Auf dem Masdascher Burgherrenweg zur Hängeseilbrücke Geierley

| 3. Januar 2016 | Keine Kommentare

P1210136Im dichten Nebel des Hunsrücks trafen sich ganze 23 Wanderer am Morgen des 8.11.15 an der Grillhütte Mastershausen. Noch ein letztes Mal für das Jahr 2015 wollte man zusammen während einer herbstlichen Wanderung die Natur genießen und natürlich mit einander plaudern. Es wurde der Masdascher Burgherrenweg gegangen mit einem Schlenker über die neue Hängeseilbrücke an der Geierlay in Mörsdorf.

Zu Beginn geht es an der Grillhütte vorbei bergan über Wiesen und Felder in den Wald hinein. Dort gelangt man an den Rande eines Windwurfes und die ganze Gruppe hat einen wunderbaren Ausblick in das tief eingeschnittene Tal des Mastershausener Baches. Bergab führt der Weg nun über rutschige Pfade in das Tal, dabei haben einige schon Schwierigkeiten das Gleichgewicht zu halten. Wie die das wohl in den Bergen schaffen? Unten angekommen geht man erst ein kurzes Stück auf einem breiten Forstweg, biegt dann aber auf einen schmalen Pfad, der mit Hilfe einer Brücke über den Bach verläuft, ab. Ein hölzernes Schild weist auf den Namen dieses Ortes hin: „Am Katzenloch“. Hier lädt eine Rast Bank schon zum Verweilen ein, doch die Bergsteigergruppe des Deutschen Alpenvereins ist gerade erst warm gelaufen.

Der Charakter des Weges ändert sich nun. Der Weg wechselt das Ufer und führt an Ruinen von alten Mühlen entlang. Nachdem die Mühlen passiert sind wechselt der Weg wieder das Ufer und es geht auf einem breiten, dick mit Laub bedeckten Weg weiter Tal abwärts. Doch schon nach der nächsten Kurve wird das lustige Lachen und Plaudern durch den Anblick der Mauern der Burg Balduinseck unterbrochen. Mittlerweile hat sich auch die Sonne den Weg durch den dicken Nebel im Hunsrück gebahnt. Es geht die Treppen hinauf zur Ruine der Burg, die im 14. Jahrhundert als Bollwerk des Trierer Erzbischofs gegen die in Kastellaun ansässigen Sponheimer diente.
Nachdem die Ruine von allen bestaunt wurde geht es weiter auf dem Burgherrenweg.

Direkt nach der Ruine wird es kurz unterirdisch, da der Weg gemeinsam mit dem Bach unter der L 203 langläuft. Nun öffnet sich den Wanderern ein malerischer Auenwald, der aber schon schnell vergessen ist, denn es folgt eine steile Passage bergan. Der Weg, der Teilweise sogar mit Seilen zum Festhalten versehen ist, windet sich an rauen Schieferfelsen bergauf. Oben angekommen steht man auf dem Burgberg. Ein Felsvorsprung, der schon von den Kelten genutzt wurde. Auf dem Burgberg steht heute eine kleine Schutzhütte von der die Aussicht über die Täler genossen wird. Hier wird nämlich auch nach ca. 1 ½ Stunden Pause gemacht. Nachdem jeder sein Brot gegessen hatte ging es erst wieder steil bergab vom Burgberg hinunter in das Tal. Es geht vorbei am „ Römischen Brunnen“. Kurz danach verlassen wir den Burgherrenweg und machen uns auf den Weg Richtung Hängeseilbrücke. Es geht bergan auf breiten Wegen. Nach einiger Zeit erreicht die ganze Gruppe den Höhepunkt der Wanderung: die Hängeseilbrücke. Diese erstreckt sich 360m in 100m Höhe über das Mörsdorfer Bachtal, und ist damit die längste Hängeseilbrücke Deutschlands. Natürlich möchte jetzt jeder einmal die Brücke überqueren. Aber auch viele andere Besucher sind an einem solch sonnigen Tag da. Somit ist die Brücke recht voll und schwankt bei jedem Schritt. Ein einzigartiges Gefühl. Der geplante Weg geht aber nicht über die Hängeseilbrücke, deshalb gehen wir hin und zurück.

Nachdem sich wieder die ganze Mannschaft versammelt hat geht es über Felder zurück in den Wald. Dort treffen wir wieder auf den Masdascher Burgherrenweg. Dieser führt sanft bergauf zur „Grube Apollo“, wo nicht Schiefer, sondern Erze abgebaut wurden. Ab dort an wird es nochmal anstrengend, denn auf Zick-Zack Pfaden durch den dichten Wald geht es ein letztes Mal bergauf. Oben auf dem Hunsrücker Hochplateau angekommen wird die Aussicht vom „Galgenturm“ genossen. Ab da an geht es nur noch sanft bergab Richtung Grillhütte. Zum Ausklang der Saison 2015 wird dann noch in der Mastershausener „Pfälzer Stube“ gespeist.

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Kategorie: Allgemein, Bergsteigergruppe

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