„AKTION SICHER KLETTERN“

| 8. März 2006

Der DAV-Kletterschein ist da! Aktion Sicher Klettern“ soll Kletterunfälle vermeiden helfen Pünktlich zum Beginn der Klettersaison bringt der DAV einen Kletterschein heraus. Genau genommen handelt es sich dabei um zwei unterschiedliche Kletterscheine, den Kletterschein „Toprope“ und den Kletterschein „Vorstieg“.

Es werden zu viele Fehler beim Klettern in den Hallen gemacht, und es passieren zu viele Unfälle, die Studie der DAV-Sicherheitsforschung hat dies gezeigt. Mit der „Aktion Sicher Klettern“ will der DAV erreichen, dass Sicherungsfehler und somit Unfälle weniger werden. Die Aktion besteht aus drei Elementen, die sich gegenseitig ergänzen: den Kletterscheinen Toprope und Vorstieg, einer Broschüre und einem Plakat. Sie richtet sich direkt an die Kletterer in den Hallen.

1. Die Kletterscheine „Toprope“ und „Vorstieg“:

Mit dem Ziel „Kletterschein“ wird ein neuer Ausbildungsanreiz geschaffen: eine Art Nachweis dafür, dass der Inhaber Klettern und Sichern gründlich gelernt hat. Die Kletterscheine richten sich vor allem an Jugendliche, aber auch Erwachsene, die Einsteigerkurse besuchen und mit dem Abschluss „Kletterschein“ ein klares Kursziel vor Augen haben. „Toprope“ und „Vorstieg“ sind auch gedacht für „Autodidakten“, die das Klettern „irgendwie“ gelernt haben und die nun ein Sicherheitstraining mit Erfolgsbestätigung absolvieren wollen.

Kletterschein „Toprope“

Für Kletteranfänger nach einem Kurs mit dem Ziel, selbständiges Topropeklettern. Gezeigt werden müssen das Anseilen, Einlegen der Sicherung, Partnercheck und Selbstkontrolle, Ablassen sowie Topropeklettern. Mindestalter 10 Jahre.

Kletterschein „Vorstieg“

Für Fortgeschrittene nach einem Kurs, der das selbstständige Vorsteigen zum Ziel hat. Zu den Inhalten vom Kletterschein „Toprope“ kommt Vorstiegssichern, Sicherungsverhalten, Vorstiegsklettern und Verhalten an der Umlenkung. Mindestalter 12 Jahre.

Auch Personen, die bereits klettern, aber keine ordentliche Ausbildung genossen haben, können die Prüfung zum Kletterschein absolvieren und haben somit die Gelegenheit, sich sicherungstechnisch auf den neuesten Stand zu bringen. Manche werden staunen, was es alles zum Verbessern gibt. Ein ca. vier- bis sechsstündiges „Sicherungstraining“ kann hier ausreichend sein für den „Vorstiegs-Schein“.

Die Kletterscheine sind eine Aktion mit freiwilliger Teilnahme ohne rechtliche Konsequenzen, vergleichbar mit Leistungsabzeichen anderer Verbände, z. B. den Schwimmabzeichen. Sie sollen keinesfalls als „Führerschein“ oder irgendeine Art von Legitimation gesehen werden. Auch der Anspruch, dass damit absolut unfallfreies Klettern garantiert ist, darf nicht gestellt werden. Die Absolventen bekommen ihren Kletterschein in Form einer scheckkartengroßen Karte, bestätigt vom Prüfer, sowie ein ausführliches Begleitheft mit allen Inhalten und Erläuterungen.

Die Ausbildung und Prüfung zu den Kletterscheinen wird von den Sektionen in den Kletterhallen, aber auch von privaten Kletterhallen angeboten. Fachkundige Trainer und Fachübungsleiter nehmen die Prüfung ab.

2. Ein Faltblatt und eine Plakatreihe unterstützen die „Aktion Sicher Klettern“

In dem Faltblatt „Sicher Topropeklettern und sicher Vorsteigen, So wird’s gemacht!“ sind die neu formulierten Kletterregeln erläutert und die wichtigsten Punkte zum sicheren Klettern beschrieben. Fotos und klare Beschreibungen zeigen Knoten, Sicherungstechnik und richtiges Vorsteigen.

Die neuen Plakate hängen demnächst in den Kletterhallen, motivieren zum Beachten der Kletterregeln und werben für den Kletterschein.

Kategorie: Neues aus der Ausbildung

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