Familiengruppe auf Skiern bei St. Moritz

| 4. April 2018 | Keine Kommentare

Leere Pisten höchster Qualität, Tiefschnee, Stürme und köstliche Speisen

Nach 2015 und 2016 hieß es an Ostern dieses Jahres endlich Engadin die Dritte! 35 motivierte Familiengruppler zwischen 4 und 71 Jahren waren wieder dabei. Alle Skigebiete der Region – Celerina, Corviglia mit Piz Nair, Corvatsch, Furtschellas, Diavolezza mit Gletscherabfahrt, Lagalb – und Schlitteln auf Muottas Muragl, Schneewanderungen zum Morteratschgletscher und durchs Rosegtal sowie Sauna und Birnenschnaps waren inbegriffen …

Als Ausgangspunkt diente „unser“ riesiges Ferienhaus aus dem aufgeklärten 18. Jahrhundert in Samedan in unmittelbarer Nachbarschaft zum mondänen St. Moritz. Das Gruppenleben wurde mit gemeinsam zubereiteten köstlichen Speisen, Spielen wie Wizard, Uno, Arschloch, Rummikub und Werwolf morgens, nachmittags und abends bereichert. Nicht zu vergessen: das traditionelle Kickerturnier mit 14 Zweierteams. Nach zahllosen spannenden Partien jubelten die beiden strahlenden Sieger Heike und Philipp. Dominik, der erstmals dabei war, brachte es auf den Punkt: „Ihr seid eine sehr freundliche und lustige Gruppe mit sympathischen und coolen Eltern.“

Natürlich verlief nicht alles ganz so glatt wie hier in rund 20 Sätzen kurz erzählt. Es gab etliche Blessuren – erfreulicherweise jedoch ohne ernsthafte Langzeitfolgen. Mit 29 Sechs-Tages-Skipässen retteten wir kurz vor dem finanziellen Desaster die Schweizer Winterbilanz 2018 und mussten allerdings selber dafür tief in die eigene Tasche greifen. In der zweiten Wochenhälfte versanken die Pisten zunehmend im Neuschnee, und für uns war fortan wenig vertrautes „Tiefschneewedeln“ angesagt, aber so ergab sich auch eine ungewöhnliche Rettungsaktion: Am letzten Tag standen die Lifte unterm Corvatsch bei orkanartigem Sturm plötzlich still, wir waren im Wolkendunst völlig abgeschnitten. Nichts ging mehr … da tauchte überraschend eine riesige Pistenraupe auf und lud uns alle ein. Ja dieser Pistenbulli wurde zum Erlebnis besonderer Art – gell, Nikolaus.

Zu feiern gab es einen Geburtstag mit Schnapszahl und dem Schneewalzer, an dem eine Dame – die übrigens die gesamte Freizeit nahezu im Alleingang mit vollem Einsatz vorbereitet hatte – und fast alle Männer aktiv tanzend beteiligt waren, eine rekordverdächtige Rundumverpflegung für gerade mal 38 € pro Erwachsenen und Woche, einen kaum gefüllten Müllcontainer, eine zufriedene Herbergsmutter nach ausgiebiger Endreinigung des Palazzos durch sämtliche Gruppenmitglieder … und danach am Mittag die Öffnung der durch Schneemassen vorübergehend geschlossenen und wieder geräumten Pässe zur freudigen Heimreise ins frühlingshafte Koblenz.

Nicht nur für die neuen Teilnehmer war diese Form eines Mehrgenerationen-Gruppenerlebnisses eine tolle Erfahrung mit wahrscheinlich nachhaltigem Effekt. Das Fazit der sehr unterschiedlichen Menschen – also geäußert vom Kindergartenkind, über Schüler zahlreicher Altersstufen, einigen Studierenden oder bereits Berufstätigen, jungen und junggebliebenen Eltern und einem glücklichen vierfachen Opa – fiel am Ende dieser schneereichen Woche jedenfalls sehr positiv aus.

Text: Familie Hoppen

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Kategorie: Familiengruppe

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