Cima Tosa Nordwand, Tour 25.05. – 26-05.2017

| 15. Juli 2017 | Ein Kommentar

Der Cima Tosa mit seinen 3173müM liegt in den Dolomiten und ist der höchste Gipfel der Brenta-Gruppe.

Schon seit geraumer Zeit stand fest, daß Martin und ich dieses verlängerte Wochenende nutzen wollten, um etwas in den Bergen zu unternehmen. Da wir beide dieses Jahr noch nichts unternommen hatten und zugleich unsere Kondition etwas trainieren wollten, hatten wir uns die Cima Tosa Rinne ausgesucht.
Die Eisrinne ist mit ca 45° bis 50°, AD+ bewertet und gehört mit ihren ca. 900hm zu den längsten und spektakulärsten Eistouren der Ostalpen. Eine weitere Besonderheit ist zudem ein Eiswulst in der Wand, den es zu überwinden gilt. Jedoch konnten wir aufgrund der Verhältnisse nichts davon feststellen.
Ich startete am Donnerstag morgen gegen 0300Uhr in der Früh nach Regensburg, um Martin einzusammeln. Schnell war das Auto gepackt und nach einem zweiten kleinen Frühstück ging es weiter Richtung Süden. Gegen 1600Uhr erreichten wir den Parkplatz des Rifugio Vallesinella (1513müM). Um Gewicht zu sparen (Wasser zum kochen, den Kocher selbst und die Verpflegung) versorgten wir uns schon am Auto und machten uns anschließend an den 4Std-Aufstieg. Ziel war der Winterraum des Rifugio Brentei (2182müM).
Wir richteten uns den Umständen entsprechen in dem `Ziegenstall´ ein und gingen zeitig zu Bett. Um 0130Uhr klingelte schon wieder der Wecker, um 0200Uhr brachen wir nach einem kargen Schlafsackfrühstück auf. Die Temperaturen waren gefühlt allerdings etwas zu warm. Nach einer guten halben Stunde erreichten wir den Wandfuß und stiegen in weichem Sulz in Richtung Einstieg auf. Noch nicht angekommen, vernahmen wir aus der Rinne kommend lautstarkes Grollen. Wir brachten uns in Sicherheit, da wir annahmen, daß eine Lawine im abgehen war. Allerdings stelle es sich als Fehlalarm heraus. Auch konnten wir nicht ermitteln, was das Grollen ausgelöst hatte. Etwas angespannt und aufmerksam stiegen wir nun in die enge Rinne ein und die Verhältnisse wurden immer besser. Schlußendlich kamen wir sehr zügig voran und erreichten schon gegen 0600Uhr den Ausstieg.
Da uns der Abstieg durch die Rinne (Normalweg) zu heikel war, wählten wir den weitaus weiteren Weg über das Rifugio Pedrotti und mußten dafür das gesamte Massiv umrunden. Da es doch noch gut abgestrahlt hatte, kamen wir auch hier schnell über den verschneiten Gletscher voran, überwanden eine kurze Abseilpiste und waren gegen 1000Uhr wieder am Winterraum. Wir gönnten uns kurz etwas Ruhe, räumten anschließend das Biwak und begaben uns an den Abstieg zum Auto. Alles verstaut, kamen wir allerdings nur bis Brixen, bis uns die Müdigkeit übermannte. Nach einer Stunde Schlaf setzten wir unseren weiteren Weg fort und waren gegen 2000Uhr wieder in Regensburg. Fazit: Kurztrip in die Brenta

Cima Tosa

„Gardasee-Blick“

Martin im Aufstieg

Blick vom Rifugio Brentei

 

Kategorie: Hochtourengruppe

Kommentare (1)

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  1. Oliver Gonzalez sagt:

    Sehr coole Sache. Top!

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