Das Dahner Felsenland – Ein Farbenspiel der Natur

| 19. Juni 2016 | Keine Kommentare

TitelbildWir tauchen ein in eine Bilderbuchlandschaft im Südwesten des Naturparkes Pfälzerwald. Wir bestaunen Felsen aus leuchtend rotem Sandstein, durchstreifen weite Täler mit ihren Quellen, Bächen und Weihern. Alles umgeben von sattgrünem Wald.

Unsere Erlebnistour im Mai ´16 beginnt mit dem `Dahner Felsenpfad´, einer von zwölf Premiumwegen, der 14 der eindrucksvollsten Felsmassive verbindet. Wie steinerne Pilze sprießen sie aus dem Boden. Sie heißen Schillerfels, Pfaffenfels, Lämmerfelsen oder nahe der Jugendherberge die markante Felsformation Braut und Bräutigam (Bild 1). Bei näherer Betrachtung offenbaren sich schräge Schichtungen, feine und grobe. Sie erzählen uns ihre Geschichte. Unglaublich, dass hier vor gut 240 Millionen Jahren Wüstenklima herrschte. Wir bewegen uns auf gewundenen schmalen Pfaden, felsig, sandig, dann wieder auf weichem Waldboden zum nächsten spektakulären Ausblick. Wir zwängen uns überaus raffiniert durch Felsspalten (Bild 2), versuchen es mit leichter Kletterei (Bild 3) im II. Grad, erklimmen Gipfel auf in Sandstein geschlagenen Stufen. Beeindruckend auch die Formenvielfalt der bizarren Steingebilde (Bild 4, Bild 5). Wir verweilen (Bild 6). Schauen Felskletterern bei ihren akrobatischen Seilspielen zu.

Der folgende Tag führt uns in Feuchtbiotope. Die `Wasgau SeenTour´ rund um Fischbach bietet uns einen Kontrast zwischen den markanten Gipfeln und einem erstaunlichen Reichtum an Wasser, mit weiten lauschigen Tälern. Auf dem schmalen Steig (Bild 7) entlang der Sauer hatten wir gleich anfangs so richtig Spaß. Trotz Gore-Tex gab es nasse Füße. Einigen lief das Wasser von oben in die Schuhe. Andere kamen auf eine bessere Idee: Schuhe aus, Hose hochkrempeln. Das Flüsschen war über seine Ufer getreten und hatte eine weite Strecke des Weges überschwemmt. Die Tour führt uns durch ein weites Wiesental zum Pfälzerwoog (Bild 8), einem einmalig schön gelegenen stillen See. In diesem idyllischen Naturschutzgebiet schlenderten wir an mindestens einem halben Dutzend Wooge vorbei. Und wir hatten Glück: im Schilf entdeckten wir einen Fischreiher Bild 009 beim Start. Ein einmaliger Schnappschuss. Der Kampf im Barfußpfad (Bild 10) mit seinen direkt spürbaren Grundelementen Wasser, Schlamm und Steine zwang uns zu einer Pause am Mühlenweiher (Bild 11).

Die `Hahnfels-Tour´, eine aussichtsreiche Wanderung, macht uns mit der Geschichte der Pfalz vertraut. Auch das noch. Gleich zu Beginn auf dem Schlossberg eine Burganlage aus dem frühen Mittelalter, 12./13. Jahrhundert, die Burgengruppe Alt-Dahn (Bild 12). Die auf freistehenden steilen Felsen erbaute Dreierburg ist eine typische Wasgauburg mit in Fels gehauenen Kammern, Treppen und Gängen. Selbst Verlaufen war möglich. Durch Eichen-, Kiefern- und Buchenwälder (Bild 13) gelangen wir in das romantische Langenbachtal mit Landschaftsweiher (Bild 14), Eibachquelle und Wasserfall. Nach dem Aufstieg zum Hahnberg mit dem Hahnfels eröffnet sich uns ein traumhafter Blick über die deutsch-französische Mittelgebirgslandschaft, den Wasgau  (Bild 15).

Unerwartet ging plötzlich alles viel zu schnell: Ein Auto wurde gekapert. Platzregen. Saumagen. Frühstück. Das feuchtwarme Wüstenklima holte uns ein. Vorbote des angekündigten Unwetters. Die am 4.Tag geplante Tour viel ins Wasser.

Etwas Kondition erforderte das Felsenland schon.
Doch wir – Angelika, Cornelia, Elisabeth, Esther und Marion, Burghard, Christian, Wolfram und Volker – wir wurden belohnt: mit Pfälzer Spezialitäten, Pfälzer Weinen und mit Naturerlebnissen der Extraklasse.

Bilder: Angelika
Text: Volker

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Kategorie: Aktuell, Allgemein, Bergsteigergruppe, Gruppen

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