Mit der Familiengruppe auf Hüttentour – Vier Tage im Allgäu

| 12. August 2018 | Keine Kommentare

Tag 1: Mittelstation Fellhornbahn – Fiderepasshütte: Der KUHTAG

Am ersten Tag traf sich eine gut gelaunte Gruppe aus drei Familien mit insgesamt fünf Erwachsenen und neun Kindern im Alter von 4 bis 15 Jahren an der Talstation der Fellhornbahn, um gemeinsam vier Tage auf Hüttentour zu gehen. Direkt nach unserem Ausstieg an der Mittelstation erwarteten uns eine super Röhrenrutsche und die ersten Almkühe mit ihren großen Glocken an der Alpe Obere Bierenwang. Auch später begegneten wir noch einer großen Herde, die wir schon von Weitem hörten. Den ersten Tag brauchten wir, um so richtig ins Laufen zu kommen, besonders die Jüngsten aus der Gruppe. Nach gut sechs Stunden und einem steilen Aufstieg am Ende erreichten wir alle stolz und auf eigenen Füßen die Hütte.

Doch kaum hatten wir das Lager bezogen, zogen die Kinder schon wieder los und entdeckten ein größeres Schneefeld hinter der Hütte, auf dem sie begeistert herum schlitterten. Da der Grat, auf dem die Hütte steht, genau die Grenze markiert, konnte man hinter der Hütte mit einem Bein in Österreich und dem anderen noch in Deutschland stehen:).

Tag 2: Fiderepasshütte-Mindelheimer Hütte: Der STEINBOCKTAG

Nach einer ruhigen Nacht im Lager und einem guten Frühstück machten wir uns am nächsten Morgen gestärkt auf den Weg. Schon nach kurzer Zeit entdeckten wir zwei Steinböcke oberhalb von uns und konnten sie beim Kämpfen beobachten. Das Geräusch der aufeinanderprallenden Hörner schallte bis zu uns hinunter. Beim Kämpfen lösten sie sogar einen kleinen Steinschlag aus, der fast zwei Wanderer traf. Später konnten wir von oben sehen, dass die Herde aus 13 Steinböcken bestand! Ein Teil der Gruppe stellte sich den Herausforderungen des Mindelheimer Klettersteigs, wo er einen fantastischen Tag verbrachte, bevor er uns abends auf der Hütte wieder traf. Der Rest machte sich auf den Weg mit immer wieder tollen Ausblicken auf die Allgäuer Berge. Unterwegs nahmen wir den „Saubuckel“ als kleinen Gipfel mit. Die Kinder liefen sehr gut und so erreichten wir schon um 15 Uhr die Mindelheimer Hütte. So blieb noch Zeit für einige von uns, das „Kemptner Köpfle“ oberhalb der Hütte zu besteigen. Von dort hatten wir einen wunderbaren Blick und sahen auch noch mehrere Steinböcke ganz aus der Nähe, die das Fotoshooting unberührt über sich ergehen ließen.

 

Tag 3: Mindelheimer Hütte- Widdersteinhütte: Der MURMELTIERTAG

Nachdem wir uns durch die lange Frühstücksschlange gekämpft hatten, waren wir froh, die vielen Menschen hinter uns zu lassen. Die Kinder lockten uns direkt in einen Hinterhalt, wo wir mit Schneebällen attackiert wurden. Nur kurz danach überquerten wir ein relativ flaches Schneefeld, das prima für eine „Schlittenpause“ geeignet war. So wurden eifrig Plastiktüten ausgepackt und die Kinder mit einem Seil durch den Schnee gezogen. Nachdem wir schon am Vorabend die Murmeltiere pfeifen gehört hatten, entdeckten wir an diesem Tag auch eines ganz in unserer Nähe. Vielleicht war es ja auch ein Murmeltier, das eine der vielen „Motivationsgummibärchentütchen“, die am Wegesrand „wuchsen“, in seinen Bau gezogen hatte, jedenfalls blieb es unauffindbar :).

Wir wanderten durch wunderbar blühende Landschaften und entdeckten einen Tümpel mit Hunderten Kaulquappen. Als wir uns dem „Großen Widderstein“ näherten, sahen wir einige Gleitschirmflieger, die sich bei guter Thermik in die Höhe schraubten. An der Widdersteinhütte erwarteten uns Eis, Riesengermknödel und später noch der lang ersehnte hausgemachte Kaiserschmarrn. Am Abend machte noch ein Teil der Gruppe eine Erkundigungstour zum Einstieg der Gipfelbesteigung des „Großen Widdersteins“ – wer weiß, wann wir mal wiederkommen…:).

 

Tag 4: Widdersteinhütte- Baad (Kleinwalsertal): Der ABSTIEGSTAG

Nach einer gemütlichen Nacht in der kleinen Widdersteinhütte, die nur 28 Schlafplätze hat, erwartete uns der Abstieg ins Kleinwalsertal. Die Kinder hatten sich in Ratespiele vertieft und so wurde ein großer Teil des Weges mit „Ich sehe was, was du nicht siehst“, „Ich bin“ oder Tier-und Menschenraten verbracht. Unterwegs konnten wir uns mehrmals an einem Bach, den wir überqueren mussten, erfrischen. Am frühen Nachmittag erreichten wir Baad und stiegen müde und zufrieden in den Bus, der uns durchs Kleinwalseral zurück nach Oberstdorf brachte.

Von Jonathan und Rut Baschek

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Kategorie: Allgemein, Familiengruppe

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