Morgenbachtal

| 31. Mai 2010 | Keine Kommentare

Die Vielzahl der Felsen und Routen haben das Morgenbachtal zu einem begehrten Kletterrevier des Rhein-Main-Ballungsraumes gemacht. Die unterschiedlichen Routen erlauben Anfängern wie Fortgeschrittenen ein weites Betätigungsfeld.

Das Morgenbachtal wurde 1984 zum Naturschutzgebiet erklärt, das Klettern aber ausdrücklich erlaubt. Der Zugang wurde von „oben“ definiert, was eine Beruhigung der unteren Talabschnitte bedeutet. Neue, vom Landesamt für Umweltschutz in Auftrag gegebene Studien haben neue Fragen aufgeworfen.
Vor diesem Hintergrund hat sich ein Arbeitskreis gebildet, der versucht ähnlich dem Pfälzer Modell, kontroverse Positionen im Vorfeld zu diskutieren und Regelungen gemeinsam festzuschreiben.

Größere Nutzungsbeschränkungen kamen durch ein geologisches Ereignis zustande. Im Februar 1995 brach in der Klüverwand ein größeres Wandteil heraus. Aufgrund eines ersten Gutachtens der Geologischen Landesanstalt Rheinland-Pfalz verbot die zuständige Ortsgemeinde Trechtingshausen das Klettern. In einem weiteren Gutachten, einer auf Berguntersuchungen spezialisierten Firma, wurde festgestellt, dass die Felsteile auf rauhem Untergrund gelagert sind. Bewegungen erfolgen langsam, Felsstürze sind voraussehbar. Es ist eine jährliche Sicherheitsprüfung unter Beteiligung eines Gutachters durchzuführen. Aufgrund eines zweiten Gutachtens wurde das Klettern wieder erlaubt.
Die Betreuung des Morgenbachtales erfolgt durch die Sektion Mainz des Deutschen Alpenvereins, die mit der Ortsgemeinde Trechtingshausen einen Nutzungsvertrag abgeschlossen hat. Hierzu gehören auch die Bestellung eines Sicherheitsbeauftragten und der Abschluss einer Haftpflichtversicherung zur Deckung von Schäden durch Verletzung der Verkehrssicherungspflicht, welche der Sektion obliegt.

Durch den vordefinierten Zustieg in das Klettergebiet gibt es an einigen steilen Stellen deutliche Tritt- und auch Erosionsschäden. Diese wurden in den letzten Jahren mittels mehrerer Umweltbaustellen abgemildert. Durch Stufenbau mittels natürlicher Materialien wurde in Kooperation mit dem Forst der Zustieg stabilisiert. Die bergwachmäßige Betreuung des Klettergebietes hat die Bergwachtgruppe des DRK-Bingen übernommen.
Kletterführer:
Klettern im Rhein-Main-Gebiet (2. Aufl.) von Christoph Deinet, erschienen im  Panico-Alpinverlag .

Text: www.dav-mainz.de 

Kategorie: Klettergebiete

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.