Schneeschuhtour im Vogelsberg vom 21.-23.1.2011

| 22. Januar 2011

Die „Saisonauftakttour“ sollte eine Schneeschuhtour im Vogelsberg sein. Mangels Schneemassen wurde daraus jedoch eine wunderschöne Wandertour.

Die bequeme Anreise von knapp zwei Stunden führte uns in den Naturpark Vogelsberg und dort zunächst in die Jugendherberge Hoherodskopf. Die Tour für den Samstag stand schnell fest: eine ca. 20 km lange Rundtour, die direkt an der Jugendherberge begann. Zwei Reinhards, zwei Gerhards, Marianne, Marlies, Wolfram, Marion, Volker, Hans, Robert und Sigrid machten sich auf:

Über verschneite Wege erreichten wir die Niddaquelle (immer wieder überraschten uns unterwegs die unterschiedlichsten Tierspuren im Schnee, ach hätten wir doch immer jemanden dabei, der uns etwas dazu sagen könnte), dann ging es rund um Heidelandschaft zunächst zum Geiselstein, dann zum Taufstein mit Bismarckturm und danebengelegenem Bonifatiusbrunnen. Die höchste Erhebung, der Hoherodskopf mit 763,8 m wurde um die Mittagszeit erreicht. Die angepriesene Sicht bis nach Frankfurt und Mainz konnten wir zwar nicht erleben, aber die leicht verschneite Winterlandschaft hatte auVogelsberg3.jpgch ihre großen Reize. Von dort aus ging es in großem Bogen vorbei am Bilstein (Basalterhebung, die mit kleiner Kletterei erklommen wurde) durch Busenborn zum Gackerstein und von dort zurück zur Jugendherberge.

Der Sonntagvormittag führte uns mit einer kleineren Tour über Flößerhaus, Teufelstisch, die Uhuklippen, vorbei am murmelnden Schwarzbach zum Nonnenstein (die Sage der schönen Osimunde berührte uns dort ganz besonders: Osimunde wurde hier von einemVogelsberg1.jpg Jüngling, dessen Liebe sie verschmähte, ermordet. Als dieser als alter Mann an die Stätte seiner Untat zurückkehrte fand er Osimunde unter dichten Dornenhecken genau so vor, wie er sie nach seiner Untat verlassen hatte. Er stellte sich dem Richter und die Menschen konnten sich von dem Wunder, das hier geschehen war, überzeugen. Die Delle im Stein bezeichnet noch die Stelle, wo das Haupt der Osimunde ruhte). Es folgte noch Teufelskanzel, die Burg und dann gelangten wir wieder zurück zum Wanderparkplatz, an dem wir uns dann verabschiedeten, um die Heimfahrt anzutreten.

Der wald- und quellenreiche Vogelsberg ist ein wunderbares Wandergebiet, mit einer Vogelsberg2.jpgvon Hecken, Steinwällen, Weiden und Seen durchzogenen Landschaft, die immer wieder mit Weitsichten begeistert. Wir haben uns hier sofort wohlgefühlt und wurden in der Jugendherberge Hoherodskopf gastfreundlich bewirtet.

Sigrid Speckhardt

Kategorie: Bergsteigergruppe

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