Chateauvert 2011 „Alter Wein, junges Gemüse … … oder warum die Jugend heute so vergesslich ist“

| 30. November 2010

Nach einem Jahr sind wir endlich wieder in Chateauvert
und sitzen im Sonnenschein an unserem Pool. Als besonderes Highlight steht in diesem Jahr die Durchquerung der Verdon Schlucht an, darauf freuen wir, das sind die Albatrosse Kerstin, Kevin, Ralf, Susanne, Mark
und Uwe verstärkt durch die HTGler Uschi, Peter, Lukas, Bianca, Frank und Alex, schon seit letztem Jahr.

Davor standen jedoch noch einige Hindernisse….

Es begann damit, dass Ralf am ersten Abend Handy und Börse suchte, offenbar wurde dies am Fels aus dem Rucksack gestohlen. Nach großer Suchaktion blieb nur noch die Meldung bei der Polizei und sperren der Karten. Beim Wein abends wurde die Stimmung schnell wieder besser, was nicht zuletzt an den Philosophischen Gesprächen von Kant bis zur Wassergebundenen Wegedecke lag. Unser Essen war so gut, das wir am 2. Tag eine SMS von Hanna erhielten, die sich zu der Zeit in einer Absteige in Rom mit der Schule befand: „ Ihr seid so asozial mit Euren kulinarischen Extravaganzen, dafür hätte ich gerne eine Entschädigung“ Peter hatte das geniale Essen wohl etwas zu oft per SMS geschildert.

Bevor es zu Gerüchten kommt, ja wir waren am Fels und ja wir haben wunderschöne Touren geklettert, aber das ist halt nicht so erwähnenswert wie z.B. die Tatsache das Peter beim Müll wegfahren sein Auto mit dem Vorderrad in einem 50cm tiefen Graben versenkte und aufsaß, dank Allrad und schieben kam er aber aus eigener Kraft wieder daraus frei. Da es am Montag zuerst regnete fuhren wir nach Aix en Provence, wir erfüllten alle Vorurteile und landeten in einer super Patisserie. Dienstag war dann aber wieder Sonnenschein und es wurde wieder geklettert. Trotz einem Stück Kuchen am Vortag, stieg Kerstin viel vor. Am nächsten Morgen klingelte unser Wecker um 5:50, wir wollten in den Verdon. Leider goss es in Strömen und wir legten uns alle wieder hin um später zu einem verzauberten Wasserfall nach Sillance aufzubrechen. Es wurden Erinnerungen an die blaue Lagune wach. Danach ging es zur Abbaye du Thoronet einem sehenswerten alten Zisterzienser Kloster, französisches National Monument. Am nächsten Morgen war es dann so weit, 5:50 und schönes Wetter, unsere „Navi Olga“ war aber ob der frühen Stunde etwas verwirrt und leitete uns mit über 30 Kilometer Umweg zur Schlucht, möglicherweise war Sie aber auch von der Mautstelle bestochen. Am Refuge de la Maline trennte sich dann unsere Gruppe, Ralf und ich, haben uns eine 250m Mehrseillängen Tour von Peter Retterath empfehlen lassen, die wir mit großem Genuss kletterten. Auch die andere Gruppe schwärmte noch lange von den Eindrücken in dieser außergewöhnlichen Felsenlandschaft des Verdon. Es ging 6h über Eisensteige und kleine Pfade, immer rauf und runter am Fluss entlang. Müde aber zufrieden trafen wir uns dann wieder am Point Sublime um nach Moustiers, einem Idyllischem Ort am Schluchtende, zu Susanne, Mark, Kevin und Luki zu fahren. Die 4 hatten einen schönen ruhigen Tag am türkis blauen Wasser des Lac du Verdon zugebracht.

Nun nahte das Ende des Urlaubs und wir genossen den letzten Tag bei herrlichem Sonnenschein, am perfekten Südfranzösischen Kalk in Chateuvert. Abends zauberte Frank ein Kaninchen aus dem Ofen, was den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis machte. Es wurde viel über Lord Helmchen (alias Alex) und seinen Imperator (Frank) gelacht. Nebenbei wurden noch Steigeisenfeste Flip-Flops erfunden. Mark bastelte mit dem Schiffchenbauer Peter das 75 Floß aus Kastanien, eigentlich zur Bewältigung des Kindheitstraumas weil er mitten in der Nacht aufwachte und schrie: “ meine Augen, meine Augen ich kann nichts sehen“ aber das ist in einem stockfinsteren Zimmer vielleicht auch normal. Kevin und Luki hatten mittlerweile 4eckige Augen, nach 60 Folgen a 21 min „Two and a Half Men“ kein Wunder. Nach einer Woche, etlichen Litern Wein, mehreren Kilo Fisch, Hunderten Metern Baguette und Croissants, blieb uns dann Samstags neben der Heimfahrt, nur die Erkenntnis von Susanne und Uschi:
„Warum die Jugend heute so vergesslich ist? Das ist keine Vergesslichkeit, das ist nur Ignoranz ;-)“

Karla Kolumna alias Kerstin und Uwe

Kategorie: Albatros, Hochtourengruppe

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