„Plaisiertour“ Brenta 26.Sep.-2.Sep.2018

| 11. September 2018 | Keine Kommentare

Nach einer langen Fahrt bis nach Madonna di Campiglio starteten wir am Sonntag mit einem Aufstieg über 700 Höhenmeter bis zum 2275 m hohem Rifugio Tuckett, um am nächsten Tag unseren ersten Klettersteig zu genießen. Das Wetter hat mit strahlendem Sonnenschein sein übriges dazu getan. So sind wir bei besten Bedingungen von der Hütte bis zur Bocca di Tuckett, um dann den ersten Abschnitt der Via della Bocchete Alte zu bewältigen, der dann über den Sentiero Olivia Dentassis, mit endlosen, sehr vielen Leitern abwärts in der Nähe vom Refugio Alimonta endete. Da wir uns hier erfolglos um eine Übernachtung bemüht hatten, mußten wir noch 400 Hm bis zum Rifugio Brentai absteigen – und die am nächsten Tag wieder rauf. Apropos wir sind:

wir: Rolf Thone, Reinhard Erfeld, Paul Mohr, Miriam Fanert und Paul Pütz

Allerdings hatten wir uns mit eine paar Bieren auf der Sonnenterrasse und bei einem guten Abendessen wieder gestärkt, so dass wir morgens freudig mit Steigeisen über den kleinen Gletscher/Blankeisfeld bis zur Bocca die Armi aufsteigen konnten. Bocca di Armi geschafft6

Bocca die Armi geschafft

Bei dem Steinschlag am Rand waren wir dankbar, die Steigeisen bis hierher getragen zu haben. Rechts von uns konnten mehrere Stein-Lawinenabgänge beobachtet werden. Ein Steinbrocken in der Größe von einem Kleinbus rutschte über den Randgletscher in die Tiefe, genau in die Aufstiegsspur, die wir einige Minuten zuvor umgangen hatten. Von der Bocca dei Armi ging es dann weiter auf den Klettersteig Bocchette Centrale, der wieder traumhaft schöne Ausblicke auf den gesamten Alpenhauptkamm gewährte. Dazu konnten wir die Kletterer am Campan

….im Abstieg war Abseilen angesagt…Basso bestaunen. Nach einem wunderschönen Tag, den wir alles sehr genossen haben, sind wir wohlbehalten im Rifugio Petrotti angekommen und haben den Abend wieder gemeinsam mit gutem Essen und Trinken begangen.

Der nächste Tag war dann der Besteigung des höchsten Berges der Brenta, dem Cima Tosa mit 3173 m, gewidmet. Bei erneut prächtigem Wetter wurde der Gipfel mit Kletterei am Seil im Auf- und Abstieg bezwungen.

Leider nur durch die Männer, da ich mit Magen-Darm-Beschwerden geschwächt bei Kamillentee, im Bett und auch Toilette verbracht habe. Leider. Ich lauschte abends voller Neid den Erzählungen der Gipfelstürmung.

Tags drauf wurde der Sonnenschein durch Wolken ersetzt, die den Aufstieg bis zur Bocca de la Tosa doch erleichterte. Im Abstieg konnten wir bei den Arbeiten der Klettersteig-Erneuerung – Sentiero Livio Brentari – zusehen. Zum Ende des ersten Abschnitts erwischte uns dann der Regen. Also an ungünstiger Stelle bei strömendem Regen Anziehen der Steigeisen um die Randstufe zum Gletscher zu überwinden. Am Seil sind wir selbstständig runter, um auf der anderen Seite wieder aufzusteigen und die Bocca di Ambiez zu erklimmen. Der Regen hatte wieder aufgehört und wir konnten erneut den Klettersteig – Sentiero dell’Ideale – gut bewältigen. Hinten wieder runter, landeten wir auf dem nächsten GLetscher und mußten erstmal unsere Argus-Augen anstrengen, um zu sehen, wo es weiter ging. Nach einigem Suchen und unter Führung von Paul sind wir wieder in die Steigeisen, um den Gletscher zu queren und noch einen kurzen Aufstieg zu erledigen. Dann ging es nur noch bergab zum Rifugio 12-Apostel. Wir wurden schon erwartet und waren früh genug um auch hier eine sehr imposante christliche Gedenkstätte zu besuchen. Diese hier ist eine Höhle, die in den Fels geschlagen wurde und die nach außen hin von ein gut zehn Meter hohes Kreuz (aus Stein gehauen) begrenzt ist. Es wird einem dort immer wieder bewusst, wie verletzlich wir Menschen doch sind und wie dankbar wir sein können, die Berge genießen und auch wieder gesund nach Hause fahren zu dürfen.

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