca. 15km langem unverbauten Küstenstreifen der nur zu Fuß auf kleinen Wegen durchwandert werden kann. Es gibt dort wunderschöne kleine Badebuchten mit „kitschig“ blauem klarem Wasser. Wir sehen leider keine der dort lebenden Schildkröten, dafür wie in diesem Urlaub des Öfteren eine Viper. Einen Tag geht es nach Erice einem wunderschönen mittelalterlichen Bergdorf, das hoch oben (751m) auf einem Berg liegt. Der Führer schrieb „die Stadt ist ein Gesamtkunstwerk“, das können wir voll bestätigen. Dadurch dass wir Nachsaison haben, ist es auch angenehm leer, in den sehenswerten Kirchen sind wir häufig alleine und wir bekommen sogar im empfohlenen Cafe Maria auf der Ausssichtsterrasse, mit Blick bis zum Meer, einen Platz. Das Gebäck der Pasticceria Maria wird nicht ohne Grund empfohlen und ist ein Genuss. Einen besonderen Eindruck hat auf uns alle der Agriturismo La Valle Dei Tramonti hinterlassen, das Essen war klasse, das Multimedia Aufgebot mit Xbox 360, Fernsehen, Musik und Beamer gemischt mit Liveeinlagen natürlich alles Gleichzeitig, etwas zu viel. Aber der nette Wirt, der uns in Custonaci in einem Jaguar eskortierte, die etwas später erscheinende Einheimische Geburtstagsgesellschaft mit Amerikanern waren auf jedem Fall ein Erlebnis. Wir waren voll intergiert und erfuhren, da einige Anwesende Höhlenforscher der Gegend waren, sehr viel über das riesige Höhlennetz der Gegend. Es gab tolle Bilder der Höhlen mit bis zu 260m hohe Hallen zu sehen und eine Mitternächtliche Führung zu den Höhleneingängen auf dem Grundstück (40km²)unseres Gastgebers. Es wurde viel getrunken, getanzt und gelacht, irgendwie gelang die Kommunikation mit Lachen, Englisch und Italienisch und Alkohol.

Eine Tour die den Teilnehmern in Erinnerung bleiben wird ging zuerst ganz harmlos zu den Ruinen der Stadt Segesta. Der Ort wurde ab 600 v. Chr erbaut und ist heute berühmt für seinen dorischen Tempel und dem Amphitheater. Das ganze liegt malerisch in eine Gebirgslandschaft und ist sehr sehenswert. Nachmittags wollten wir dann schnell noch zum Baden nach Scopello an die Küste fahren, so zumindest der Plan. Wir folgten den Anweisungen unseres Navis und bogen nach rechts in Richtung unseres Ziels ab, leider wurde die Straße erst immer schlechter, dann schmäler und dann noch schlechter. Kurz danach hörte der Teer Belag sporadisch auf, kein Problem es gab ja nach wie vor Verkehrsschilder, noch wunderten wir uns nicht, dass der Bauer neben der Straße lange hinter uns her sah. Der Weg, als Straße konnte man es dann nicht mehr bezeichnen wurde immer schlechter, teilweise gingen wir zu Fuß um dem Wagen mehr Bodenfreiheit zu verpassen. Wir waren mitten im Nirgendwo angelangt aber unser Navi kannte sich noch aus. Nach gefühlten 2h kamen wir dann doch wieder in einem etwas größeren Ort an. Von hier aus erreichten wir Scopello und besichtigtem zuerst die malerische Tonnara Scopello, einer alten Thunfischfang und Verarbeitungsstation. Zum Schwimmen war es nur zu spät. Zwischen den Ausflügen kletterten wir viel an den Felsen von Capo San Vito und Custonaci, wir versuchten oft der Sonne auszuweichen, in der Mittagszeit, ohne Wolken, Schatten oder Wind war es sehr warm. Die Felsen lohnen auf jeden Fall einen Besuch, es gibt je nach Sektor Touren ab 2+ das meiste ab 5c/6a aufwärts, neben Sportkletterrouten von bis zu 40m auch Touren von bis zu 18 Seillängen. Aufgefallen ist uns, die Umlenkungen sollten vor dem Einhängen kontrolliert werden, teilweise sind diese locker! Deshalb immer den daneben sitzenden letzten Haken mit fädeln.

Es hat uns so gut gefallen dass wir im nächsten Jahr auf die andere Seite der Insel zurückkehren möchten. Ein Besuch des Ätna ist schon fest geplant.
Text:UM

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Kategorie: Aktuell, Albatros

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