Berchtesgadener Alpen – Bergtour durch das Steinerne Meer

| 12. Oktober 2018 | Keine Kommentare

Am 25.8.18 machten sich 9 Mitglieder der Bergsteigergruppe mit dem DAV Bus auf den Weg nach Schönau am Königssee. Ziel war die große Sommerreibn und das Steinerne Meer.

Mit von der Partie Christof, Elisabeth, Conny, Harald, Petra, Ela und Jutta.
Die Wettervorhersagen für das Wochenende waren nicht vielversprechend. Es war mit einer Kaltfront zu rechnen, die dann auch kam.

In Schönau angekommen, fing es auch schon an zu regnen. Trotzdem waren wir guter Stimmung. Also rein in die Regenkleidung und auf gings zum Stahl Haus.
Bei einer kurzen Besprechung am Abend wurde beschlossen, nicht über den großen Schneibstein zu gehen, sondern den Weg über die Gotzenalm zu nehmen, was sich am nächsten Morgen als sinnvoll erwies.
Die Erkenntnis den Sonntags: Es regnet nicht mehr, es liegt Schnee.

So gings los in Richtung Gotzenalm, (die Schnapsbrennerei am Wege hatte leider geschlossen) Auf halben Weg entschieden wir uns doch nicht zur Gotzenalm zu gehen, sondern wählten den Steig zum Seeleinsee zur Wasseralm. Beim Aufstieg wurde der Schnee immer mehr, aber wir mussten noch durch die Scharte. Auch zog mittlerweile Nebel auf. In der Nähe des Seeleinsees (wir konnten ihn zuerst vor lauter Schnee und Nebel nicht finden) machten wir eine kurze Rast.
Nach einem weiteren kurzen Aufstieg folgt der Abstieg in den Landtalgraben. Nebel und Schnee wurde weniger und wir konnten die ersten Gämsen beobachten.
Über den sehr schmalen Röthsteig ging es weiter zur Wasseralm.

Dort gab es für mich ein zufälliges Wiedersehen mit Tobi und Thomas. Die beiden hatte ich im vergangen Jahr im Wilden Kaiser kennengelernt.
Die Wasseralm ist eine kleine gemütliche Hütte, noch ganz urig, es gibt nur Gemüsesuppe mit oder ohne Wurst zum Abendessen. Und Lager für alle.

Der nächste Tag führte uns bei strahlend blauem Himmel zum Kärlingerhaus. Da es im Steineren Meer noch viel Schnee vom Vortag Schnee gab, beschlossen wir uns den Weg vorbei am Schwarz- und Grünsee zu nehmen, mit einem Abstecher aufs Halsköpfle.
Diese Entscheidung haben wir nicht bereut. Dieser Weg führte uns durch eine abwechslungsreiche Vegetationszone mit grandiosen Ausblicken auf den Königssee und den Watzmann.

Hinter jeder Kurve änderte sich die Landschaft. Es war ein Genuss für die Augen. Da das Wetter wieder sonnig und heiß war, nutzen wir die Gelegenheit für ein Bad im Grünsee.

Am Dienstag trennte sich die Gruppe. Petra und Harald wählten die Route übers Baumgartl und das Salzburger Kreuz. Der Rest der Gruppe wollte durchs Viehkogeltal mit Besteigung des Viehkogels. Endlich hatten wir Kontakt zum Steineren Meer.

Diese Landschaft hat uns fast umgehauen. Unwirklich diese Weite. Nur Steine und Felsen. Alles Grau in Grau. Wir fanden viele versteinerte Korallen in den Steinplatten. So hatten wir uns das Steinern Meer nicht vorgestellt. Es kam die Frage auf, ob es jetzt der Atlantik oder der Ozean war, der dieses Felsenmeer geschaffen hat.
Gut, dass wir perfektes Wetter hatten. Das Steinerne Meer bei Regen und Nebel ist sicher kein Genuss.
Am Riemannhaus wurden wir bereits von Harald und Petra erwartet.

Mittwochsmorgen trennte sich die Gruppe erneut. Ein Teil wollte aufs Breithorn (2504 hm)
die anderen auf den Sommerstein (2308 hm)
.
Beide Gruppen hatten einen tollen Vormittag und genossen die Aussicht, ins Salzburger Land. Sabrina, unser Neuling hatte nichts besser zu tun, als aufs Gipfelkreuz zu klettern.

Nachdem alle wieder auf dem Riemannhaus

angekommen waren, machten wir uns gemeinsam über den Eichstätter Weg zum Ingolstädter Haus.
Das Wetter blieb, trotz Regenmeldung stabil und wir kamen bei Sonnenschein am Riemannshaus an. Dort saßen wir bis zum Sonnenuntergang auf der Terrasse zusammen, bevor wir in einer gemütlichen Ecke in der Gaststube ein tolles Abendessen bekamen.

Für Donnerstag war schlechtes Wetter angesagt. So machten wir uns bereits früh auf den Weg zur Wimbachgrieshütte. Unser Weg führte uns durchs Hundstodgatterl wo uns eine luftige Kletterei erwartete. Weiter ging es durch die Hundstodgruben zur Trischübelalm. Mittlerweile setzte der vorhergesagte Regen ein. Da halfen uns auch keine Regenkleidung mehr. Vollkommen durchnässt kamen wir auf der Wimbachgrieshütte an.
Dort gabs erst mal Glühwein und Kuchen. Das hatten wir uns auch verdient.

,
Der Abstieg ins Tal erfolgte am Samstagmorgen durch Wimbachgriestal zur Wimbachgriesbrücke.

Fazit der Woche: Eine Bergtour, die Spaß machte. Wir bekamen jedes Wetter geboten, von Schnee bis zu heißen sommerlichen Temperaturen, sowie langanhaltende Regengüsse. Die Flora und Fauna im Gebiet Königssee und Steinernen Meer ist einzigartig und überwältigend.

Jutta

Kategorie: Allgemein, Bergsteigergruppe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.