NRW Landesmeisterschaft Bouldern – Stuntwerk Köln 04.05.2019


Am 4. Mai fand die diesjährige NRW Landesmeisterschaft im Bouldern statt. Dieser Wettkampf war zusätzlich zur Findung der NRW Landesmeister die letzte Möglichkeit sich für die Westdeutschen Meisterschaften eine Woche später in Trier zu qualifizieren. Für die Qualifikation werden insgesamt drei Landesmeisterschaften (NRW, RLP/Saarland, Hessen) geklettert, aus den besten zwei Ergebnissen wird eine Rangliste erstellt. Die besten 20 Athleten (abzüglich der vier Landesmeister) dieser Liste dürfen dann auf der Westdeutschen Meisterschaft um die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft bouldern.

Die Chance sich noch zu qualifizieren nutzten aus Koblenz Lucas Marx, Florian Stock, Lorenzo Barba-Meuer (alle Herren), Rebecca Praass (Damen), Mira Nebgen (weibl. Jugend B.) und Greta Nebgen (weibl. Jugend C).

Die ersten Starter des Tages waren die Jugendlichen; die Jungs und Mädels der B und C Jugend (12 bis 15 Jahre) versuchten zwei Stunden lang ihr Können an den verschiedenen Boulderproblemen zu zeigen. Trotz der großen Wettkampfwand mussten sich die verschiedenen Altersklassen viele Boulder teilen, dies führte leider zu langen Wartezeiten zwischen den Versuchen. Bei unserer jüngsten Starterin, Greta, lief es gut: Sie war zufrieden mit ihrer Leistung an den schön geschraubten Bouldern, nur bei ein paar Einzelzügen fehlte ihr leider noch die entsprechende Körpergröße. Ein guter 16. Platz war das Resultat.

Ihre Schwester Mira hatte, bedingt durch die langen Wartezeiten, leider etwas Zeitprobleme. Dennoch konnte sie einige Boulder klettern, eine ausgewogene Mischung aus schwierigen und leichten Bouldern führte zu einer guten Qualifikation. Sie erreichte einen sehr guten 11. Platz, leider knapp am Finale der besten zehn vorbei, dennoch ein super Ergebnis.

Nach einer kurzen Umschraubpause galten die nächsten zwei Stunden der Qualifikation der Erwachsenen.

Bei den Damen versuchte Rebecca sich noch für die Westdeutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Direkt zu Beginn der Qualifikation konnte sie zwei Boulder klettern, ein dritter kam sehr schnell hinzu. Nur bei Boulder Nummer vier zeigten sich die Schwächen: Ein doppelter Sprung, bei dem sehr viel Koordination gefragt war. Vier Versuche waren hier leider zu wenig, somit schaffte sie es leider nicht in das Finale einzuziehen und erreichte einen 15. Platz. Dennoch ist sie mit dem Tag zufrieden und hat noch die Hoffnung bei der Westdeutschen Meisterschaft starten zu können.

Auch unsere drei Jungs Lucas, Florian und Enzo knobelten an den Lösungen für die fünf Boulderprobleme: Technisch anspruchsvolle, dennoch schön geschraubte Boulder, entweder im Überhang (bei denen viel Kraft gefragt war) oder an gerader Wand (hier wurde das Gleichgewicht und die Lauffähigkeiten abgefragt). Hier kristallisierten sich die Stärken der einzelnen hinaus: Bei den kraftvollen Bouldern im Überhäng konnte Florian zeigen was er kann – im Gegenzug fielen ihm die Platten- und Laufboulder etwas schwieriger. Insgesamt reichte es bei ihm für eine Topbegehung. Dennoch war er mit seiner Leistung zufrieden, vor allem die mentale Einstellung zum Wettkampf stimmte. Ein guter 16. Platz war das Resultat.  Bei Enzo zeigte sich, dass er an den dynamischen Bouldern gute Leistungen erbringen kann, leider machte er ein paar Fehler und konnte so leider keinen Boulder toppen. Allerdings lernt man bekanntlich aus seinen Fehlern, Enzo hat sich nun als Ziel gesetzt besser für den speziellen Wettkampfmodus mit vier Versuchen zu trainieren. Schlussendlich gelang ihm ein 23. Rang. Unser letzter Herr im Bunde, der neu in die Koblenzer Sektion gewechselte Lucas, kletterte eine sehr starke Qualifikation: Ihm schienen alle Boulder zu liegen. Mit drei Topbegehungen sicherte er sich mit Platz fünf ein Ticket für das Finale am Abend.

Nach langer Wartezeit ging es später endlich mit dem Finale los: Hier sind vier Boulderprobleme in jeweils fünf Minuten Zeit zu bewältigen. Die Finalteilnehmer dürfen sich, im Gegensatz zur Qualifikation, allerdings nicht gegenseitig zuschauen und sind mehr oder weniger auf sich alleine gestellt. Das gesamte Finale der Herren war allerdings sehr schwer geschraubt, im gesamten Feld der zehn Herrenstarter gab es nur zwei Tops. Lucas versuchte auch hier sein bestes zu zeigen, konnte aber leider keine Top oder Zonenwertungen erreichen. Dennoch erreichte er zum Schluss einen sehr guten 9. Rang und somit das Ticket für die Westdeutsche Meisterschaft!

Nach einem sehr langen Tag (15 Stunden insgesamt), geschuldet durch fehlendes Zeitmanagement der Organisatoren, waren alle sieben Koblenzer zufrieden mit ihrer Leistung und sehr froh wieder zuhause zu sein, um sich auf die bevorstehenden Wettkämpfe oder Pläne fürs Felsklettern vorzubereiten.

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Kategorie: Wettkampf

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