Hüttentour mit Höhen und Tiefen

| 28. August 2017 | Keine Kommentare

Am 30. Juni 2017 begannen 14 tapfere Abenteurer eine sechstägige Reise durch die Schladminger Tauern. Die Tour startete in Aich im Ennstal und fand ihr Ende in Rohrmoos. Am ersten Tag wurde ausschließlich aufgestiegen bis zur Hans-Wödl Hütte. Gut erholt und NOCH motiviert brachen wir am nächsten Morgen früh auf um die bevorstehenden 950 Höhenmeter zu bewältigen. Strahlender Sonnenschein und zwei große Seen inklusive Wasserfall, erleichterten den Aufstieg.

Oben angekommen teilte sich die Gruppe zum ersten Mal und ein Teil ging weiter auf den Gipfel der Hochwildstelle, während die andere Hälfte den direkten Abstieg zur Preintalerhütte wählten. Die Gipfelwanderung erwies sich aber leider alles andere als leicht, weshalb einige Mitglieder, aufgrund der schmalen Gradwanderung beim Abstieg, der Verzweiflung nahe standen.

Unmittelbar nach dem Erreichen der Hütte stieß auch die andere Hälfte hinzu und die Gipfeltruppe kam zu dem Entschluss, dass die schöne Aussicht den bescheidenen Abstieg nicht wert war. Nach einer nicht sehr erholsamen Nacht trennte sich die Gruppe erneut und nur die Gipfelgruppe des Tages davor setzte die geplante Wanderung fort, während die anderen durch zwei benachbarte Täler abstieg und wieder aufstieg. Die Gollinghütte erwies sich als ein Paradies für alle Tierliebhaber. Man konnte gegen Abend einem tapferen Mitglied der Gruppe gespannt zusehen, wie er versuchte ein wildes Reh aus der Hand zu füttern, während andere Wanderer eifrig Fotos schossen.

Am nächsten Morgen ließen sich dann sogar noch Wildpferde blicken und die Gruppe brach erschöpft erneut auf. Die ersten 500 Höhenmeter bis zur Gollingscharte, welche nur über ein Geröllfeld erreichbar war, waren schnell erklommen. Doch wieder einmal traute sich nur ein kleiner Teil der Gruppe auf den höchsten Gipfel der Schladminger Tauern, den Hochgolling. Die anderen wanderten vor zur Landawirseehütte, um noch einmal vor dem nahendem Gewitter den hüttennahen See zu bewundern.

Am nächsten Morgen flossen dann leider schon die Abschiedstränen. Wir verabschiedeten uns von einer eifrigen Wandererin und brachen zu letzten Hütte auf, der Duisitzkarseehütte mit eigenem See. Nachdem eine weitere Scharte überquert wurde, machte die Gruppe während dem Abstieg eine

Pause bei der nahegelegenen Keinprechthütte. Angekommen an der Duisitzkarseehütte wurden dann erstmal die Badeklamotten ausgepackt. Der See war zwar wärmer als der schon einmal zuvor durchschwommene See des dritten Tages, aber dennoch zu kalt für einige Mitglieder. Wir ließen die sehr gelungene Tour mit einem ruhigen Abend ausklingen und konnten sogar noch einmal Pferde, Hasen und Ziegen hautnah erleben.

Fazit: Die gut organisierte Tour war anstrengend, für manch ein Teilnehmer vielleicht zu anstrengend. Aber gerade der Mix aus der körperlichen Herausforderung, den anspruchsvollen Wegen und der vielseitigen Natur, machte die Tour zu einer Bereicherung für alle. Meiner Meinung nach, ist diese Tour ein absolutes Muss für alle, die anspruchsvolle Wege mögen, auch gerne Mal an ihre Grenzen gehen und sich zumindest ein bisschen zu der Natur hingezogen fühlen.

Teilnehmer: Mein Dank geht selbstverständlich ALLEN Beteiligten, die die Tour erst so schön gemacht haben. Aber selbstverständlich auch an den Organisator und überraschenderweise doch noch sehr fitten Guido Erler. Teilnehmer waren Petra Gügel, Heike und Dirk Czech, Louisa und Catherine Rülke, Lasse, Cordula und Axel Kaiser, Benjamin, Andrea und Thomas Hoppen, Philipp, Sabine und Guido Erler.

Text: Philipp Erler

Stichworte:

Kategorie: Allgemein, Familiengruppe

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