„Bergwelt zog mich in ihren Bann“

| 22. Februar 2008 | Keine Kommentare

Gerlinde Kaltenbrunner – Profibergsteigerin aus Österreich

Von ihren Erlebnissen als Profibergsteigerin berichtet Gerlinde Kaltenbrunner am Mittwoch, 5. März, um 19.30 Uhr im Haus „Horchheimer Höhe“ in der Von-Galen-Straße in Koblenz. Die 37-Jährige nimmt das Publikum mit auf die höchsten Gipfel der Welt – passend heißt ihr Vortrag „Unterwegs über 8000 Meter“. Veranstalter ist der Deutsche Alpenverein, Sektion Koblenz. Karten gibt es zu 10 Euro. Mitglieder des Deutschen Alpenvereins zahlen ermäßigt 8 Euro. Vor ihrem Besuch in der Rhein-Mosel-Stadt sprachen wir mit der Österreicherin, die ihre erste Klettertour mit 13 Jahren unternahm und inzwischen im Schwarzwald lebt, über ihre Leidenschaft an der Bergwelt und ihr Leben als Profibergsteigerin.

Frau Kaltenbrunner, Sie sind Profibergsteigerin. Berg- und Expeditionsfreunde werden sicher wissen, was hinter diesem Begriff steckt. Aber was muss sich ein Laie unter einer Profibergsteigerin vorstellen?

Seit 2003 ist es mir möglich, vom Bergsteigen zu leben. Mein tägliches Training absolviere ich seitdem tagsüber. Früher musste ich dieses immer sehr früh am Morgen und spätabends nach der Arbeit einplanen – damals noch als Krankenschwester. Ich arbeite mit Partnern und Sponsoren zusammen und halte Vorträge. Diese beiden Standbeine ermöglichen mir es, als Profibergsteigerin zu leben.

Mit 23 Jahren haben Sie das erste Mal einen Achttausender bestiegen. Danach steckten Sie etliche Jahre das Gehalt, das sie als Krankenschwester verdienten, in verschiedene Expeditionen, ehe Sie sich voll und ganz dem Profibergsteigen verschrieben. Warum, was macht die Faszination des Bergsteigens aus?

Das Bergsteigen hat mich bereits von klein auf begeistert und wuchs im Laufe der Jahre zu meiner ganz großen Leidenschaft. Nach meiner ersten Expedition zum Broad Peak, ehemals K 3 genannt, hatte mich der Gedanke an ein nächstes Mal einfach nicht mehr losgelassen. Diese Bergwelt zog mich völlig in ihren Bann. Während des Anmarsches in Kontakt mit den Einheimischen zu stehen, der oft sehr anstrengende Aufstieg zum Gipfel, bei dem es äußerster Konzentration bedarf, die unendlichen, wunderbaren Ausblicke, die Kraft der oft sehr starken Stürme, irgendwann ganz oben zu stehen und nach all den Strapazen wieder gut ins Basislager zu kommen – das alles empfinde ich unheimlich intensiv und fasziniert mich zutiefst.

Was erwartet das Publikum am 5. März bei Ihrem Besuch in Koblenz?

Zu Beginn werde ich einen kurzen Einblick in meine ersten Bergsteigerjahre geben. Nicht immer waren meine Expeditionen vom Gipfelerfolg gekrönt. Des Öfteren trat ich einen zweiten Versuch an, um meinen Traum zu erfüllen, auch darüber werde ich berichten.

Die Fragen stellte Sebastian Eiden
Rhein-Zeitung – Ausgabe Koblenz Stadt vom 22.02.2008, Seite 19.

Kategorie: Presse, Vorträge

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