55 Jahre deutsch-französische Freundschaft

| 9. November 2015 | Keine Kommentare

Am 10. Oktober 2015 trafen sich 14 Metzer und 9 Koblenzer Bergfreunde auf der Wachholderhütte in der Eifel. Bei kühlem aber trockenem Wetter begrüßte Norbert Dötsch die Anwesenden, ganz besonders Jean-Pierre Retournard, den Präsidenten des „Club Alpin de moselle“, sowie Pascal Fontaine, den Referenten für die deutsch-französischen Beziehungen und freute sich, sie endlich persönlich kennen zu lernen. Er dankte Pascal für die gute Kommunikation bei den Vorbereitungen zu diesem Treffen. Nach einem Becher Kaffee fuhr man zusammen zum Wanderparkplatz Gänsehals, von wo aus der Traumpfad „Vier-Berge-Tour“ gestartet wurde. An der neuen Schutzhütte am 553 m hohen Sulzbuch wurde ein leckerer Imbiss mit Wurst und Käseplatte bei einem Becher Rhein- oder Moselwein eingenommen, und die schöne Aussicht auf die nun schon herbstlichen Wälder des Nettetals und den Ort Kirchwald genossen.

Weiter ging es zum Hochstein, von wo aus man sogar einen herrlichen Blick auf den Laacher See erhaschen konnte. Immer wieder kreuzte man den Jubiläumsweg der Sektion Koblenz. Vorbei an der Genoveva-Höhle ging es hinab zum Erlenbrunnen, wo man sich vor dem letzten Anstieg noch mal ausruhte. Durch den Raubuur, mit seinen massiven Tuffsteinwänden ging es wieder hinauf zum Parkplatz Gänsehals. Alle waren sich einig, es war eine herrliche Wanderung mit vielen Aussichtspunkten und Sehenswürdigkeiten. Nachdem man die Zimmer in Langscheid bezogen  und sich frisch gemacht hatte, gab es beim Abendessen herzliche Gespräche. Hierbei wurde auch festgestellt, dass man nun schon 55 Jahre befreundet ist.

Nach einem schönen Abend und einer nicht ganz ruhigen Nacht (das übliche Schnarchen im Lager) gab es ein deftiges Frühstück, bevor man sich auf den Traumpfad „Wachholderweg“ aufmachte. Bei bestem Wetter, sehr guter Fernsicht auf die Tuffsteinwände bei Weibern und die Berge der gestrigen Tour, wanderten die Freunde durch die Wachholderheide. Um die Tour etwas zu verlängern, wurde teilweise der Traumpfad „Bergheideweg“ mitgenommen und zum Schluss der Wanderung noch eine Schleife über den Jubiläumsweg zurück zur Hütte angehängt. Hier wartete Kaffee und Kuchen zum Abschied. Nach kurzen Ansprachen der beiden Vorsitzenden, die von Pascal für alle übersetzt wurden, war man sich einig, dass das nicht das letzte Treffen der Bergfreunde sein sollte. Nach einem Abschiedsfoto ging ein wunderschönes Wochenende unter Freunden zu Ende.

 

Ein Auszug aus der Freundschafts-Chronik:

Im Sommer 1960 kam auf Initiative des damaligen ersten Vorsitzenden der Sektion Metz,  George Michel, der erste Kontakt zustande. Er erhielt schnell per Post eine positive Antwort  von Frau Grete Brück, die damals gerne die Mutter der Sektion Koblenz genannt wurde. Am 03. 09. 1960 ging es um 5. 00 Uhr zum ersten Mal vom Metzer Bahnhof los, in Richtung des romantischen Rheins. Es gab viele Begegnungen in den 60er Jahren. Dann kam eine „Ruhephase“ bis zur Wiederbelebung 1990, unter Beteiligung von G. Michel, an der Teufelsley. Es folgten dann viele Jahrestreffen, einmal hier, einmal da, immer in großer Reisegesellschaft mit Bussen, insbesondere durch den motivierten Einsatz von Fred Breidenbach und Amedee Muller, zum Beispiel: 1967 in den Kirner Dolomiten. Dann wiederum eine Ruhephase bis etwa 2005, wo man sich dann in kleinerer Formation getroffen hat. Auch auf der 100-Jahrfeier waren die Metzer zu Gast. Diese Begegnungen waren immer Gelegenheit, schöne Tage zu verbringen, die Entdeckung von neuen Landstrichen und Landschaften waren abwechslungsreich und haben viel Spaß bereitet. Sie wurden durch ein nettes und herzliches Zusammensein gekennzeichnet.

 

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Kategorie: Allgemein, Sektionsnachrichten

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